Das 13. Colt Motorcycle weekend in Bischofshofen/Österreich

30. Juni - 02. Juli 2017


Meine dritte Teilnahme an einer Colt Tour


1.Tag Donnerstag 29.06.2017



Da ich heute erst in die Firma nach Düsseldorf musste, wollte ich mit dem Motorrad anreisen, damit ich nicht extra wieder nach Hause muss. Zufällig erzählte mir Dirk das er am Donnerstag nach Monheim muss, sein neues Motorrad abholen. Somit konnten wir die Anreise gemeinsam planen. Kurz vor unserem Ziel trennten sich dann die Wege.
Nach erfolgreicher Arbeit startete ich dann den Weg nach Ulm zu meinem Hotel alleine. Es lief, trotz Feierabendverkehr, recht gut und nur zwischen Worms und Mannheim gab es ein wenig leichten Regen. Später erfuhr ich das Dirk auf dem Rückweg richtig nass wurde, aber das war ihm an dem Tag wohl egal.
Damit ich in Österreich Sorgenfrei sätliche Strassen nutzen kann, wurde eine 10-Tages Vignette angebracht.


Da ich dachte ich bin als Letzter im Hotel angekommen, machte ich mich auf den Weg ein wenig Ulm zu erkunden. Immerhin mein erster Besuch in dieser Stadt. Der Weg führte mich zum Ulmer Münster, den man nicht übersehen kann. Später sah ich noch den Delphinbrunnen und das Rathaus. Es war noch recht angenehm um nur im T-Shirt durch die Strassen zu laufen. Bei der Suche noch ein Lokal zu finden dachte ich schon fast zu scheitern, denn es war mittlerweile 22 Uhr.




Dann fand ich ein Lokal - Barfüßer die Hausbrauerei. Zuerst fragte ich und war erfreut das sie bis 23 Uhr warme Küche haben. Ich nahm Platz und bestellte mir eine Kleinigkeit. Das Lokal war gut besucht und das Kaltgetränk auch richtig lecker. Später konnte ich lesen das dies Lokal in Neu-Ulm ursprünglich ein Offizierskasino war. Nachdem ich satt und zufrieden war, begab ich mich zurück auf den Weg zum Hotel.




Auf dem Heimweg ist mir dann ein Barbier aufgefallen, der ein Motorrad im Ladengeschäft stehen hat. Ob man auf diesem Gefährt sitzend die Haare geschnitten bekommt? Bestimmt gibt es hier "Helmfreundliche Frisuren"
Am Hotel angekommen dann noch schnell die fehlenden Sachen aus dem Motorrad geholt und den ersten Tag etwas Revue passieren lassen. Danach begab ich mich zur Nachtruhe und stellte den Wecker zum Frühstück, denn die Kollegen hatten sich gemeldet das sie ebenfalls im Hotel angekommen waren.
Leider fand ich diese Nachricht erst bei der Rückkehr, denn das Handy musste geladen werden. Ansonsten hätten wir gemeinsam Essen können...

Tiefsttemperatur      15,5 Grad
Höchsttemperatur      24,5 Grad
Tagesfahrleistung        836 km


2.Tag Freitag 30.06.2017

Den heutigen Tag fuhr ich begeistert hinterher. Dadurch lernte ich auch neue Strecken kennen. Zuerst ging es recht zügig bis nach Füssen um durch den 1284 Meter langen Grenztunnel nach Österreich zu fahren. Dort bogen wir dann ab Richtung Plansee, wo wir unsere erste Kaffeepause bei schönem Wetter einlegen konnten. Nach der Pause ging es sehr kurvenreich Richtung Garmisch-Partenkirchen und weiter bis nach Wallgau.




Kurz hinter dem Ort bogen wir ab auf die Mautpflichtige Strasse Wallgau-Vorderriß. Hier war ich ebenfalls noch nie. Die Strasse führt durch das Obere Isartal im Karwendelgebirge entlang. Wir machten einige Fotostopps an der Isar und der Holzbrücke.




Nach der Mautstrecke kamen wir zur Fallerklamm Brücke über den Sylvensteinsee hinweg. Hier gab es einen erneuten Fotostopp. Spannend wurde die Weiterfahrt, denn Udo dachte am Ende der Brücke gibt es eine Abfahrt vom Gehweg, genau wie die Auffahrt. Dem war nicht so und er musste ganz vorsichtig die doch recht hohe Stufe herunter ohne Aufzusetzen. Dies gelang ihm hervorragend und dann fuhren wir einige Kilometer weiter zum nächsten Fotostopp.




Mal wieder der Achensee, aber Udo und Jürgen hatten hier noch nie gestoppt um die Aussicht zu genießen. Somit lernte heute jeder etwas Neues kennen und es wurde nie Langweilig. Die andere Reisegruppe hatte allerdings so viel Vorsprung das wir sie am folgenden Treffpunkt sicher nicht mehr antreffen werden.




Der auserwählte Treffpunkt wurde trotzdem angesteuert, denn hier waren bisher alle vorbei gefahren und wir wollten uns die Aussicht einmal gönnen. Bei einer Tasse Kaffee schauten wir ins Tal und sahen den Tunnel ins Zillertal. Der Wind war hier allerdings recht heftig und plötzlich machte sich der Sonnenschirm neben uns selbstständig. Zum Glück ist niemandem etwas passiert.




Im Zillertal bogen wir dann ab zum Gerlosspass. Einige Wohnmobile hielten den Verkehr auf, aber mit dem Motorrad kam man doch recht zügig daran vorbei. Kurz hinter der Mautstelle dann ein erneuter Fotostopp mit Blick auf die Krimmler Wasserfälle. Immer wieder ein schöner Anblick und irgendwann habe ich vielleicht auch mal die Zeit dort hin zu wandern. Danach führte uns der Weg an den Hohen Tauern entlang Richtungg Zell am See. Verkehrsbedingt bin ich von den zwei Vorfahrenden abgerissen, was aber nichts machte, da ich den Weg wusste.




In Zell am See stiess ich wieder zu den anderen Beiden, die ein Pause vor einem goldenen "M" machten. Hier stand dieser flauschige Wagen eines Niederländers. Wie dies Auto wohl bei Regen aussieht? Die Farbe war jedoch wirklich krass.
Nach dieser Pause kamen nur noch 40 Kilometer bis zum Ziel. Dort waren schon einige eingetroffen und es wurden die Zimmer bezogen. Abends gab es dann ein gemeinsames, leckeres Essen und viele nette Gespräche mit Kollegen aus unterschiedlichen Ländern.
Meine nicht warm werdende Dusche wurde umgehend vom Hotelpersonal instand gesetzt, so daß ich abends warmes Wasser hatte.


Tiefsttemperatur      14,5 Grad
Höchsttemperatur      23,0 Grad
Tagesfahrleistung        424 km


3.Tag Samstag 01.07.2017

Morgens rauschte es draußen als ob es heftigst regnet, aber das war nur ein rauschender Bach hinter dem Hotel. Die Aussicht auf die Sprungschanze von Bischofshofen hatte ich direkt vor dem Fenster. Zwischen den Gebäuden standen einige Motorräder geparkt und zum Frühstück musste das Gebäuder gewechselt werden. Die Häuser gehören zusammen.




Die Kollegen aus Wien hatten sich Gedanken über die Tour und das vorhergesagte Wetter gemacht. So wurden Gruppen aufgeteilt und Pläne zur Rundfahrt gemacht. Rolf, Thorsten, Henning und ich planten die Fahrt zum Großglockner, obwohl die Vorhersage nicht die Beste war. Kurz nach dem Start stellten wir fest das sich zwei belgische Kollegen hinter uns angehängt hatten, aber sie wurden informiert wo wir hin wollten. Sie drehten dann wieder um und wir fuhren zu Viert weiter.




An der Mautstelle eine kleine Pause und die Tagestickets wurden schon erworben. Jetzt konnten wir den "Nebeneingang" nutzen mit einer Münze. Die kleine Schranke öffnete sich und wir konnten ohne Warten fahren. Die Kehren bis zum ersten Parkplatz fuhr jeder so wie er wollte. Ich fuhr an den haltenden drei vorbei und wartete dann auf sie.




Auf dem Parkplatz machte ich erste Fotos von dem Nebel der durch die Berge zog. Ein phantastischer Anblick auf Höhe der Wolkengrenze zu sein. Dann tauchten meine Mitfahrer auf und ich versuchte sie bei der Auffahrt zu fotografieren. Leider waren sie zu schnell (also verschwommen) auf den Fotos. Nach dem sich alle Umgeschaut hatten fuhren wir weiter bis zur Edelweißspitze hoch.




So leer habe ich das hier oben selten erlebt, obwohl es nicht wirklich kalt war. Der Schnee von der Nach war beseitigt oder wieder geschmolzen. Die 5 Grad kamen einem nicht wirklich kalt vor. Wir begaben uns dann auf Kaffee und Kuchen oder Topfen in die Hütte und unterhielten sich mit den Wirtsleuten über das schnell wechselnde Wetter. Danach sollte es weiter bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gehen.




An der Strasse zum Großglockner stoppten wir noch an einem Wasserfall für ein Foto. Der Himmel war bedeckt, aber der Nebel hier nicht Präsent. Die Sicht war gut und die Fahrt hat sich bis hierher auch wieder gelohnt. Jetzt sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Ende der Strasse.






Am Parkplatz angekommen konnten wir sehen das der Großglockner komplett in den Wolken steckte. Ich staunte über den deutlich zu erkennenden Rückgang der Pasterze (im Vergleich zu früheren Besuchen). Wir hielten uns eine gute Zeit hier auf, denn meine drei Mitfahrer waren noch nie hier oben.
Den 6000 Jahre alten Baumstamm schaute ich mir noch an bevor wir uns auf den weiteren Weg machen wollten. Kaum an den Motorrädern fing es ein wenig an zu Regnen. Dazu gesellte sich noch ein wenig Hagel, aber wir starteten die Tour zurück. Am Kreisverkehr wurde kurz abgestimmt das wir noch nach Heiligenblut herunter fahren wollen.



In Heiligenblut gab es eine etwas längere Pause. Einige holten sich etwas zu Essen, andere Mitbringsel und einen Pin. Der Regen hatte wieder aufgehört und es wurde wieder deutlich schöner. Von hier aus wollten wir wieder zurück auf die Hochalpenstrasse. Es sollten noch kleinere Fotostopps folgen.




An der Passhöhe Hochtor stoppten wir vor dem wenigen, noch vorhandenen Schnee. Hier starteten alle die Rückfahrt bis zur Mautstelle. Dort wurde dann die weitere Fahrt besprochen und wir machten einen schönen Umweg über Saalfelden, den Filzensattel und den Dientner Sattel zurück nach Bischofshofen.




Dort angekommen verabschiedete ich mich von meinen Mitfahrern um schnell noch einen Abstecher zum Mandelberg Gut zu machen. Dort kaufte ich Leckereien ein und dann wieder zurück. Auf diesem Stück bekam ich mehr Regen ab als die ganzen Tage vorher zusammen. Das machte aber trotzdem Spaß. Kurz vor dem Hotel schnell wieder Vollgetankt (bei den Preisen machte das Spass) und dann den letzten gemeinsamen Abend genossen.




Tiefsttemperatur      5,0 Grad
Höchsttemperatur      20,0 Grad
Tagesfahrleistung        289 km


4.Tag Sonntag 02.07.2017

Der Tag der Abreise. Morgens gepackt und zum Frühstück. Danach von Allen verabschiedet, Motorrad beladen und los. Kurz hinter Werfen dann schon einsetzender Regen der sich bis zum Chiemsee halten sollte. An der Grenze zu Deutschland gute 30 Minuten Wartezeit. In Pfaffenhofen musste ich von der Autobahn abfahren, da ich noch einen persönlcihen Termin in Schrobenhausen hatte. Nach einer guten Stunde ging es weiter.
Später musste ich noch meine Reise umplanen, denn die Autobahn 9 war wegen eines Brandes auf einem Feld voll gesperrt. So führte mich der Weg über die A38 bis vor den Harz um dann an Eisleben, Hettstedt und Aschersleben vorbei auf die B6n zu fahren. Hier gan es vereinzelt leichten Regen. Zu Hause kam ich jedoch wieder trocken an. Es war trotz recht anstrengender An- und Abreise trotzdem ein sehr gelungenes Wochenende und ich freue mich schon auf das Wochenende 2018.

Tiefsttemperatur      13,0 Grad
Höchsttemperatur      21,5 Grad
Tagesfahrleistung        829 km


Maut Österreich 10 Tage für Motorräder         5,10 Euro
Maut Wallgau-Vorderriß für Motorräder         4,00 Euro
Maut Gerlospass für Motorräder         6,00 Euro
Maut Großglockner für Motorräder       25,50 Euro
Hotelkosten (incl. Frühstück und teilweise Halbpension)     186,06 Euro
verbrauchter Sprit     135,41 Liter
Spritkosten     167,54 Euro
Gesamtfahrleistung        2378 km