Unsere Ersatztour durch die "neuen" Bundesländer

04. - 14. September 2020

Eigentlich sollte es nach Schottland gehen, aber der bekannte Virus zwang uns zum Umplanen.

Die Tour führt uns durch Niedersachsen, Thüringen, Hessen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.


1.Tag Freitag 04.09.2020

Kurzfristig wurde beschlossen einen Tag früher zu starten und die anderen Mitfahrer zu Überraschen.
Die Sachen wurden gepackt, das Motorrad vollgetankt und beladen und das Auto beiseite gestellt.
Da das Wetter gemischt aussah,kam die Planänderung anstatt durch den Harz, dann doch lieber um den Harz herum zu fahren. Das war sicherlich die richtige Entscheidung. Bis zum Südharz war es trocken und, trotz Freitag, unspektakulär zum Fahren. Auf der B243 hatten wir dann das erste Mal etwas Regen. Da dieser uns eine ganze Weile begleitete, wurde der geplante Besuch der Rhumequelle auf ein anderes Mal verschoben.

Zum Ende von Niedersachsen verließ uns erst einmal der Regen. Da es doch recht warm war, waren die Handschuhe schnell wieder trocken. In Mühlhausen standen wir einige Minuten vor einer Baustellenampel bevor wir durch ein Stadttor fahren durften. Jetzt war auch der erste Stopp nicht mehr weit.







Das erste Mal am Mittelpunkt Deutschlands mit Manuela. Die schaute sich alles in Ruhe an und wir erholten uns bei immer besser werdendem Wetter. Bevor die Weiterfahrt startete begrüßte uns ein Hamburger mit einem freundlichen Moin. Die letzte Etappe wollten wir dann, wie geplant, mit einer Runde um den Hainich fortführen.





Das Wetter meinte es gut mit uns und die Orte wurden immer hübscher. Die Route führte uns durch bisher unbekannte Gegenden, bis wir plötzlich in einem kleinen Ort waren, den Manuela schon besucht hatte. Auf der Durchfahrt erkannte sie aber nach guten 30 Jahren kaum noch etwas wieder. Ist viel passiert und wurde viel gemacht.





Als wir beim Inselsberg waren, beschlossen wir, direkt nach Brotterode zu fahren. Eine wirklich gute Entscheidung, denn die geplante Anfahrt über Schmalkalden war gesperrt. Kurz hinter dem Ortseingang dann unser Hotel. Wir hatten in dem Hotel der Anderen kein Zimmer mehr bekommen. Das Motorrad geparkt, entladen und umgezogen. Jetzt folgte ein 700 Meter Spaziergang zu den Anderen. Mal schauen was sie für ein Gesicht machen werden.



Die Sicht auf die Sprungschanzen hat man fast im ganzen Ort. Am Hotel angekommen, reservierten wir uns einen Tisch und warteten. Zuerst kam Clemens, der sich nur wunderte, als ihm gesagt wurde, da ist ein Tisch reserviert. Dann betrat er den Raum und war sichtlich sprachlos, aber sehr erfreut. Ebenso Überrascht schauten Sabine und Steffen, die kurz danach eintrafen. Es wurden Thüringer Spezialitäten verspeist und nebenbei nette Gespräche geführt. Als der Abend zur Neige ging, machten wir uns auf den Rückweg. Diesmal bergauf und mit Jacke, denn es war mittlerweile kühler, aber komplett im Trockenen. Das war unser Anreisetag, der uns schon viel Spaß gemacht hat.



Tiefsttemperatur      18,5 Grad
Höchsttemperatur      25,0 Grad
Tagesfahrleistung        233 km


2.Tag Samstag 05.09.2020

Nach dem Frühstück, Packen, Motorrad beladen und langsam los. Manuela wollte Thüringer Rotwurst probieren, also zum Fleischer, den wir am Vorabend gesehen hatten und ein frisch belegtes Brötchen gekauft. Dann zu den anderen Drei gefahren um gemütlich den Tourstart in Angriff zu nehmen. Noch ein wenig Fachsimpeln und plötzlich ist Steffen sein Navi herunter gefallen. Noch merkte er nichts, aber das Display hatte einen Sprung. Zum Glück wird es weiterhin funktionieren.




Erster Stopp nach Brotterode war dann gleich der große Inselsberg. Recht wenig los am frühen Morgen, aber auch nicht ganz so weite Sicht aufgrund vom morgentlichen Nebel. Nach einer kleinen Fotorunde ging es weiter und wir hatten ziemlich schnell unsere erste Vollsperrung auf der Tour. Anstatt nach links abzubiegen mussten wir in die entgegengesetzte Richtung.








Der folgende Stopp war in dem wunderschönen Treffurt mit seinem alten Rathaus. Dort gab es zwar einen teuren, aber sehr leckeren Cappu. Diese Stadt ist die westlichste Stadt in Thüringen und liegt an der Werra.






Nach dem Stopp kamen wir also ganz kurz nach Hessen um wenige hundert Meter wieder zurück in Thüringen zu sein. Nun führte uns der Weg Richtung Mühlhausen, welches wir aber westwärts umfuhren. Weiter vorbei an Leinefelde und durch Worbis bis kurz vor dem ursprünglichen Treffpunkt unserer Tour. Ein Fotostopp mit Blick auf den Sonnenstein und dann die Feststellung, dass das "Treffpunkt-Lokal" geschlossen gehabt hätte. Wie gut, dass wir gestern schon angereist sind.






Kurz vor dem Ende von Thüringen hielten wir am letzten Kontrollturm vor der Grenze. Hier war eine Gruppe Mädels unterwegs, die sogar bereitwillig Bratwürste an die Biker verteilten. Sie sangen und waren einfach gut drauf. Das handliche Holzmotorrad wurde abgelichtet und auch einige Erinnerungen an alte Zeiten. Danach sollten wir nach Niedersachsen weiter fahren.






Jetzt ging es quer durch den Harz. Vorbei an diversen Ortschaften wie Sankt Andreasberg, Braunlage bis wir in Sachsen-Anhalt in Elend ankamen. Bis zum nächsten Stopp in Drei Annen Hohne dauerte es noch ein wenig und es kamen uns haufenweise Motorräder entgegen. Der Harz am Wochenende macht nicht wirklich Spaß.




Immer wieder fantastisch anzusehen, die alte Technik der Dampflokomotiven. Gerade wurde die Lok umgesetzt und nahm Wasser um später wieder Richtung Brocken zu fahren. Viele Fahrgäste, aber auch viele Paparazzi. Als der Zug startete stellte sich die Frage:

      "Wo ist der Zug?"




Ein kurzer Abstecher zur Rappbode-Talsperre mit einer Kehre hinter dem Tunnel, aber dort war es einfach zu voll um irgendwo sinnvolle Fotos zu machen. Also führte uns der weitere Weg Richtung Blankenburg. Dort schaute ich vor einer Abbiegesituation auf mein Navi und als ich wieder hoch sah, bogen die Anderen eine Strasse eher ab. Mein Versuch das auch zu tun, endete in einem Fehlversuch und aufgrund von einem herannahenden Bus musste ich einen kleinen Umweg machen. Nachdem ich Umdrehen konnte kamen uns die Anderen jedoch schon wieder entgegen.





Eine kurze Pause in einer Bar mit dem wohl schlechtesten Cappu bisher. Auch der versprochene Pflaumenkuchen entpuppte sich als Pfirsichkuchen. Kurz nach der Weiterfahrt nahmen wir dann eine Ausfahrt zu spät im Kreisverkehr und wir durften Umkehren. Den Besuch von Quedlinburg verschoben wir, da es schon relativ spät geworden war. Also weiter bis zum Quartier. Auf dem Weg dorthin erst einen Regenbogen gehabt und dann sogar wieder blau werdender Himmel.



Dann war es geschafft, wir waren am (ehemaligen) Kloster. Eine schöne Anlage mit netten, kleinen Kammern, und einem Kreuzgang in dem uns am nächsten Tag das Frühstück erwarten wird. Leider kam auch die Info, dass alle Tische für den Abend ausgebucht waren. Somit machten wir uns auf den Weg etwas Anderes zu Suchen.





Ein wirklich guter Imbiss mit einer großen Auswahl an Speisen wurde gefunden und Alle waren sehr zufrieden. Nach dem kurzen Weg zurück in das Kloster gab es noch einen Absacker an der Bar um dann in unseren (Einzel-) Betten zur Nachtruhe zu kommen. Ein schöner Tag mit einem außergewöhnlichem Übernachtungsquartier nahm sein Ende.





Tiefsttemperatur      14,5 Grad
Höchsttemperatur      18,0 Grad
Tagesfahrleistung        264 km


3.Tag Sonntag 06.09.2020

Nach dem leicht stressigen Frühstück (manche Gäste und auch Hotelangestellte sehen es mit der Maskenpflicht zu locker) wurde gepackt um das Kloster wieder zu verlassen. Meine bisher ungewöhnlichste Übernachtung hatte ein Ende mit vielen guten Erinnerungen. Dann ging es der Sonne entgegen zum ersten Highlight der heutigen Tour. Das Ringheiligtum Pömmelte in der Nähe von Barby. Ich frage mich, wie oft ich hier schon vorbei gefahren bin um es zu Übersehen...




Weiter geht es auf der Ostseite der Elbe Richtung Burg. Dabei wurde ein Tankstopp eingelegt, ein Zug vorbei gelassen und eine kleine Pause eingelegt. Die Pause war der schwierigste Teil, denn es war Sonntag und auf unserer Strecke lag sehr wenig bis gar keine Auswahl zum Rasten. Der freundliche Inder bediente uns aber begeistert mit seinen Leckereien.




Nach der Pause dann weiter Richtung Burg um dort abzubiegen in Richtung Fähre Rogätz um erneut die Elbe zu queren. Jetzt waren wir in einer recht dünn besiedelten Gegend angekommen. Es kamen uns nur wenige Fahrzeuge entgegen und wir waren praktisch unter uns.




Was folgte war dann Tangermünde. Ein wirklich sehenswerter Ort, der auch gleich gefühlt überfüllt war. Hier gab es einen Foto- und Eisstopp. Nach Tangermünde querten wir das letzte Mal für heute die Elbe, diesmal wieder über eine Brücke.




Der folgende Stopp verzögerte sich leider etwas, weil wir erneut eine Streckensperrung auf unserer Tour hatten. Wegen wenigen Kilometern nur 30 Kilometer Umweg. Zumindest die Gegend war sehenswert. Endlich in Havelberg angekommen gab es einen kurzen Fotostopp um danach weiter zu fahren.




Vermutet hatten wir es, aber der Beweis kam nach der Ankunft im Storchendorf Rühstädt. Alle Störche sind schon weg. Trotzdem ist es sehr beeindruckend wie viele Storchennester es hier gibt. Bis zu vier Stück auf nur einem Dach. Nun sollte noch dringend eine Kaffeepause folgen, aber wir waren recht abgelegen.




Laut Navi gab es ein Lokal in Hinzdorf. Dort fuhren wir also hin. Es war ein Pfannkuchenhaus und der Besitzer lud uns auch gleich ein auf seinem Grundstück zu Parken. Von hier aus riefen wir das Hotel an, denn bis zum Rezeptionsschluss schafften wir es garantiert nicht. Das war auch gut so, denn wir erfuhren, dass der Koch krank war. Also im Pfannkuchenhaus noch etwas gegessen.




Unsere optimistisch eingeschätzte Ankunftszeit von 19 Uhr wurde wieder wegen einer erneuten Vollsperrung gesprengt. Diesmal hatten wir aber eine wirklich schöne Strecke als Umleitung, jedoch war die wieder sehr umfangreich. Endlich in Stuer am Plauer See angekommen, wurden die Zimmer bezogen und beratschlagt wie der Abend beendet wird. Wir gingen kurz zum Badestrand und anschließend saßen wir am Campingplatz auf ein Kaltgetränk zusammen. Danach war der Heimweg nur mit Taschenlampe zu finden.




Tiefsttemperatur      14,0 Grad
Höchsttemperatur      20,0 Grad
Tagesfahrleistung        315 km


4.Tag Montag 07.09.2020

Nach einem guten Frühstück wurde gepackt und die Abfahrt fand wieder 9:30 Uhr statt. Heute sollte es durch die Mecklenburger Seenplatte gehen. In Alt Schwerin erst einmal ein kurzer Stopp am Agroneum. Es wirkt von Außen sehr interessant, aber ein Besuch war heute nicht geplant. Nach dem kurzen Fotostopp sollte es zu einem schönen Ausblick gehen.




Am Fleesensee in Nossentin angekommen stellten wir fest, dass nicht alle Fototipps aus gewissen Illustrationen wirklich sehenswert sind. Vielleicht waren sie es einmal, aber diesen Weg hätten wir uns heute sparen können. Einzig die schön bemalten Häuser und die netten kleinen Kirchen waren sehenswert.




Am Jabelscher See erging es uns ähnlich dem Fleesensee. Nirgends ein wirklich schönes Fotomotiv. Da zeigt einem das Navi rechts und links die ganzen Seen an, aber man hat keinen schönen Blick darauf. Das soll uns aber noch sehr oft auf dieser Tour so gehen. Immerhin war das Wetter gut und alle waren gut gelaunt.




Als nächster Stopp war Waren (Müritz) geplant. Anscheinend wollten das alle Anderen auch, denn der Weg dorthin war mit Stau gepflastert. Somit wurde noch schnell getankt und sich dann weiter durch den Verkehr gekämpft. Der Trubel gefiel uns nicht und so gaben wir Zeichen, dass wir ein Stück weiter fahren um Waren schnell wieder zu verlassen.




"Zum Fischer Fritz" in Faulenrost fanden wir den Welshof. Was für ein Lokal in dieser dünn besiedelten Gegend. Spontan wurde eine Pause eingelegt und den Anderen mitgeteilt, wo wir sind. Das Essen war phantastisch und wir erfuhren, dass wir Glück hatten. Eigentlich ist hier derzeit immer alles ausgebucht (Dank der Corona-Einschränkungen). Selbstverständlich wurden Wels Gerichte getestet und als die Anderen kurz vorbei kamen, verabredeten wir uns am nächsten Routenpunkt.
Auf dem Weg, eine Woche nach der 10.000er Inspektion, endlich auch die 10.000 auf dem Tacho.



Auf der Fahrt zum Kummerower See durften wir in Malchin durch ein Stadttor fahren. Ein netter kleiner Ort, aber das Ziel war Kummerow. Einige Kehrtwendungen später erreichten wir dann den Hafen, in dem wir wieder vollzählig vereint waren. Hier wurde noch ein wenig über die Erlebnisse in Waren und Faulenrost geplaudert und der schöne kleine Hafen bewundert.




Auf der Weiterfahrt hatten wir noch einen schönen Blick auf den Kummerower See gehabt (endlich mal ein See den man sehen kann). Die Nebenstrecke war fast wie Single Roads (es war ja auch unsere Schottland Ersatztour). Sehr wenig Verkehr hier, etwas Abseits der Touristenströme.




Kurz danach kamen wir durch Demmin. Ein schön gelegener und anzusehender Ort. Hier mussten wir über eine Klappbrücke um später die Hauptstraße zu verlassen. Gleich danach sollte das Tageshighlight folgen, nur wussten wir das hier noch nicht.






Bei Neubauhof also runter von der B110 auf die K47. Wir fuhren auf Plattenwegen, uralten Kopfsteinpflaster Straßen und durch einsame Waldwege. Was für ein Anblick und was für eine Fahrt. Die Menschen, die uns sahen, staunten nicht schlecht, denn hier kommt vermutlich selten ein Tourist hin. Stubbendorf, Groß Methling und Klein Methling. Danach waren wir endlich angekommen.




Die Trebelbrücke, selbstverständlich über die Trebel. Eine hölzerne Klappbrücke die die Landesteile Vorpommern und Mecklenburg verbindet. 1911 wurde sie für den Verkehr freigegeben. Mehrmals musste sie seit dem erneuert oder rekonstruiert werden. Die ist zwar für 2,5 t freigegeben und 3,5 Meter breit, aber durch Betonteile auf zwei Meter reduziert. Für unsere Motorräder also kein Hindernis. Die Brücke ist voll funktionsfähig, denn die Boote in der Nähe mussten ja dort hin kommen.




Nach diesem ausgiebigen Stopp der letzte Weg bis Stralsund. Eine erneute Vollsperrung ließ uns zwar vom Weg abbringen, aber nicht vom Ziel. Endlich war Stralsund erreicht und die Motorräder in dem Motorradbereich der Tiefgarage verstaut. Die Zimmer wurden bezogen und dann begaben wir uns auf einen Spaziergang durch die City.




Zuerst sollte es ein Fischbrötchen werden, aber alle Brötchen waren in mehreren Läden schon aus. Am Rathaus wurde es dann ein Cappu mit einem Stück Torte im Angebot. Nach dieser Erholungsphase kam der Weg zum Hafen, auf dessen Weg wurden schöne Häuser, Brunnen, Türen und "Schatten-Paparazzi" entdeckt. Stralsund ist eine hübsche, alte Stadt.




Am Hafen wurde die erste Gorch Fock bewundert, historische Zweiräder und andere Sehenwürdigkeiten. Parallel hielten wir Ausschau nach einem geeigneten Lokal für unser Abendessen. Alles sehr gut gefüllt oder nicht ausreichend Platzt für uns Fünf. Im Schipperhus bekamen wir dann noch Platz und Gelegenheit etwas zum Abendessen zu bekommen. Nach dem Essen der Heimweg Richtung Hotel und noch einen Absacker in der Brasserie Stralsund. Danach begaben wir uns zur Nachtruhe ins Hotel.




Tiefsttemperatur      15,0 Grad
Höchsttemperatur      19,0 Grad
Tagesfahrleistung        200 km


5.Tag Dienstag 08.09.2020

Die erste Tagestour von Stralsund aus führt uns auf die Insel Rügen. Heute ist die Nordrunde geplant. Die Anreise begann etwas zähflüssig, da die Rügenbrücke gesperrt war und alle Fahrzeuge über den Rügendamm mussten. Dort wollten wir zwar sowieso entlang fahren, aber bei weniger Verkehr.




Der alten Bundesstraße folgten wir, bis es links nach Rothenkirchen ab ging. Weiter durch Dreschvitz, Gingst und Neuenkirchen bis zum ersten Tourstopp am Johann J. Grümbke Turm auf Hoch Hilgor. Die Motorräder wurden geparkt und wer wollte stieg den kurzen Weg zum Turm empor, der 50 Meter über dem Meeresspiegel liegt.




Eine wirklich tolle Aussicht von hier oben, auch wenn es etwas trübe war. Der Turm ist allerdings nichts für jedermann, mit seinen durchsichtigen Stufen und Etagen. Wir waren aber ein sehr gern gesehener Gast dort - zumindest für die Mücken - denn für sie war heute Buffet.
Ein paar nette Gespräche mit anderen Touristen, die sich nach und nach eingefunden hatten und dann der Aufbruch zum nächsten Cappu, diesmal in Schaprode.






Auf der Fahrt nach Schaprode wollte das Navi eine Straße nutzen, die für uns jedoch endete. Endlich mal wieder Umkehren. Das hatten wir lange nicht. Der Himmel veränderte sich ständig, denn es wehte heute eine steife Briese. Man musste nur beim Überholen von Fahrrädern aufpassen, dass man sie nicht durch eine Windböe von der Straße schubste. In Schaprode angekommen wurden die Fahrzeuge neben dem Café geparkt.




Während der ausgiebigen Pause wurde gefachsimpelt, Impressionen des Hafens oder auch des Ortes eingeholt. Manuela kaufte noch ein paar Leckereien zum Testen, die wir aber teilweise mitgenommen haben. Nach der Pause folgte die Fahrt Richtung Wittower Fähre.




Kaum an der Fähre angekommen, schnell bezahlt und auf die wartende Fähre gefahren. Clemens erzählte uns noch, dass er noch nie ohne Regen auf dieser Fähre war. Diesmal zwar Wind, aber dafür trocken. Ruckzuck waren wir auf der anderen Seite und die Fahrt ging weiter.




Schreiber´s Fisch war das Objekt der Begierde. Alle aßen den leckeren und frischen Räucherfisch. Ein Besuch im Norden der Insel macht dieses hier zum Pflichtstopp. Während wir unsere Leckereien verspeisten beobachteten wir die Kite-Surfer, die wohl die einzigen waren, die sich über den Wind heute erfreuten. Kalt war es aber nicht. Es war recht angenehm.




Durch die Felder im Norden nun Richtung Putgarten um einen Blick auf Cap Arkona zu erhaschen. Den Besuch haben wir kurzfristig abgesagt, da durch Corona lange Schlangen an den Touristenbahnen herrschten. Das Foto zeigt zwar, dass das Wetter nicht ganz klar war, aber trotzdem waren die Leuchttürme gut zu erkennen.




Ein Versuch einer Abkürzung in Altenkirchen bescherte uns den Blick auf einen der wahnsinnig breiten Traktoren, die hier alle massenweise die Felder bestellten. Dann gab es noch einen Tankstopp für Steffen und die Fahrt konnte weiter gehen über die Schaabe bis Glowe. Dort stoppten wir an einem Eiscafé mit Fotos am Strand und Eis im Café.




Von Glowe aus ging es weiter über Nardevitz, Lohme, den Nationalpark Jasmund und die Stubbenkammerstraße bis nach Sassnitz. Auf der Fahrt gab es noch eine Begegnung mit zwei leicht irritierten Perlhühnern, die sich mit Steffen in der Vorrangfrage nicht einig wurden. Vor, zurück und einen kleinen Wechselschritt, dann spazierten sie vor unserem Motorrad über die Straße.




Die Fahrt in den Sassnitzer Hafen die Hafenstraße herunter. Direkt im Hafen eine Ecke für Motorräder gefunden und dann etwas durch den Hafen gegangen. Es verändert sich hier eigentlich immer etwas. Diesmal ist uns aufgefallen, dass die Treppe zum Rügenhotel hinauf komplett erneuert wurde. Trotz des Windes fuhren die Schiffe zur Kreideküste hinaus. Sabine hätte das gerne einmal mitgemacht, aber erstens war es schon recht spät und zweitens war das Licht nicht so schön.




Nachmittags ist anscheinend an der Ostküste Stauzeit. Der geplante Besuch von Prora und Binz wurde spontan abgesagt und wir fuhren vorbei am Baumwipfelpfad Richtung Bergen. Dann über Sehlen, Garz und Poseritz zur Molkerei Rügener Inselfrische. Dort gab es einen Cappu und leckere Molkereiprodukte. Quark mit Obst oder Quarkkuchen. Egal was, alles schmeckte wirklich lecker. Dann wurden wir freundlich gebeten zu bezahlen, da es Feierabend war. Wie schnell doch so ein Tag vergeht. Nun also zurück nach Stralsund.




Die Fahrt zurück verlief problemlos und wir wollten spontan in den Hafen um an dem einem Räucherfischboot zu speisen. Leider war der Verkäufer nicht gut gelaunt und somit verließen wir ihn ohne dort etwas zu verzehren. Da fiel der Blick auf einen Griechen, der schon lecker duftete, als wir an ihm vorbei gingen. Also dort wirklich lecker gegessen, aber wenn die Sonne weg ist, wird es langsam kühl. Vor hier aus zurück in die Brasserie zum Absacker. Manuela traf noch Verwandschaft und es wurde ein längerer, geselliger Abend. Das erste Mal, dass wir klingeln mussten um ins Hotel zu kommen.




Tiefsttemperatur      15,5 Grad
Höchsttemperatur      19,5 Grad
Tagesfahrleistung        198 km


6.Tag Mittwoch 09.09.2020

Heute folgte also die Südrunde auf Rügen. Zuerst südlich aus Stralsund heraus um nach Stahlbrode zu fahren. Wir wollten diesmal mit der Fähre auf die Insel. Dort angekommen mussten wir nur wenige Minuten warten, bis die Fähre anlegte. Relativ schnell waren alle runter und wir durften drauf.




Die Rügen-Fähre von Stahlbrode nach Glewitz musste heute auf der Fährfahrt bezahlt werden. Die Fahrt dauert knapp 15 Minuten, die einem sehr schnell vorkommen. Kaum abgelegt und bezahlt, noch wenige Fotos gemacht, mussten wir schon wieder aufsteigen um von der Fähre zu fahren.




Unsere erste Etappe führte uns zum Geburtshaus von Ernst Moritz Arndt. Er war ein deutscher nationalistischer und demokratischer Schriftsteller, Historiker und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Als Publizist und Dichter widmete er sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die Herrschaft Napoleon Bonapartes in Deutschland.




Auf der kleinen Rundreise von Groß Schoritz nach Schabernack sahen wir zuerst eine Menge Möwen. Die Straßen waren schmal oder 2-spurig, aber fast durchgehend befestigt. Die kleinen Ortschaften hier sind teils liebevoll gepflegt und werden wohl nur wenig von Touristen gestört.




Unmittelbar vor Schabernack sahen wir dann zufällig eine größere Ansammling von Kranichen. Schnell einen Fotostopp eingelegt und an diesem Anblick erfreut. So viele Kraniche hatte ich vorher noch nie auf einmal gesehen. Danach verließen wir Schabernack wieder und fuhren Richtung Garz weiter.




Da Steffen am Vortag ein wenig enttäuscht war, Prora nicht gesehen zu haben, plante ich es kurzerhand in der Südrunde mit ein. Somit fuhren wir zu einem Tankstopp bei Bergen, vorbei am Schlösschen "Klein Lichtenstein" in Lietzow, den vielen Rohren für die Gaspipeline aus Russland in Mukran bis nach Prora. Da mittlerweile alles verbaut bzw. genutzt wird, ist es nicht mehr wirklich möglich diesen kolossalen Bau zu sehen.




Von Prora aus, einmal quer über die Insel, um in Putbus kurz nach dem Rasenden Roland zu schauen. Da aber unser reservierter Termin in der Nautilus nahte, fuhren wir weiter Richtung Wrechen. Hier befinden sich sehr schöne Häuser und einige davon wurden gerade frisch mit Reet gedeckt.




In Neukamp angekommen, wurde geparkt um dann in der Nautilus zu speisen. Allen hat das Ambiente in diesem außergewöhnlichen Restaurant gefallen. Innen ausgestattet wie das U-Boot aus dem Roman "20.000 Meilen unter dem Meer" von Jules Verne.




Nun folgte die Fahrt auf das Mönchgut. In Sellin mussten wir dem Rasenden Roland Vorfahrt gewähren. Die Hauptstrecken auf der Ostseite der Insel sind leider sehr befahren, denn es gibt keine Ausweichstraßen, also mussten wir da durch.




Ziel war die Mönchguter Hofbrennerei "Zur Strandburg", die seit kurzem Störtebeker Brennerei heißt. Eigentlich sollte es einen Kaffee geben, aber den gab es hier leider nicht und die anderen Leckereien konnte wir nicht verkosten, da wir noch fahren mussten.




Das Cafe Moccavino, direkt am Wasser gelegen, hatte leider Ruhetag. Also weiter nach Middelhagen. Auch dort kein Cafe, sondern nur ein Restaurant. Weiter bis Lobbe und da fanden wir endlich einen schönen Rastplatz für uns. Es konnten sogar noch Fotos am Strand geschossen werden, bis wir an der Reihe waren. Corona entschleunigt alles.




Die nächsten Stationen waren das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker, die Strandbar in Klein Zicker mit Blick auf die Kite Schule und das Museumsschiff "Luise" in Göhren. Der Stopp am Bahnhof in Göhren wurde verlegt, da Clemens einen schönen Fotostopp etwas außerhalb kannte.




Der Download vom Fahrplan zeigte uns, dass wir ca. 5 Minuten warten mussten. Dann kam der Zug und wurde von allen abgelichtet. Wenn er an einem vorbei fährt kommt er einem recht schnell vor, obwohl der Zug eher gemächlich unterwegs ist.
Ein paar Wanderer kamen zu ihrem Fahrzeug zurück und sprachen mit Clemens, da sie aus seiner Region waren.




Extra für Steffen und Sabine wurde auf der beginnenden Rückfahrt noch ein Stopp in Sellin eingelegt um ihnen die Seebrücke zu zeigen. Darüber haben sie sich sehr gefreut. Ich wartete bei den Motorrädern um als Eintracht (Braunschweig) Fan einen netten Schnappschuss mit Motorrad zu machen.








Kaum in Sellin gestartet, fielen ein paar Tropfen vom Himmel. Wir fuhren noch eine Runde durch den Circus in Putbus, damit Steffen und Sabine das einmal sehen. Zum Fotografieren ist der Platz zu groß und durch die grünen Bäume auch nicht zu erkennen. Steffen hat bei der Kreisfahrt aber gefilmt. Dann noch einen letzten Kaffee-Stopp bevor wir die Insel verlassen wollten. Auf dem Weg nach Stralsund wurden die Tropfen etwas stärker, aber richtig naß wurden wir nicht wirklich. In Stralsund die Enttäuschung, dass alle Lokale ausgelastet waren. Also zum Griechen vom Vortag. Der freute sich so sehr, dass wir erneut bei ihm waren, dass es ausreichend "griechisches Wasser" zum Essen gab. Es war ein kurzweiliger Abend der aber wieder trocken endete. Das sollte auch für den Rest der Tour die letzte erhöhte Luftfeuchtigkeit gewesen sein. Was für ein tolles Wetter entgegen den Wetterprognosen.




Tiefsttemperatur      15,0 Grad
Höchsttemperatur      22,0 Grad
Tagesfahrleistung        206 km


7.Tag Donnerstag 10.09.2020

Die heutige Tagestour führt uns nach Fischland Darß.
Zuerst einmal durch Stralsund und nebenbei die teilweise schönen Häuser oder Bemalungen bestaunt. Kaum aus der Stadt gefahren, waren wir fast alleine auf der Straße. Hier oben kommt anscheinend selten ein Tourist vorbei. Das erste Zwischenziel sollte eine alte Allee werden.



Zuerst die große Enttäuschung, als wir eine "halbe" Allee durchfuhren und im Ort in einer Sackgasse endeten. Also Umkehren und zurück und siehe da, an einer Gabelung vor dem Ort einfach in die andere Richtung fahren und schon hatten wir die Allee des Jahres 2014 gefunden. Diese einmal hin und wieder zurück mit ausreichenden Fotos. Eine beeindruckende Allee mit wirklich altem Baumbestand. Die unbefestigte Straße stellte uns vor keine Probleme.




Der nächste Stopp wurde schon vor dem Besuch der Allee entdeckt, kurzerhand eingebaut und noch einmal wenige Meter zurück. Schon waren wir beim NABU Kranichzentrum. Dies wurde besichtigt und dort erfuhren wir von einem Beobachtungshaus. Flexibel wie wir sind, wurde dies spontan beschlossen und ebenfalls eingekippt.






Erneut die wenigen Meter im Ort zum dritten Mal gefahren, nur diesmal weiter in Richtung Günz. Das Schild "KRANORAMA" war zwar kaum zu Übersehen, jedoch kam die Einfahrt so plötzlich, dass wir schon wieder Umkehren durften. Diese Übung gehört bei unseren Touren ja schon zum Standard. Am Kranorama geparkt und auf den kurzen Fußweg bis zum Beobachtungshaus gemacht. Hier wurden wir gut informiert und bekamen jede Menge Kraniche zu sehen. Man sprach von 150-200 Stück.




Auf der weiteren Tour bogen wir in Barth außerplanmäßig ab um am Hafen einen Cappu zu trinken. Es wurde das zweite Lokal am Hafen, da im ersten Lokal eine Privatfeier lief und man für uns dort keinen Platz hatte. Nach dem leckeren Cappu orderten wir die Rechnung und was passierte dann? Dort im Lokal gibt es immer einen Eierlikör zur Rechnung. Schade das wir dort nicht öfter sind...




Als wir Barth verließen, kam ziemlich bald die Meiningenbrücke und wir waren auf dem Darß. Zuerst erreichten wir Zingst, danach Prerow, Wiek und schließich Born. Sehr viele Fahrradfahrer und Fußgänger, aber auch allgemein viel Verkehr. Es gab sogar einige, die zum Baden gingen. Alles in allem sehr voll hier und Dank Deich, kein Meer zu sehen.




In Born bewunderten wir die vielen schönen Haustüren und wir machten wir einen Abstecher zum Hafen. Dort angekommen gab es einen kleinen Fotostopp, bevor wir weiter wollten. Kurz hinter Born stand dann der Tisch mit den Stühlen für Riesen auf einem Feld. Wer da wohl zum Speisen Platz nimmt?




In Ahrenshoop wurde ein Stopp eingelegt um dem Strand einen Besuch abzustatten. Manuela fühlte sich hier sofort wohl, auch wenn sie nicht ins Meer springen konnte. Jens staunte nicht schlecht über die aufgerufenen Parkgebühren. Jetzt ist klar weshalb so viele zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.




Es war Zeit für die nächste Pause, aber es kam nicht wirklich ein Café. In Dierhagen Ost überquerten wir den Deich und fanden einen Campingplatz. Die hier aufgebaute Holzbude der Bäckerei Müller´s versprach uns "Alles aus eigener Herstellung". Bevor wir etwas erwerben konnten, testete Jens die Standfestigkeit der Bude mit seinem Holzkopf. Die Beule sollte ich ein paar Tage behalten. Manuela hatte eine eigenwillige Menüauswahl getroffen und erforschte anschließend den Strand. Die komplette Anlage gefiel allen gut.




Nun war die Runde über Fischland Darß auch schon zu Ende. Es begann also langsam der Rückweg nach Stralsund. Eine erneute Vollsperrung erforderte eine etwas größere Runde, allerdings auch mit schönen Straßen. Das Wetter war erneut hervorragend und ideal zum Motorrad fahren.




Da Steffen noch eine Tankstelle benötigte, wurde das Navi befragt. Eine der zwei angezeigten Tankstellen ist aber schon länger Geschichte. Zum Glück konnte er an der anderen Tankstelle volltanken und somit konnten wir weiter fahren. Auffällig war in Marlow der Sender Marlow. Ein 171 Meter hoher Mast auf einer 33 Meter hohen Erhebung. Er dient der Rundfunkübertragung und ist (wieder) in Betrieb.




Die letzte Pause bot sich in Richtenberg an, denn dort stand auf einem Hinweisschild "Aussichtsturm Seeblick". Die Fahrt endete auf einer Wiese und wir durften mal wieder Umkehren. Also weiter Richtung Stralsund, denn hier gab es leider nichts. Nette kleine Orte durchfuhren wir noch auf dem Weg zum Ziel und die ausgefallene Kaffeepause wurde auf Stralsund verschoben.






Jeder plante etwas für sich und somit spazierten Manuela und ich ein wenig durch die City. Die hohe mittelalterliche Backsteinkirche Marienkirche hatte leider schon geschlossen. Für Manuela gab es ein Eis auf den Weg zum Hafen. Bevor der Hafen erreicht wurde, schauten wir uns das hübsch restaurierte Heilgeistkloster an. Am Hafen angekommen dann der tolle Blick auf die Rügenbrücke. Das Licht war hervorragend für Fotos.
An der Gorch Fock angekommen, bewunderten wir einige Oldtimer, die dort postiert waren. Was für ein Anblick, Ost und West (Autos) nett vereint.






Kurz nachdem wir den Rückweg begonnen hatten, rief Clemens an, denn er hatte uns einen Platz in der Brasserie reserviert. Nach der Erfahrung vom Vortag wurde es heute von uns intelligenter gelöst. Das erste Mal gab es dort auch etwas zum Essen und nicht nur den Absacker. Diesmal ein Süppchen vorneweg und danach Fisch bzw. Sauerfleisch für mich. Der letzte Abend in Stralsund neigte sich dem Ende. Schnell noch das Hotel bezahlt und dann zur Nachtruhe begeben.





Tiefsttemperatur      15,5 Grad
Höchsttemperatur      19,5 Grad
Tagesfahrleistung        181 km


8.Tag Freitag 11.09.2020

Abreise aus Stralsund, vorbei an der Störtebeker Brauerei bis nach Greifswald. Dort vom Caspar-David-Friedrich-Blick auf Greifswald und die nördliche Stadtsilhouette ein Foto geschossen und dann weiter in die Stadt. Das Navi meldete 1,6 km Stau, also kurz zur Tankstelle und dann um Greifswald einen Bogen gemacht.




Der weitere Weg wurde von Vögeln begleitet, Mühlen gesehen und auch schöne, kleine Kirchen. Die Straßen waren überwiegend gut, aber schmal. Das bedeutete größte Vorsicht, da sich hier viele Radfahrer auf den Straßen ohne Radweg befanden.






Im gefühlten Nichts dann der Skulpturenpark Katzow. Ein Ziel, welches wir ohne Clemens vermutlich nie gefunden hätten. Hier gingen wir ein wenig über das sehr weitläufige Gelände und schauten uns einige der Skulpturen an. Manches gefiel uns, manches nicht, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Der Besuch hat sich jedenfalls gelohnt.




Vom Skulpturenpark aus, einen so genannten Katzensprung später, waren wir in Wolgast um dort eine Imbissbude zu Kaffee und frisch zubereiteten Fischbrötchen zu entern. Das Ende der Pause wurde bestimmt durch die Öffnungszeit der Klappbrücke.




Nach der Pause also aus dem Hafen heraus am Fisch vorbei zur Peene-Klappbrücke. Direkt auf der Insel Usedom angekommen, begegnete uns zuerst ein Zug. Die Gegenrichtung war ein einziger Stau. Wie gut, dass wir in unsere Richtung freie Fahrt hatten. Kaum die B111 verlassen, begegnete uns ein Brautpaar in einer Kutsche. Wir winkten ihnen zu und sie freuten sich anscheinend sehr darüber.




Der Abstecher von der B111 hat sich wirklich gelohnt. Erst die Hochzeitskutsche und dann noch die Allee Krummin. Zurück auf der B111 folgte der Abzweig nach Trassenheide. Ein ungeplanter Stopp von Steffen, da sein Motorrad irgendwo einen Vogel eingefangen hatte. Sämtliche Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos und somit erwiesen wir ihm die letzte Ehre. Der folgende Stopp teilte die Gruppe.




Während Sabine, Manuela und Clemens den Strand eroberten, fuhren Steffen und Jens mal schnell nach Peenemünde. Dort konnten wir einen Blick auf einen kleinen Teil vom Historisch-Technischen Museum Peenemünde werfen. Für einen Besuch hatten wir keine Zeit, aber Eindrücke sammeln für einen Besuch in der Zukunft. Dann fuhren wir wieder zurück um die Strandurlauber aufzusammeln.






Wieder zurück zur B111 und weiter über die Insel Richtung Osten. Unterwegs ein paar Sandfiguren gesehen, die teilweise schon zerfallen waren. Viele Radfahrer fuhren auf der Straße, da der Radweg gerade neu asphaltiert wurde. In Neppermin bogen wir dann ab Richtung Benz. Sehr passend dort das Ferienhaus Mercedes in Benz. Kurz danach eine kleine "Offroad Einlage" um zur einzigen Holländerwindmühle der Insel Usedom zu kommen.




Hier gab es eine ausgiebige Pause bei Cappu, Kuchen und anderen Leckereien. Mit anderen Gästen wurden Fachgespräche geführt und die "Harley-Davidson Räumlichkeiten" aufgesucht (Eine Tür für Harley und eine Tür für Davidson).
Auf der Abfahrt passte Jens auf, dass er nicht wieder in die ausgespülte Rinne gelangte. Dies gelang ihm und die Fahrt konnte fortgeführt werden.





Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und der vollen Straßen wurde der Besuch im Kaiserbad Ahlbeck mit der Seebrücke gestrichen. Als Ersatz fuhren wir kleine und kleinste Straßen parallel zur B110. Hier begegneten uns deutlich mehr Fahrräder als Autos, aber der Straßenzustand erklärte das auch. Die Motorräder durften zeigen wie gut ihre Federungen sind. Die hatten jedenfalls ordentlich zu tun.




Das Schloss Stolpe in Stolpe ist ein Herrenhaus. Hier hielten wir für einen Fotostopp. Außerdem sahen wir hier unser nächstes Brautpaar. Die bunten Schweine entdeckte nicht jeder, aber sie wurden zur Erinnerung abgelichtet. 2018, zum 800- jährigen Dorfgeburtstag, gab es ein Fest. Im Mittelpunkt dieses Festes standen viele bunte Schweine, die von Einwohnern liebevoll künstlerisch gestaltet wurden: "In Stolpe fühlt man sich sauwohl"




Das Ende unseres Usedom Abstechers nahte. Zu meinem Glück nahm Manuela diesmal kein Schiff als Andenken mit. Die Zecheriner Brücke querten wir und danach das Peenetal. Weiter ging es Richtung Anklam. Hier erwartete uns eine Baustelle mit Ampel, aber der Stau war nur 3 Ampelschaltungen.




Von Anklam aus, über Nebenstrecken, kamen wir an der Burg Spantekow vorbei. Ein spontaner Stopp wurde eingelegt. Die Festung Veste Spantekow, die älteste und bedeutendste Renaissance-Burganlage Norddeutschlands. Was wir so alles auf unseren Touren entdecken. Einfach phantastisch.






Die weitere Fahrt führte uns über abgelegene Straßen, bis wir an einen gesperrten Weg kamen. Die Ausweichroute von Clemens brachte uns erneut Kraniche zum Bewundern. Diese Tour zeigte mir mehr Kraniche, als im gesamten Leben vorher. Abseits der großen Straßen begegneten wir aber auch ebenso vielen Treckern. Einziger Unterschied war, dass die Trecker nicht vor uns flüchteten.




Die letzte Etappe führte uns durch Neubrandenburg. Eine Stadt mit sehr extremen Gegensätzen. Hier die nette Altstadt und dort die vielen Hochhäuser. Einige Hochhäuser wurden schon "verschönert", aber es gab auch nicht so schöne Anblicke. Nach dem Verlassen der Stadt fuhren wir am Tollensesee entlang zu unserem heutigen Tagesziel.




Neustrelitz. Schon die erste Fahrt in diese Stadt überraschte Positiv. Die frühere Residenzstadt mecklenburgischer Herzöge und einstige Landeshauptstadt von Mecklenburg-Strelitz hinterlässt einen guten und gepflegten Eindruck. Unser Öko-Hotel (gebaut aus Lehm und Holz) in der Basiskulturfabrik hatte zwar Zimmer, aber keine Plätze zum Essen. Somit gab es einen kleinen Fußmarsch in den Hafen vom Zierker See. Dort bekamen wir zwar nur einen Platz innerhalb des Lokales, aber besser als kein Essen zu bekommen. Nach dem Essen zurück in die Fabrik, wo es noch einen Absacker gab. Danach verabschiedeten sich alle, denn jeder nächtigte in einem anderen Gebäude.




Tiefsttemperatur      14,0 Grad
Höchsttemperatur      21,0 Grad
Tagesfahrleistung        270 km


9.Tag Samstag 12.09.2020

Abfahrt in Neustrelitz mit einer Umrundung des Marktplatzes. Dieser hat die Form eines Stop-Schildes und an allen 8 Ecken gehen Straßen ab. Danach langsam aus dem Ort heraus, vorbei an einem Kreisverkehr mit einer riesigen Strelitzie.






Zwischen Useriner Mühle und Klein Quassow querten wir die Havel, die hier den Woblitzsee, den Großen Labussee und den Useriner See verbindet. Hier ist die Havel noch recht Übersichtlich. Die Gegend hier ist schön und nicht Überlaufen.






In Prebelow, am Großen Prebelowsee, standen wir praktisch auf der Grenzlinie zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Während unserer Anwesenheit kam ein Paar mit 4 Einzelteilen um sich daraus dann ein Kanu zu basteln. Scheint zu halten, sah aber nicht Vertrauensvoll aus. Bis zur ersten Fahrt waren wir aber schon weiter gefahren.




In Rheinsberg angekommen, wurde zuerst ein Fotostopp am Schloss eingelegt. Mancher fuhr auf die andere Seite, mancher lief in den Park und am Ende fanden sich alle bei einem Fleischer ein mit leckerem Cappu und weiteren Köstlichkeiten. Da in diesem Gebiet Tankstellen sehr spärlich sind, wurde ein Abstecher eingeplant um nicht Schieben zu müssen.




Durch Stechlin bis nach Fürstenberg/Havel, mit Blick auf die Schleuse zum Baalensee. Weiter kamen wir an Himmelpfort vorbei, vermutlich wie Himmelsthür (Stadtteil von Hildesheim), zur Weihnachtszeit ein viel beachteter Ort. In Lychen gelang uns keine Rast am Wasser, aber wir mussten dem Schienenverkehr Vorrang gewähren.




Laut Clemens seiner Tourplanung sollte eine Allee- und Kopfsteinpflasterstraße folgen. Beides hatte wir zur Genüge, aber hat immer wieder Spaß gemacht. Der Weg führte uns bis nach Templin. Templin ist die flächengrößte Stadt im Landkreis Uckermark. Das historische Rathaus am Markt war einen Stopp wert.




In irgend einem Druckwerk wurde erwähnt, dass es in Ahlimbsmühle einen Bikertreff gibt. Also steuerten wir ihn an. Kurz vorher kamen uns auch mehrere Motorräder entgegen. Fast wären wir am Treffpunkt vorbei gefahren, aber wir schafften gerade noch die Wende. Eine ausgedehnte Pause bei Kaffee, Wasser und Bockwurst zeigte aber, dass außer unseren 3 Motorrädern niemand anderes hier war. Egal, wir waren da und haben es gesehen.




Was nach dem Stopp folgte, war der Hammer. Eine Landstraße ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, auf der wir jedoch freiwillig nur ca. 30 km/h fuhren. Das war eine Rüttelstrecke pur und Clemens nahm sich zur Entlastung ein kurzes Stück den Radweg (wir haben ja "Räder"). Der nächste Ort heißt Reiersdorf.






5 Tage nach der 10.000 km Marke standen dann die fünf 11111 da. Danke Manuela für die Fotodokumentation.

Eberswalde wurde nur kurz gestreift um endlich ein paar Kurven vorzufinden. Sogleich gab es ein überdimensionales Warnschild.





Nun kam Niederfinow. Das 1934 in Betrieb genommene Schiffshebewerk Niederfinow ist das älteste noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands. Es überwindet einen Höhenunterschied von 36 Metern und ist ein geschütztes Industriedenkmal. Parallel dazu wird ein neues Hebewerk für größere Schiffe gebaut.




Auf dem weiteren Weg passierten wir erneut eine Klappbrücke und mussten einen Zug fahren lassen. Dann kam, was kommen musste. Eine erneute Streckensperrung. Gefühlt haben wir sie alle gefunden, aber warum nur auf unserer Route?






In Neuhardenberg kurz für ein Foto vom Schloss Neuhardenberg angehalten um dann ein Stückchen zurück zu fahren. Dort sollte die Gutsbäckerei unser Pausenstopp werden. Leider war Samstag 16:30 Uhr und somit wurde gerade der Feierabend eingeläutet. Kurzerhand wurde beschlossen direkt zum Hotel zu fahren, denn wir waren ja fast da.




In Seelow angekommen, bog Clemens dann doch noch einmal ab um zur Gedenkstätte Seelower Höhen zu fahren. Es ist zwar ein trauriges Kapitel, aber es gehört zu unserer Geschichte dazu. Was wir festgestellt haben, es waren viele dort, egal ob von fern oder nah. Manch älteres "DDR Modell" durfte bewundert werden.




Wir wussten das wir einen Platz im Restaurant haben und da der Tag zur Neige ging, fuhren wir jetzt endlich zum Hotel. Hier lief alles sehr Vorbildlich, was die Corona Schutzmaßnahmen betraf. Wir bezogen die Zimmer und trafen uns zum Essen. Es war ein netter und kurzweiliger Abend, auch wenn es der letzte gemeinsame Abend sein würde. Die Rückreisen wurden entsprechend geplant und abgesprochen und um die gestressten Stimmbänder zu schmieren, wurde genug getrunken.




Tiefsttemperatur      17,0 Grad
Höchsttemperatur      27,0 Grad
Tagesfahrleistung        228 km


10.Tag Sonntag 13.09.2020

Beim letzten gemeinsamen Frühstück wurden die Tagespläne besprochen. Clemens machte sich dann als Erster auf den Weg. Wir starteten wieder 9:30 Uhr, wie jeden Tag. Der Weg führte uns durch Briesen (Mark), Berkenbrück, Fürstenwalde/Spree, Hangelsberg bis nach Erkner.




In Erkner überraschte uns eine Streckensperrung aufgrund einer Radsportveranstaltung. Somit durften wir kreuz und quer durch Erkner, aber nicht zu unserer geplanten Route, sondern am Müggelsee vorbei Richtung Berlin. Das Schlimmste war hier das Anhalten/Anfahren an jeder Ampel. Es war schon sehr warm.




Endlich an der Spinner-Brücke angekommen, warteten schon Bekannte auf einen Kaffee und Plaudereien auf uns. Wir machten in diesem Bikertreff eine ausgiebige Pause. Kein Vergleich zu unserem letzten Bikertreff...
Hier hätten wir alle bestimmt noch eine ganze Zeit sitzen bleiben können, aber der Heimweg war noch lang.





Von der Spinner-Brücke fuhren wir Richtung Potsdam über die Glienicker Brücke. Hier gab es im kalten Krieg legendäre Fälle von Agentenaustausch zwischen Ost und West. In Potsdam wurde wieder Vollgetankt und einmal falsch abgebogen. Durch ein Wohngebiet mit Kopfsteinpflaster zurück auf die Route und raus aus der Stadt. Hier war zu viel los an einem Sonntag bei herrlichstem Wetter.




Nun fuhren wir durch das Havelland. Entweder es waren viele Seen, oder endlose Ackerflächen, aber auch wieder wunderschöne Alleen.
Als es Zeit für eine Pause war, kamen wir an einem Café vorbei. Anscheinend stand die komplette Region an. Somit ließen wir dieses Ziel rechts liegen.



In einem kleinen Ort (Liepe) kamen wir an der Alten Brennerei vorbei. Ein Blick zurück und den Biergarten erkannt. Somit wendeten wir und fuhren ein Stück zurück. Es gab eine ausgiebige Pause bei einer sehr freundlichen Bedienung und leckeren Spezialitäten. Besonders der angepriesene, frisch gepresste Bananensaft aus eigener Ernte... sie meinte Birnensaft und alle mussten Lachen. Hoffentlich kommen wir da mal wieder hin.




Kurz danach kamen wir nach Rathenow, die Stadt der Optik. Von dort aus über die Elbe bei Tangermünde und weiter die B188. Hier erwartete uns nichts Erwähnenswertes mehr, also schnellstmöglichst weiter. Langsam stand die Sonne sehr tief und wir fuhren schließlich gen Westen.




Da der Allerwerteste nach einer Verschnaufpause rief, aber in den durchfahrenen Orten keine wirkliche Möglichkeit bestand, nutzen wir in Solpke den Parkstreifen in einer Seitenstraße. Hier wurde verabredet, dass wir abends gemeinsam beim Griechen essen wollen. Also mal schnell das Handy rausgeholt und nachgefragt bis wann Küche ist. Alles gut, wir dürfen kommen.




Die letzten Kilometer in Sachsen-Anhalt, dann die ehemalige Grenze und wir waren zurück in Niedersachsen. Jetzt stand die Sonne schon so tief, dass mit Dunkelheit vor Erreichen vom Hotel zu rechnen war. Somit fuhren wir die letzten 20 Kilometer Autobahn. Wir setzten Steffen und Sabine am Hotel ab, brachten unser Motorrad weg, wechselten die Klamotten und holten die beiden mit dem Auto ab. Beim Griechen wurden wir schon erwartet, hatten super leckeres Essen und viel Spaß. Außerdem verabredeten wir uns für den nächsten Tag um bis Hameln noch ein wenig mitzufahren. Danach brachten wir die Beiden zurück ins Hotel und fuhren nach Hause.




Tiefsttemperatur      17,0 Grad
Höchsttemperatur      25,5 Grad
Tagesfahrleistung        368 km


11.Tag Montag 14.09.2020

Der gewonnene Tag...
Zuerst Steffen und Sabine am Hotel eingesammelt. Dann möglichst schnell aus der Stadt heraus, vorbei an der Wilhelm-Schimmel-Pianofortefabrik. Weiter über den Stichkanal nach Salzgitter bis Lengede. Steffen und Sabine kurz vom Grubenunglück von Lengede berichtet (24. Oktober 1963) und dann weiter über kleine Landstraßen.




Über Reppner, Lesse, Berel, Nettlingen, Grasdorf, Holle und Sottrum kam uns nicht wirklich viel Verkehr entgegen. Jetzt waren wir auch schon westlich der A7. Da ich von meiner ausgearbeiteten Tourplanung ein klein wenig abgewichen bin, erwartete uns gleich eine kleine Überraschung.




Von Sottrum einen Haken geschlagen um durch Hackenstedt nach Söder zu kommen. Hier stoppten wir an dem Schloss Söder. Das Schloss Söder ist ein barockes Wasserschloss. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und kann deshalb nur von außen besichtigt werden. Die Familie betreibt auf dem Schlossareal heute eine Pferdezucht.




Nach Söder gibt es sogar ein paar Kurven auf dem Weg nach Nette. Jetzt geht es ein wenig im Zick Zack durch Bad Salzdetfurth bis nach Diekholzen. Hier fanden wir endlich einen geeigneten Ort für eine Pause im Cafe Engelke. Uns wurde sogar der große Sonnenschirm aufgespannt, denn die Sonne brannte schon bei deutlich über 22 Grad.




Nach der Stärkung die nächsten Kurven Richtung Gronau (Leine). Von dort aus in den Ith um von Lauenstein nach Bessinghausen wieder einige, für unsere Gegend, spektakuläre Kurven zu fahren. Anschließend tauchte das Kernkraftwerk Grohnde auf und wir waren an der Weser angekommen. Nur noch wenige Kilometer bis Hameln.




In Hameln die Motorradparkplätze in der Innenstadt aufgesucht. Alle Helme verstaut und dann erst einmal zum Pferdemarkt auf einen Cappu. Nach der Erholungspause das Hochzeitshaus angesehen und gelesen, dass das Glockenspiel in knapp 30 Minuten stattfindet. Also einen kurzen Abstecher zur Weser. Dort schwamm eine Schildkröte herum und auf der nahe gelegenen Brücke natürlich eine Ratte.

Pünktlich zurück am Hochzeitshaus nahmen alle ihre Positionen ein um dem Rattenfänger Figuren- und Glockenspiel beizuwohnen. Stattliche 8 Minuten verharrten die Video begeisterten Paparazzi, wobei Steffen zum Ende fast sein Handy fallen ließ. Dank eines genialen Reflexes hat er es sicher aufgefangen. Nur der Ärger über das "versaute" Video beschäftigte ihn noch eine Weile.




Die Rattenfänger Statue sollte unser letzter Besuch sein, bevor wir uns trennten um alle nach Hause zu fahren. Überall in der Stadt befinden sich die Ratten auf den Wegen. Lauter begeisternde Bauwerke in dieser hübschen Stadt. Das Stiftsherrenhaus und auch das Museum. Nachdem wir also alles abgelichtet hatten, gingen wir zurück zu den Motorrädern. Wir verabschiedeten uns, denn Steffen und Sabine hatten den weiteren Weg bis nach Hause.




31 Grad und mehr machen beim Motorrad fahren nicht wirklich Spaß. Also beschlossen wir direkt die B1 zurück zu nehmen. Nicht schön, aber schnell - dachten wir. Immerhin 4 Vollsperrungen auf unserem Heimweg. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich gleich die Hintour auch zurück gefahren. Trotzdem sind wir gut angekommen, noch kurz Vollgetankt (um die Endabrechnung der Tour abzuschließen) und dann das Motorrad wieder in die Garage gebracht. Putzen kommt die folgenden Tage erst, denn dazu ist es einfach zu warm. Eine sehr schöne Schottland-Ersatztour ist zu Ende mit ganz hervorragenden Impressionen und Erlebnissen.


Tiefsttemperatur      20,0 Grad
Höchsttemperatur      31,5 Grad
Tagesfahrleistung        249 km


Fähre Rogätz         4,00 €
Wittower Fähre         4,20 €
Rügen-Fähre         6,00 €
Hotelkosten (incl. Frühstück und Kurtaxe)     913,66 €
verbrauchter Sprit     123,38 Liter
Spritkosten     154,19 €
Gesamtfahrleistung        2712 km