Das 16. Colt Motorcycle weekend in Thüringen

03. - 05.07.2020


Meine sechste Teilnahme an einer Colt Tour und schon die zweite Tour als ehemaliger Mitarbeiter.

Das erste Mal waren es mehr "Ehemalige", als Mitarbeiter.


1.Tag Freitag 03.07.2020


Anreise nach Oberhof

Vormittags erst einmal eingekauft, da ich einen Kollegen auf meiner Anreise einen Besuch abstatten werde und ihm etwas mitbringe, was es bei ihm nicht gibt. Danach das Motorrad gesäubert, denn es sollte ja gut aussehen auf den kommenden Fotos. Erst einmal ordenlich Einschäumen und dann kommt auch wieder die Farbe zum Vorschein. Nach dem Abledern die Putzmaterialien in die Garage bringen, das Motorrad beladen und dann startete meine Tour.



Der Weg führte mich über den Harz Richtung Nordhausen. Die teilweise kahlen Bäume sehen wirklich bedrohlich aus. Zum Glück ist es nicht im ganzen Harz so traurig. Nach dem Harz fuhr ich diesmal in Wieda nachsehen, was aus einer Forellenzucht einer unserer früheren Treffen, geworden ist. Das liegt leider brach. Dann entschied ich mich, durch Nordhausen zu fahren um zu sehen, wo ich damals gearbveitet habe. Da hat sich viel verändert, aber es war doch vieles noch zu erkennen. Zur Mittagspause stoppte ich in Sondershausen bei meiner favorisierten "Hörchner Landfleischerei Seega". Dort gab es einen "Roster" auf die Hand, bevor ich zu Kaffee und Kuchen zum Kollegen nach Rockstedt fuhr. Die Freude über meinen mitgebrachten Einkauf war auch groß und nach dieser Pause sollte es zum nächsten Etappenziel gehen.

Niederdorla - Deutschlands geographischer Mittelpunkt

Zitat von der Platte an der linken Seite des Gedenksteins:

...Es wurden die entferntesten Punkte in der Nord-Süd- und Ost-West-Richtung gewählt. Die geographischen Koordinaten ergaben, dass sich an dieser Stelle der Mittelpunkt Deutschlands befindet...

Zitat Ende

Auf der letzten Etappe dann etwas mehr Verkehr wegen landwirtschaftlichem Gerät auf der Fahrbahn. Bis er endlich freiwillig Platz machen konnte, war eine mehrere hundert Meter Schlange hinter ihm. Leider hatte meine Kamera Besuch eines Flugobjektes, was ich natürlich während der Fahrt nicht bemerkte.
Ansonsten war die Fahrt für einen Freitag sehr entspannt. Nicht wirklich viel Verkehr und das Wetter war auch sehr positiv. Warm und trocken, so wie man sich das wünscht.

In Oberhof angekommen, fuhr ich zuerst am Hotel vorbei um fü,r den Samstag noch vollgetankt bereit zu sein. Die Tankstelle war nicht sehr weit weg und danach dann endlich zum Hotel Thühringenschanze. Einchecken und Zimmer beziehen. Die ganzen Mitfahrer begrüßt und dann vor dem Abendessen ein verdientes "Ankommbier" getrunken. Mitten in die Fachsimpeleien kam dann der freundliche Hinweis vom Hotel, dass wir zum Essen kommen können.


Zum Essen gab es heute folgende Auswahl:
Hauptgerichte:
Gulasch vom Rotwild mit Preiselbeerrahm, Rosenkohl und Thüringer Klößen
Spaghetti Bolognese mit italienischem Hartkäse und Salatteller
Dessert: Vanille Rosinen Pudding mit Sahne

Die Kurkarte soll uns diverse Vergünstigungen bringen, aber vermutlich nicht bei unseren Aktivitäten.

Noch ein kleiner Verdauungsspaziergang zum heutigen "Ahorn Panorama Hotel Oberhof". Das damalige "Hotel Panorama", als Interhotel der DDR im Jahre 1969 gebaut, erinnert in der Form an zwei Sprungschanzen. Heute steht es sogar unter Denkmalschutz.

Abends wurde dann noch abgestimmt welche Gruppen welche Touren am nächsten Tag fahren wollen. Dann war bald die Nachtruhe erreicht und der erste Tag neigte sich dem Ende.


Tiefsttemperatur      17,5 Grad
Höchsttemperatur      24,5 Grad
Harz      14,0 Grad
Tagesfahrleistung        262 km


2.Tag Samstag 04.07.2020


Auf dem Zimmer noch vor dem Frühstück schnell die Tour auf Wunsch der Teilnehmer umgebaut und dann zum Frühstück gegangen. Nachdem alle satt waren, wurde sich fertig gemacht zur Tour. Es fanden sich 4 unterschiedliche Gruppen, die nach und nach starteten. Wir wollten Richtung Ostthüringen, doch mussten wir erst noch schnell an die Tankstelle, da es nicht alle am Vortag geschafft hatten. Dann mussten wir Richtung Crawinkel fahren, da die Strecke nach Zella-Mehlis gesperrt war.


Über Rudolstadt wollten wir möglichst schnell nach Ziegenrück. Einige neu gemachte Straßen forderten kilometerlang 30 km/h, was wir natürlich eingehalten haben. Die einzige Möglichkeit zum Parken für ein Foto herunter auf Ziegenrück belegten diverse Cabrio-Oldtimer. Wunderschöne Autos machten eine Ausfahrt bei wunderschönem Wetter. So fuhren wir weiter bis zum Bleilochstausee. Dort fanden wir sogar ausreichend Motorradparkplätze und es roch schon nach Kaffee. Durch das mittelalterliche Burggelände führte der Weg und wir mussten auch den Kopf einziehen.


Was für eine schöne Pause. Schnell noch jemandem zum Geburtstag gratuliert und gehört, dass es zu Hause regnet. Also alles richtig gemacht!

Saalburg am größten Stausee Deutschlands. Da war ich schon oft in der Nähe, aber noch nie hier. Ein wirklich lohnender Besuch und sicherlich nicht mein Letzter.


Meine letzte Etappe führte dann nach Mödlareuth. Kurz vor dem Ziel dann eine Tankstelle für die Fahrer mit großem Verbauch. Dort trafen wir die andere Gruppe, die diese Tour gegen den Uhrzeigersinn gefahren sind. In Mödlareuth ein wenig alles angesehen und von Thüringen nach Bayern und zurück gegangen. Dieser Ort ist auch einen Besuch wert. Kaum vorstellbar wie die Grenze genau durch den Ort verlief.

Die Rückfahrt übernahm jetzt, wie vorher abgesprochen, Jürgen. Somit rückte ich von der ersten Stelle an den letzten Platz der Gruppe. Hinterher fahren macht auch Spaß.


Unsere Runde führte uns Richtung Kronach durch Bayern. Ein Mal musste Jürgen sein Navi neu "füttern", aber danach lief alles rund. Dann haben wir eine wirklich leckere Bäckerei mit Café gefunden und ein kleines Stückchen Kuchen zum Kaffee verzehrt. Überrascht war ich, als ich gesehen habe, dass wir auf dem Rennsteig war. Ich wusste noch gar nicht, dass der Rennsteig auch in Bayern verläuft.

Nach dieser Pause wurde beschlossen die nächste Tankstelle aufzusuchen und danach zurück nach Oberhof zu fahren.


An der Tankstelle dann sogar Mix 1:50 entdeckt. Das gibt es hier in der Region überhaupt nicht mehr. Ein kleiner Ort auf dem Heimweg hatte den schönen Namen "Allzunah", der irgendwie in dieser wirren Zeit eine völlig neue Bedeutung bekommt.

An einer der letzten großen Kreuzungen riss ich als letzter ab, da Querverkehr Vorrang hatte. Es war nicht mehr weit bis Oberhof, jedoch holte ich die Gruppe nicht mehr ein. Weshalb ich aber als dritter am Hotel ankam, ist keinem klar gewesen. Überholt habe ich jedenfalls niemanden.

Nach dem letzten Abendessen gab es noch viele Gespräche und auch Vorschläge für 2021. Wohin es geht, steht aber noch nicht fest.

Zum Essen gab es heute folgende Auswahl:
Vorspeise: Zwiebelsuppe mit Käsecroutons
Hauptgerichte:
Streifen von der Putenbrust mit Champignons, Erbsen, Butterspätzle und Salatteller
Kohlroulade mit Petersilienkartoffeln und Salatteller

Tiefsttemperatur      14,0 Grad
Höchsttemperatur      23,5 Grad
Tagesfahrleistung        318 km


3.Tag Sonntag 05.07.2020

Nach dem Frühstück wurde die Rechnung gezahlt, die Sachen gepackt und das Motorrad beladen. Einige Tropfen fielen vom Himmel und so beschloss ich, die Membran wieder in Jacke und Hose zu machen. Dann begann kurz nach 9 Uhr die große Verabschiedung und ich startete die Heimreise.

Sehr lange fuhr ich hinter 5 Motorrädern aus dem Raum Hamburg hinterher. Sie befanden sich offensichtlich auch auf dem Heimweg. Regen hatte ich nicht wirklich. 10 - 15 Tropfen auf die ersten 50 Kilometer sind praktisch nichts. Der Himmel war bewölkt und der Wind teilweise recht stark. Das Fahren war aber sehr entspannt am Sonntag Vormittag.

Auf dem Hinweg konnte ich kein Foto mit dem Motorrad am Mittelpunkt Deutschlands machen. Daher beschloss ich, dort noch einmal hin zu fahren. Diesmal war ich praktisch alleine dort und konnte auf den kleinen Platz fahren. Schnell die Fotos geschossen und schon kam ein weiterer Interessent. Ich fuhr dann weg, damit auch er seine Fotos machen konnte. Ich war zufrieden und plante jetzt die Heimfahrt auf direktem Weg über den Harz.

Dann hatte ich einen geschlossenen Bahnübergang auf dieser Tour. Jetzt wurde es immer wärmer. Die Temperatur ging sehr deutlich über die 20 Grad hinaus, aber ich wollte nicht für die letzten Kilometer die Membran heraus nehmen. So musste ich bis zu Hause ein wenig schwitzen.




Eine letzte Pause, eine kurze Nachricht nach Hause und noch das Wasser ausgetrunken. Durch die Hitze musste entsprechend Flüssigkeit zu mir genommen werden. Dann noch kurz vor zu Hause Vollgetankt um auch den Bericht abschließen zu können und dann das Motorrad in die Garage gestellt. Noch ein letztes Foto vom Tacho mit Zielzeit und Kilometerstand und dann mit dem Gepäck nach Hause gelaufen. Dort schaute ich mir erst einmal das Präsent vom Hotel an. Ein Kühlschrankmagnet. Eine nette Geste!

Nun freue ich mich auf die Tour nächstes Jahr und die vielen netten "Ex-Kollegen".

Tiefsttemperatur      16,0 Grad
Höchsttemperatur      28,0 Grad
Tagesfahrleistung        277 km


Hotelkosten (incl. Frühstück und Halbpension)    177,00 Euro
Kurtaxe        4,00 Euro
verbrauchter Sprit      39,65 Liter
Spritkosten      51,11 Euro
Gesamtfahrleistung         857 km