Eine weitere Tour nach Sardinien

22. April - 07. Mai 2017


2 Tage vor der Tour

Im Vorfeld wurden die Mautvignetten für das Motorrad gekauft (2 Stück, da 10 Tage zu kurz waren). Noch schnell die erste Vignette auf den neuen Vignettenhalter geklebt und auch den Tachostand dokumentiert. Topcase und Tankrucksack wurden montiert. Da wartet sie also Vollgetankt und Reisebereit in der Garage, aber nun ist es nicht mehr lange bis zur Abfahrt.





1.Tag Samstag 22.04.2017

Morgens das Motorrad aus der Garage geholt und das Auto vor selbige gefahren. Nach dem Beladen ging es dann zum ersten Treffpunkt. Dirk schaute sehr verwirrt, denn er hatte gar nicht mitbekommen das wir mit einer anderen Maschine anreisten. Von diesem Treffpunkt aus ging es nach Northeim Nord. Dort warteten schon Ute und Wolfgang. Es wurde ausgiebig Pause gemacht und an das Wetter gedacht auf der Mallorca Tour.

Diese Tour sollte gemütlich und stressfrei laufen, also starteten wir gemütlich nach dem alle fertig waren. Diesmal gab es einige Kränkelnde, so daß ein kurzer Zwischenstopp erforderlich wurde, aber danach lief es reibungslos bis Fulda Nord. Dort wurde getankt und Rast gemacht. Wir erfuhren das es nur eine abgespeckte Karte gab, da das Lokal aufgrund einer Brückensperrung 15 Uhr schliessen wollte. 14 Uhr sollte es weiter gehen, jedoch die Sperrung wurde schon eingerichtet. Gute 22 km Umweg durch die Rhön um wieder auf die Autobahn zu kommen.





Der letzte Stopp dann an der A70 knapp 95 km vor dem Tagesziel. Hier blieben alle in der Sonne stehen, da wir genug gesessen hatten. Nürnberg selbst wurde erreicht und vor dem Ziel rissen zwei Mitfahrer an einer Ampel ab. Das jeder die Touren auf dem Navi hatte war bis dahin eine Fehlinformation. Trotzdem fanden sich alle wieder und es wurde kurz vor dem Hotel vollgetankt. Kurz vor dem Hotel noch eine Ehrenrunde, da sich mitten in der Kurve die Fahrstreifen aufteilten und wir nicht mehr dort hin kamen wo wir hin musstens.







Am Hotel ging es in die Tiefgarage (7 Motorräder passen auf zwei Stellplätze) und dann wurden die Zimmer bezogen. Unsere Dusche war zwar defekt, aber wir kämpften uns durch. Pünktlich trafen sich alle zum Essen, bis auf Jens, der die Stadt schon besichtigte. Da das Bratwurstglöcklein im Vorfeld reserviert wurde hatten wir keine Platzprobleme. Allen hat es gut gefallen, somit reservierten wir gleich für die Rückfahrt. Der Abend war heute schnell zu Ende, was aber der angeschlagenen Gesundheit diverser Tourteilnehmer geschuldet war.




Tiefsttemperatur        6,0 Grad
Höchsttemperatur      11,5 Grad
Tagesfahrleistung        483 km


2.Tag Sonntag 23.04.2017

Zum Frühstück wurde dann dem "Lumpensammler" das Navi mit den Tourdaten beladen. Nun konnten wir uns nicht mehr verlieren. Die Abfahrtzeit wurde auf gemütliche 10 Uhr gelegt und dann ging es aus der Tiefgarage heraus zur zweiten Etappe der Anreise. Petra riss sich nur die Innenmembran aus einem Handschuh, aber diese Reparatur wurde bei der ersten Pause spontan erledigt. Unklar war die Haltung von Jens. Hoffentlich merkte er das er noch nicht auf dem WC war.







Die nächste Pause kam dann bei einem goldenen Bogen. Das Wetter war hier ungemütlich und das Aufwärmen sinnvoll und nötig. Nachdem es allen wieder warm ums Herz war, ging es weiter. Vereinzelt wurden Regensachen angezogen, aber meist nur wegen dem Schutz vor der Kälte. Ziemlich schnell waren wir dann in Österreich und das Wetter begann immer besser zu werden. Es wurde dann ein Tankstopp eingelegt und dann sollte die Brennerautobahn folgen. Das Wetter wurde langsam so wie wir uns das gewünscht hatten.




An der Mautstelle die 9 € bezahlt, denn einer für alle Bezahlen geht leider nicht. Dann langsam weiter Richtung Italien. Unmittelbar vor der Mautstelle kam ein Rastplatz den wir noch einmal nutzten. Die Weiterfahrt gestaltete sich dann etwas schwierig, denn nachdem ich das Mautticket gezogen hatte schloss sich die Schranke nicht wieder und Ute bekam kein Ticket. Es dauerte eine Weile bis ein Autobahnmitarbeiter kam und das Problem löste, aber dann konnten alle die Stelle passieren und bekamen ihr Ticket. In Bozen klappte alles sehr gut und jeder wurde um 5,80 € erleichtert. Auf der Fahrt zum Hotel gab es nur eine Überraschung, denn am Ende eines Tunnel gab es eine Ampel, die beinahe spontan Übersehen wurde. Im letzten Moment blieben alle stehen.




Am Hotel angekommen wurden alle Motorräder im Innenhof geparkt und die Zimmer bezogen. Jeder machte sich entsprechend fertig danach die Stadt ein wenig zu erkunden. Dann begann der kleine Fußmarsch. durch Bozen. Am Walther Platz (Walther von der Vogelweide) bekamen wir dann vom Dom ein Glockenspiel präsentiert. Danach begaben wir uns auf die Suche nach der Empfehlung vom Hotel.





Wir fanden dann das Batzen und es hatte noch Platz für uns 10 Personen. Wir bestellten uns einige lokale Köstlichkeiten und ließen den Abend langsam ausklingen. Am Ende wurde noch beschlossen das wir auf der Rückfahrt wieder in dieses Lokal gehen wollen. Auf dem Rückweg zum Hotel gab es für einige noch ein lecker Eis auf die Hand. Im Hotel bekam Bianca noch Hilfe das WiFi in ihrem Smartphone zum Funktionieren zu bekommen bevor sich dann jeder zur Nachtruhe begab.




Tiefsttemperatur        6,5 Grad
Höchsttemperatur      23,5 Grad
Tagesfahrleistung        447 km


3.Tag Montag 24.04.2017

Nach einem guten und ausgiebigen Frühstück packten wir unsere Sachen, beluden die Motorräder und verließen Bozen Richtung Süden. Die morgendlichen 14 Grad waren kaum fassbar, aber schön. Die Fahrt durch Südtirol und Trentino machte dann auch richtig Spaß. Beim ersten Tankstopp dann eine kurze Einweisung, denn in Italien gibt es den Self Service oder den Servicio, der meist 20 Cent mehr kostet. Danach wurde ein wenig unter freiem Himmel das Wetter genossen mit der einen oder anderen Leckerei.




Die Weiterfahrt durch die Po Ebene war eher Langweilig, da es nichts zu sehen gab. Als wir dann später auf der A1 Richtung Florenz waren, gab es schöne neue Teilstücke, teilweise Kilometerlang durch Tunnel. Zwischen zwei dieser Tunnel befand sich ein Rastplatz im Umbau, aber ein Eis zum Abkühlen durfte nicht fehlen.





In Florenz fuhren wir dann auf die Autobahn Richtung Pisa, denn wir wollten jetzt auf schnellstem Wege nach Livorno. Die kleine Tour durch die Toskana hatte endlich wieder schönere Ansichten für uns. In Livorno angekommen durften wir 33,80 € an der Mautstelle abliefern und im Ort tankten alle voll. Dann begann eine kleine Rundfahrt durch den Hafen.





Nachdem klar war das wir schon korrekte Tickets hatten gönnten wir uns noch eine ausgiebige Pause bevor wir zur Verladung zum Schiff fuhren. Die Abfertigung ging sehr schnell und wir durften aufs Schiff. Die Motorräder wurden nach Anweisung aufgestellt und dann begann das Verzurren. Diesmal waren es einige Motorräder mehr auf der Fähre, aber es hielt sich immer noch im Rahmen.





Wir bezogen unsere Kabine und zogen uns schnell um. Sofort machten wir auch unsere Rettungsübung, damit wir im Ernstfall auf alles gut vorbereitet sind. Danach trafen wir uns in der Bar, wo sich Dirk und Bianca ein Radler mischten. Zur Ausfahrt ging es kurz auf das Außendeck und danach endete der Abend bald. Die Überfahrt dauert nicht so lange, also stand uns eine kurze Nacht bevor.






Tiefsttemperatur      14,0 Grad
Höchsttemperatur      22,0 Grad
Tagesfahrleistung        460 km


4.Tag Dienstag 25.04.2017

Kurz nach 5 Uhr war die Nacht vorbei. Langsam fertig machen für die Ankunft auf der Insel. Nachdem alles gepackt war ging es wieder auf ein Außendeck und es wurde beobachtet wie "Pilota" an Bord kam. Dann beobachteten wir den Sonnenaufgang und das Einlaufen in den Hafen. Zwischenzeitlich kam die Ansage das sich unsere Ankunft um cirka eine Stunde verzögere. Nicht schlimm, denn wir hatten sowieso den ganzen Tag vor uns. Als wir dann zu den Motorrädern durften ging alles recht schnell. Alles einpacken und los.




Unsere erste Etappe führte uns zur bekannten Costa Smeralda. Aufgrund des Feiertages in Italien erwarteten wir keine geöffneten Geschäfte. Zur Begeisterung aller kamen aus der Pasticceria Caffetteria Sa Conca in Porto Cervo Menschen heraus und somit wurde ein Haken geschlagen und geparkt. Es war eine hervorragende Entscheidung. Super leckerer Cappu, Teilchen, Eis und mehr. Wir wollten gar nicht wieder weiter...




Nach dieser kaum zu übertreffenden Pause also langsam weiter Richtung Porto Cervo. Auf dem Weg dorthin sahen wir eine mindestens 100-Meter Jacht im Meer liegen. In Porto Cervo lagen auch noch einige Jachten, aber nicht mehr so Gewaltige. Als alle fertig mit Erinnerungsfotos waren fuhren wir weiter. Jetzt ging es die obere Insel westwärts dem heutigen Ziel entgegen.




Unterwegs hatten wir noch in der Ferne den Bärenfelsen gesehen, aber diesen Abstecher haben wir uns erspart. Dafür war nicht genug Zeit und die vollgepackten Motorräder auch nicht geeignet. Kurz darauf hatten wir eine hervorragende Sicht auf Palau mit einer einfahrenden Fähre, aber leider gab es an der Kuppe keine Möglichkeit anzuhalten. Kurz darauf machten wir dann einen Stopp direkt am Strand mit anschließendem Cappu. Mittlerweile war es schon heftig warm. Mit solchen Temperatursprüngen hatten wir nicht gerechnet.




Der geplante Versuch Santa Teresa di Gallura zu Besichtigen wurde bei einer Irrfahrt durch die Einbahnstraßen abgebrochen. Danach die Stadt zu Verlassen scheiterte ebenfalls, denn die Straße war gesperrt für das stattfindende Radrennen. Nach einem kleinen Umweg kamen wir endlich zurück auf unsere Strecke und wir machten noch die eine oder andere Verschnaufpause.




Die letzten Kilometer bis zum Hotel kamen einem bei dem Wetter fast endlos vor. Endlich erreichten wir unser Hotel, parkten ein, luden aus und bezogen die Zimmer. Auf dem Zimmer bekam Jens dann einen leichten Schock, denn sein Motoröl war in der Tasche teilweise ausgelaufen. Einige Bekleidungsstücke waren jetzt gut geschmiert. Später trafen sich alle am Pool bevor zum Essen gegangen wurde. Abends waren alle sehr geschafft, so daß es für fast alle relativ schnell zur Nachtruhe überging. Dirk ließ sich schnell noch die Touren neu auf sein Navi spielen bevor er los fuhr Jessica vom Flughafen abzuholen. Auch für mich war jetzt Nachtruhe.




Tiefsttemperatur        8,5 Grad
Höchsttemperatur      25,0 Grad
Tagesfahrleistung        220 km


5.Tag Mittwoch 26.04.2017

Beim Blick aus dem Fenster fiel uns heute sofort ein Schiff ins Auge. Es wurde selbstverständlich gleich abgelichtet bevor es zum Frühstück ging. Auf dem Zimmer sollten dann die Notfallutensilien (Verbandskasten und Reifenreparaturset) mitgenommen werden, jedoch hatten auch diese Öl abbekommen. Grob gereinigt und in Tüten verpackt konnten die Sachen dann aber mit.




Danach startete endlich die Tour und es begann ein kurzes Abenteuer mit meinem neuen Navi. Obwohl es die Route zeigte wollte es irgendwo anders hin. Nach einer Beratschlagung mit integriertem Tankstopp ging es zurück Richtung ursprünglicher Route. Die Entscheidung die ursprüngliche Route zu nehmen war das Beste an dem leicht vermurksten Start. Es erwarteten uns tolle Kurven in tollen Gegenden abseits der vielbefahrenen Strecken.






Eine folgende Cappu Pause sollte für mich nicht so gut ausgehen, denn aus irgend einem unerklärlichen Grund ignorierte mich die Bedienung mehrmals und ich bekam nichts zum Trinken. Somit wurde das Lokal als nicht empfehlenswert eingestuft und es ging dann weiter über Nebenstraßen zur Santissima Trinità di Saccargia.





Die Basilica wurde von allen Seiten begutachtet und Abgelichtet. Es ist schon eine ungewöhnliche Bauart mit den Streifen. Leider musste die Cappu Pause an diesem Ort ausfallen, denn die Bar war nicht mehr existent. Als nächsten Stopp war dann der Elefantenfelsen geplant und Norman fuhr weiter voraus.





Die Fahrt führte uns diesmal auch über einige Meter unbefestigte Straße, jedoch war alles recht problemlos Fahrbar. Einige wenige kleine Orte wurden durchfahren und wir kamen dem Ziel immer näher.





Kurz vor dem Ziel dann die Straßensperrung (die letztes Jahr schon da war) und wir mussten Umdrehen um einen etwas größeren Bogen zu fahren. Trotzdem kamen wir am Roccia dell´Elefante an. Nach vielen Fotos dann weiter zum geplanten Treff mit Bernd und Petra in Castelsardo.





Kaum in Castelsardo geparkt kamen Bernd und Petra angefahren. Sie hatten uns schon gesehen. Es gab eine Cappu Pause, leider ohne Eßbares. Somit fuhren wir ein Stück zurück zu einem Supermarkt und kauften ein. Danach ging die Tour weiter.






Die Fahrt zum nächsten Ziel war ein wenig stupide, da es auch durch ein Industriegebiet ging. Kaum in Stintino angekommen wurden wir durch den Anblick für alles entschädigt. Ein wirklich tolles Fleckchen Erde mit einem Farbspiel des Wassers was sich auf den Fotos gar nicht wiedergeben lässt. Eigentlich wollte kaum jemand hier wieder weg.





Jetzt wurde Beschlossen direkt zum Hotel zu fahren. Eine gute Entscheidung. Es war so warm und langsam kam auch der Hunger durch. Bernd und Petra beschlossen uns beim Essen zu Begleiten. Kaum im Hotel angekommen zogen wir uns schnell um und dann sollte der weite Fußmarsch von knapp 300 Meter beginnen.





Die Wahl des Lokales war gut, Personal freundlich, Essen gut, Getränke ausreichend vorhanden. Nach einem lustigen und kurzweiligen Essen gab es noch ein Eis nebenan und dann zurück in unser Hotel. Mein Versuch diesen Bericht zu schreiben wollten meine zufallenden Augen nicht zulassen.






Tiefsttemperatur      16,0 Grad
Höchsttemperatur      25,0 Grad
Tagesfahrleistung        264 km


6.Tag Donnerstag 27.04.2017

Heute ergab es sich das die Tour eine reine Männerrunde werden sollte. Es wurde auch die wirklich längste Tagestour, die es aber auch Wert sein sollte. Zuerst gemütlich aus Alghero raus und dann die Berge hoch. Das erste Grinsen trat in unsere Gesichter. Dies sollte sich auch so schnell nicht mehr ändern. Die ersten Etappen wurden durch Cappu- oder Tankstopps aufgelockert ansonsten fuhren wir mit Begeisterung durch die Berge.





Eine Pause an einem Parkplatz ließ uns die Landschaft und die Temperatur genießen. Jens sagte mir das er jetzt versteht weshalb wir so gerne im Frühjahr fahren. Einfach toll das wir Kilometerweit die Straßen fast für uns alleine hatten.






Kurz vor unserem Tagesziel überholte mich Bernd und erzählte mir von einer netten Bar am Strand. Daraufhin übernahm er die Gruppe und führte uns dort hin. Eine nette Dame die erst entsetzt war das keiner Italienisch konnte, aber wir haben alles problemlos gelöst. Es war eine wirklich schöne Pause mit leckeren Spaghetti.





Endlich angekommen auf der Halbinsel Sinis wurde geparkt und ein nettes, vorbeikommendes Paar lichtete unsere Gruppe ab. Es war ein netter Aufwand, denn es wurden vier Geräte für Erinnerungsfotos gereicht. Geduldig und freundlich kam man unserer Bitte nach. Danach begann ein kurzer Fußweg zum nächsten Punkt.





Die Ruinen des antiken Handelshafens Tharros schauten wir uns von unserem Standpunkt aus an. Eine Führung dauerte zu lange. Immerhin mussten wir wieder zurück bis Alghero.






Direkt neben Tharros befindet sich einer der vielen Türme zu dem wir noch Aufstiegen. Unglaublich wie uns das Wetter zu schaffen machte, denn wir kamen richtig ins Schwitzen. Hier oben hatte man einen sehr schönen Rundblick über das Capo San Marco.






Blick auf das Cap und den dort befindlichen Turm. Danach sollte unsere Heimreise beginnen, da wir zum Abendessen zurück sein wollten. Am Stand für die Touristen gab es noch Pins und Getränke und danach wurde Alghero mit schnellster Route ins Navi eingegeben.






Eine etwas längere Pause in den Bergen am Fahrbahnrand bescherte uns wieder schöne Ausblicke und die mindestens 30 Minuten kam nicht ein einziges Fahrzeug vorbei. Es wurde dann teilweise etwas Neblig und auch Kälter, aber das Wetter war immernoch recht angenehm.





Am Hotel angekommen wurden wir schon erwartet. Bernd holte schnell Petra ab, die Fahrer zogen sich um und dann ging es zum Essen. Zu Erzählen gab es diesmal jede Menge, denn die "Stadtbesichtiger" hatten mindestens genau so viel erlebt wie wir Fahrer. Ein wirklich klasse Tag ging zu Ende.






Tiefsttemperatur      13,5 Grad
Höchsttemperatur      24,5 Grad
Tagesfahrleistung        307 km


7.Tag Freitag 28.04.2017

Der erste Blick aus dem Fenster zeigte uns das es heute kühler und windiger werden würde. Das heutige Ziel sollte Bosa werden, also bereiteten sich alle vor und es ging los. Zu unserer großen Freude begleiteten uns Bernd und Petra erneut. Die Anreise startete an der Küste entlang.





Die Aussicht war gut, das Wetter na ja (was sind wir schnell verwöhnt - es ist immer noch April) jedoch Andreas sein Endantrieb wurde etwas inkontinent. Nach kurzer Beratschlagung also zurück zum Hotel um zu versuchen noch etwas zu erreichen, denn das Wochenende mit anschließendem Feiertag stand vor der Tür. Es wurde viel telefoniert und gefachsimpelt. Zuerst musste Manuela daheim noch schnell zu BMW in Braunschweig um das Ersatzteil zu besorgen. Das sollte sie am nächsten Tag mit dem Flugzeug mitbringen.




Im Hotel wurden weiter alle Hebel in Bewegung gesetzt. Nächstes, erschütterndes Ergebnis, in Sassari ist der Schrauber bis 11. Mai im Urlaub. Eine Idee der netten Dame an der Rezeption war KTM. Also schnell hin und fragen. Die dortige Dame erklärte uns das es nichts vor Dienstag werden würde, wenn wir das Teil hätten. Dann telefonierte sie und wir brachen auf zu Honda. Dort das identische Ergebnis. Hilfe ab Dienstag wäre eine gute Idee gewesen, hätten wir nicht den nächsten Tag den Standort wechseln müssen. Der mittlerweile eingetroffene Abschleppwagen wurde wieder weg geschickt, denn was nutzt es wenn kein Schrauber da ist.




Als die wichtigsten Dinge geklärt waren, entschied sich eine kleine Gruppe auf eine kurze Tour. Zuerst führte uns diese in den ehemaligen Bergwerksort Argentiera. Dieser ist heute eine Geisterstadt, aber trotzdem einen Abstecher wert. Was uns sofort auffiel waren die blauen Streifen auf dem Strand. Das waren Millionen von Schnecken.





Der heutige Wind bescherte uns dann noch eine schöne Brandung. Nachdem die Erinnerungsfotos im Kasten waren verabschiedeten wir uns mit einem letzten Blick von oben auf die Geisterstadt. Danach führte uns der Weg Richtung Porto Conte.





Kurz vor dem Ende der Straße gibt es einen Abstecher zu einer schönen Aussicht. Diese genoss jeder auf seine eigene Art und es wurden wieder viele Erinnerungsfotos geschossen. Zum Glück ließ der Wind langsam nach, so daß keiner Probleme mit der Klippe bekam.





Noch ein letzter Abstecher bis vor den Leuchtturm, aber weiter kommt man nicht heran. Zum Laufen fehlte uns außer der Zeit auch das entsprechende Wetter, die Kleidung und die Motivation. Somit wurde beschlossen die Rückfahrt anzutreten um noch die Altstadt von Alghero zu besichtigen. Überall begegneten einem rose Fahrräder oder andere rosa Dekoartikel. Diese sind zur Vorbereitung für den Giro d´Italia.





Am Hotel angekommen gab es viele schöne Neuigkeiten. Manuela bringt das Ersatzteil mit. Die im Hotel gebliebenen hatten das entsprechende Öl im Baumarkt gekauft und nun wurde gemeinsam die Einfüllöffnung geöffnet und nachgefüllt. Da nicht wirklich viel fehlte sollte der Weiterfahrt nichts im Wege stehen.






Endlich schafften es auch die restlichen Fahrer einmal die Stadt zu besuchen. Es gab einen kleinen Rundgang mit Erklärungen der Anderen. So wurde das erlangte Wissen gleich weiter transferiert. Auch in der Stadt trafen wir rosa Dekoration. Alle freuen sich auf den Giro. Ein nettes Lokal wurde gefunden und es war für Leib und Wohl gesorgt.





Auf dem Heimweg gab es schöne Ansichten bei Nacht. Die Stadt ist schön illuminiert und es lohnte sich an dem einen oder anderen Ort ein wenig zu verweilen.







Heute schön anzuschauen sind die ehemaligen Verteidigungsgerätschaften. Damals war es aber bestimmt nicht so idyllisch. Das war vermutlich oft Überlebenskampf pur. Zum Glück dürfen wir uns heute friedlich dieses Anblickes erfreuen. Der Heimweg war sehr schnell um und wir trafen wieder in unserem Hotel ein. Es ging spontan wieder zur Nachtruhe, da die viele frische Luft hier extrem müde macht.




Tiefsttemperatur      13,5 Grad
Höchsttemperatur      23,5 Grad
Tagesfahrleistung        132 km


8.Tag Samstag 29.04.2017

Das letzte Frühstück, Auschecken und Bezahlen. Für uns normal, jedoch begann der Tag für Jens nicht wirklich gut. Er bekam von seiner Manuela die Information das ihr Flugzeug gar nicht startete. Somit planten wir die Anreise wegen Andreas seinem Motorrad mit möglichst wenig Kurven. Zuerst zur Tankstelle und dann auf die Schnellstraße.





Alles lief nach Plan und die Reise verlief ruhig, bis plötzlich Ute ihr Motorrad nicht mehr wollte. Was war nur mit dieser Tour los? Klappt denn überhaupt irgend etwas? Die Haare von mir wurden schon zum Teufel.






Als die Maschine von Ute wieder fahren wollte, verließen wir die Schnellstraße und suchten uns einen Ort mit Tankstelle. Dort gab es auch eine Bar mit einer Art Western-Imbiss drinnen. Dort kehrten wir ein und beratschlagten das weitere Vorgehen.






Da die Maschine immer wieder mal lief und dann wieder ein wenig zickig wurde, beschlossen Wolfgang und Ute zu versuchen auf das Festland zurück zu kommen. Der Rest begab sich auf die Reise nach Cardedu. Es wurden viele Nuraghen (prähistorische Turmbauten der Bonnanaro-Kultur 2200–1600 v. Chr.) gesehen und auch Kakteen in allen erdenklichen Grössen.






Die letzten Kilometer führten uns durch einen sehr kalten Tunnel bevor wir die letzte Rast einlegten. Da dort ein kalter Wind ging, schaukelte sich Jessica warm. Die Anderen tranken Cappu. Von hier aus ging es weiter nach Lanusei bis kurz vor Cardedu.






Die letzte Tankstelle nutzten alle und tankten voll. Von hier aus ist es ein so genannter "Katzensprung" zum Hotel. Im Hotel angekommen wurden die Motorräder entladen und die Zimmer bezogen. Dann gingen alle gemeinsam Essen und der Abend nahm einen langsamen Ausklang. Von Ute und Wolfgang hörten wir, dass sie es bis zur Fähre in Olbia geschafft hatten und auch Jens seine Manuela sollte am nächsten Tag endlich ankommen.

Zum Essen gab es heute folgende Auswahl:
Erster Gang: Nudeln mit Fleischsosse, Nudeln an sardischem Kaviar oder Karotten-Creme-Süppchen
Hauptgang: Lammkotelett an Kräutern, Tintenfisch mit Bohnen oder Salat mit Thunfisch, Bohnen und Zwiebeln
Beilage: Mangold oder grüner Salat
Dessert: Erdbeer Mousse oder gemischtes Obst

Tiefsttemperatur      11,5 Grad
Höchsttemperatur      22,5 Grad
Tagesfahrleistung        259 km


9.Tag Sonntag 30.04.2017

Am heutigen Start waren nur drei Motorräder, denn Jens holte seine Manu am Flughafen ab und Andreas schonte sein angeschlagenes Motorrad bis zum Werkstatttermin. Los ging es leicht durch die Berge mit ersten Eindrücken was uns erwarten könnte. In Jerzu war dann unsere geplante Route gesperrt, anscheinend weil heute Sonntag war. Kaum passierten wir die Stelle wurden die Böllerschüsse abgegeben. Das war schon heftig laut, aber keiner von uns wurde getroffen, so dass die Fahrt weiter gehen konnte.




Der nächste Stopp war dann in Gairo Vecchio. Vom 14. bis 19. Oktober 1951 wütete ein schlimmes Unwetter auf ganz Sardinien und eine riesige Schlammlawine begrub gut die Hälfte des Dorfes unter sich. Die Menschen gingen unterschiedliche Wege nach dieser Katastrophe und so spaltete sich das Dorf in drei neue Teile: Gairo Sant´Elena, Gairo Taquisara und Gairo Cardedu.
Heute leben oft nur noch Tiere in den Ruinen.




Nach vielen Kurven und einigen kleinen Fotostopps gab es den nächsten Cappu dann in Seui. Kurz vor dem Ort sah ich die Straße in die ich eigentlich wollte, aber das Navi schlug etwas anderes vor. So fuhren wir eine entspannte Tour durch die Berge mit Grip unter den Reifen ohne Ende. Norman war so begeistert, das er es ein Stück ordentlich krachen ließ.





Zwischendurch einigten wir uns auf eine Route die uns langsam zurück in Richtung Hotel bringen sollte. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist nicht sehr hoch in den Bergen und da darf man sich nicht verschätzen. Beim nächsten Stopp saßen dem Dirk die Wildschweine im Nacken, aber alle blieben Gesund und Munter.





Kurz vor dem Ende der Tagestour beschlossen Dirk und Jessica direkt ins Hotel zu fahren, während Jens, Manuela und Norman noch einmal nach Arbatax wollten. Die Abfahrt dort hin war eine andere den Berg herunter und somit gab es neue spektakuläre Eindrücke. In Arbatax fuhren wir vorbei an dem spanischen Turm bis hin zu den Porphyrfelsen. Diesmal mussten wir die Motorräder abstellen und dort hin laufen, da der Platz abgesperrt war.





Heute war recht viel los an den Felsen. Jede Menge Touristen und auch einige Jugendliche die vom Felsen aus ins Meer sprangen. Wir warteten verzweifelt auf einen Absprung und es gelang auch einen auf dem Foto festzuhalten. Da die anderen Tourteilnehmer die Felsen auch noch sehen wollten, werden wir diesen Ort ein weiteres Mal ansteuern.





Von Arbatax aus fuhren wir gemütlich die Nebenstrasse zum Hotel wo wir uns auf das ausgewählte Abendessen freuten.

Zum Essen gab es heute folgende Auswahl:
Erster Gang: Nudeln an Tomaten und Basilikum, Nudeln an Meeresfrüchten oder Dinkelsüppchen
Hauptgang: Escalope an Pilzen, Dorade an Kartoffelkruste oder Couscous mit Gemüse
Beilage: Gemüse im Backteig oder Salat vom Fenchel und Orangen
Dessert: Halbgefrorenes vom Kaffee oder Obstsalat

Tiefsttemperatur      13,0 Grad
Höchsttemperatur      20,0 Grad
Tagesfahrleistung        234 km


10.Tag Montag 01.05.2017

Meine Manuela nimmt heute eine Auszeit und begibt sich an den Pool vom Hotel. Das Wetter hier lässt es ja auch zu. Ich starte mit einigen eine kleine spontane Tour und nehme Bianca mit. Zuerst geht es die Strasse an der Marina di Gairo entlang. Dort halten wir oben am Berg und unten am Strand für Fotos und Ansichten der Gegend. Die Strandbar vom letzten Jahr hatte zu der Uhrzeit noch geschlossen, also fuhren wir dann weiter.




Über Nebenstrassen führte uns der Weg nach Santa Maria Navarrese. Dort rutsche Jens auf dem Schotter vom Parkplatz aus. Mensch und Maschine blieben zum Glück unverletzt. Danach brauchten wir erst einmal ein Eis zur Beruhigung, welches aber im Schatten gegessen wurde. Es war mittlerweile schon wieder sehr warm geworden. Die Weiterfahrt gestaltete sich etwas kompliziert, denn erst wollte das Navi eine Strasse die wir nicht wollten, dann fuhr Jens nach Schildern um festzustellen das es eine Ausschilderung für einen Fußweg war. Zumindest den Ort von oben konnten wir noch ansehen und fotografieren. Danach fuhren wir den Weg zurück um auf die Hauptstrasse zu kommen.




Nun kam die schöne Abfahrt zur Pedra Longa. Da dies eine Sackgasse ist wird die Strasse auch zurück für Vergnügen sorgen. Unten angekommen wurde der Felsen angesehen und Norman, Jessica und ich gingen weiter bis zum Wasser. Auf dem Weg dorthin sahen wir eine Autobatterie, die einen selbstgebauten Grillantrieb. Nach dem Rückweg verabredeten wir und am Ende der Strasse und jeder konnte fahren wie er wollte.




Direkt in Bunei musste Dirk ein wenig Nachtanken und Norman und Jens planten die Tour ein wenig um. Es gab danach noch einen Cappu Stopp, aber leider ohne Essen. Dies holten wir dann in Urzulei nach. Was hier los war wissen wir nicht, aber als wir weiter wollten stand der komplette Ort voller Busse. Nachdem alle an den Bussen vorbei waren erwischten wir die falsche Strasse und nach dem Umkehren hatten wir wieder alle Busse vor uns. Kurz vor dem Ziel tankten alle wieder voll und im Hotel wurden die Erlebnisse ausgetauscht.




Zum Essen gab es heute folgende Auswahl:
Erster Gang: Nudeln Carbonara, Ravioli gefüllt mit Fisch oder Kartoffelsüppchen
Hauptgang: Gulasch, Zackenbarschfilet an würziger Tomatensosse oder Salat Mimosa (grüner Salat und Mais)
Beilage: Geschmorter Blumenkohl oder gemischter Salat
Dessert: Vanille Flan oder karamellisierte Ananas

Tiefsttemperatur      16,0 Grad
Höchsttemperatur      22,0 Grad
Tagesfahrleistung        141 km


11.Tag Dienstag 02.05.2017

Heute war endlich wieder Werktag und Andreas sein Termin stand in Elmas bei Cagliari an. Wir starteten nach einem echten "hallo wach Kaffee" vom Hotel schon um 7 Uhr bei nur 5 Grad im Schatten. Je mehr die Sonne dann aufging, desto wärmer wurde es. Zum Glück hatten wir uns entsprechend gekleidet. Kurz vor Cagliari dann ein gesperrtes Stück Autobahn wo ich den Einheimischen folgte (leider ein kurzes unbefestigtes Stück in einer Kehre). Dann auf der Umgehungsstrasse ein Stau wegen eines Unfalls. Somit kamen wir etwas später bei BMW Motorrad an.




Begrüßt wurden wir sehr freundlich und auf die Frage ob Roberta Englisch oder vielleicht sogar Deutsch kann, war sie dem Zusammenbruch sehr nahe. Mit Händen und Füßen kommunizierten wir danach. Als Andreas ihr das Ersatzteil in einer Tüte verpackt hinhielt sagte sie sofort "Kardan". Eine Technikerin mit echtem Fachwissen. Wir wurden dann in die Sitzecke bei Volvo geführt wo wir warten durften. Als erstes legten wir alles überflüssige an wärmender Kleidung ab. Petra testete den Kaffeeautomat der während unserer Wartezeit von Mitarbeitern sämtlicher umliegender Händler besucht wurde (BMW, Mercedes, Volvo). Nach erfolgter Reparatur wurde uns in Italienisch mit Zeigen und entsprechenden Gestiken erklärt was alles gemacht wurde und das alles in Ordnung ist. Dann noch 5 !!! Unterschriften und ein wenig Kleingeld (mit ordentlich Trinkgeld nur 60 €) um das Motorrad zurück zu erhalten. Wir wurden sehr freundlich Verabschiedet und nun sollte unser ausgefallenes Frühstück nachgeholt werden.




Mitten auf der Tour an einer Tankstelle fanden wir dann ein Caffé das uns frische Panini machte. Wir ließen es uns gut gehen. Zwischenzeitlich sprachen wir uns mit dem Rest der Gruppe ab, die wir beim Cap Carbonara treffen wollten. Nach erfolreicher Stärkung und dem Entsorgen des Mülls im ebenso freundlichen Mülleimer konnte die Fahrt weiter gehen.





Die eigentliche Strecke konnten wir nicht fahren, denn die ausgeschilderte !!! Strasse im Kreisverkehr war nicht passierbar aufgrund einer über die Fahrbahn installierten Leitplanke ???
Die dann genutzte Küstenstrasse hatte allerdings so seine optischen Reize und wir stoppten noch einmal für Fotos. Danach fuhren wir zum Cap.




Am Cap hatten wir Blick auf den Leuchtturm auf der Isola dei Cavoli. Mittlerweile hatte uns Norman deren Standort zukommen lassen und ich tippte ins Navi ein. Nun wollten wir die Gruppe wieder zusammenführen. Andreas konnte endlich wieder mit ruhigem Gewissen fahren und hatte sichtlich Spaß daran.





Als wir nach Villasimius kamen, standen die Anderen schon winkend an der Strasse und wir tauschten noch schnell die Erlebnisse aus bevor Norman die geplante Rücktour begann. Interessant das selbst Navis vom selben Hersteller unterschiedliche Wege routen, so daß wir ein wenig Unbefestigt fahren mussten. Das war aber wirklich harmlos und danach fuhren wir leicht die Berge hoch für wieder phantastische Ausblicke.




Es gab also wieder ausreichende Fotostopps. Einen zusätzlichen Stopp mussten wir einlegen um den Akku im Fotoapparat zu wechseln. Danach beeilten wir uns den Anschluss wieder herzustellen. Das war sehr aufregend, denn plötzlich standen Andreas und Petra vor uns. Sie warteten und wir kamen angebraust. Außer einen Adrenalinausstoß passierte aber nichts.





Was allerdings dann auf der Strecke folgte war schon ein wenig überraschend, denn diese Strasse hatte keine "Off-road" Kennzeichnung im Navi. 3 Kilometer ohne Asphalt die Berge rauf und runter. Das erforderte eine Menge Konzentration mit unseren Tourern und Sozias. Einige Einzelfahrer mit Enduros brausten wie die Wilden vorbei. Diese Rechnung zahlte der Eine, der meinte die Kurve schneiden zu müssen. Die Frau im Auto hatte keine Chance auszuweichen. Zum Glück nur materieller Schaden. Wir fuhren vorsichtig und besonnen weiter.




Endlich wieder Asphalt auf dem weiteren Weg. Wir überfuhren den Riu Picocca und genossen die entspannte Fahrt, die uns mehr oder weniger dicht am Meer entlang führte. Zu Hause glaubt sicherlich niemand was hier für Temperaturen waren. Die wenigen Wolken am Himmel lockerten die Ansichten etwas auf und halfen dabei das nicht jeder sagt den blauen Himmel hätten wir am PC gemacht. In Muravera kannte entweder das Navi die Einbahnstraße noch nicht, oder sie war neu. Wir mussten uns den Weg selber suchen, was aber nicht sehr schwer fiel.




Endlich gab es wieder einen Cappu Stopp. Wir machten es uns bei Pappa & Buffa bequem. Hier gab es nicht nur leckeren Cappu, sondern auch schnelles Free WiFi. Das nutzten einige gleich aus. Andreas wurde von einer lustigen Figur beschwört, aber uns entging ob sie etwas erreicht hat. Sehr auffällig auf ganz Sardinien sind die vielen Wandmalereien. Nicht alle sahen gut aus, aber viele lockerten die Hausansichten merklich auf.






Der letzte Abstecher für heute sollte uns zum Porto di Villaputzu führen. Dort genossen wir den schönen Anblick des Tyrrhenischen Meeres und des Jachthafens bevor wir uns auf den Weg zum Hotel machen wollten. Da es vorher hieß wir halten nicht mehr, drehte Dirk mit Jessica diverse Kreise auf dem Parkplatz.






Norman fuhr den heutigen Tag bis zum Ende vorne, so daß wir die Gruppe auch einmal vorausfahren hatten. Völlig neue Anblicke und viel mehr Zeit sich alles anzusehen. Jetzt musste eine andere Person aufpassen das die Gruppe zusammen bleibt. Trotzdem hat das Anführen einer Gruppe auch seine Reize. Im Hotel angekommen parkten alle und es wurde sich zum Abendessen fertig gemacht.




Zum Essen gab es heute folgende Auswahl:
Erster Gang: Penne an pikantem Sugo, Lasagne mit Lachs oder Sardischer Auflauf
Hauptgang: Hähnchen an Rotwein, Garnelenspieße oder Tomaten mit Mozarella
Beilage: Sautierter Chicorée oder Karottensalat
Dessert: Panna Cotta oder Mischfrüchte

Tiefsttemperatur        5,0 Grad
Höchsttemperatur      23,0 Grad
Tagesfahrleistung        299 km


12.Tag Mittwoch 03.05.2017

Heute zuerst einmal die neue Vignette geklebt da es schön war und es so gut klebt. Am Vormittag wollten die Meisten erst einmal relaxen. Somit fuhren nur Andreas, Petra, Manuela und ich los. Andreas wollte doch auch endlich noch etwas von dieser herrlichen Insel sehen. Zuerst die Motorräder startklar gemacht und dann auf den Weg nach Gairo. Diesmal nahmen wir den Weg den wir letztes Jahr immer genommen hatten, so dass Abwechslung in unsere Tourengestaltung kam. Von Gairo aus wechselten wir die Hangseite um weiter Richtung Ussassai zu kommen.




In Ussassai wollte jedesmal das Navi die kurze Bergaufstrecke nehmen anstatt auf der Hauptstrasse zu bleiben. Da ich mich über das Navi hinwegsetzte kamen wir dann doch an der schönen Wandmalerei mit der Eisenbahn vorbei. Danach fuhren wir halb um den Monti´e Serafinu. Durch die eine Wolke lag er oft im Schatten versteckt, aber es gelang doch noch ein ordentliches Foto.




Auf dem weiteren Weg nach Seui kamen uns wieder viele Tiere entgegen. Andreas zeigte mir das er bald tanken müsse. Da wir dann Kilometerweit durch die Berge planten musste es also die Tankstelle in Seui sein, denn in Ussassai gab es keine. Kurz vor Seui kamen wir noch über das Flussbett vom Riu Cannas und kurz vor dem Ort war noch eine Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung. Diesmal kam kein Auto das mir die Vorfahrt nahm.




In Seui gab es anscheinend goldenen Sprit, da er sehr teuer war. Dafür wurden wir allerdings bedient und in sehr gutem Deutsch angesprochen. Nachdem beide Tanks gefüllt waren suchten wir uns ein Café. Die Wahl diesmal war genial. Ein tolles Lokal mit sehr leckeren Paninis und anschließendem Eis. Manuela besichtigte in der Zwischenzeit die Parrocchia Santa Maria Maddalena.




Frisch gestärkt also ein klein wenig den Weg zurück bis zu dem Abzweig wo wir schon vorbei fuhren. Diesmal ging es den Berg hinauf und ab jetzt folgten mehr als 20 km Fahrt im "gefühlten Nichts". Keine Leitplanke oder sonstige Randbebauung (sehr zur Freude der fotografierenden Sozia).






Es folgen ein paar Impressionen wie schön hier die Natur ist und wie klasse sich diese hier fahren lässt. Uns kam die ganze Fahrt nicht ein Fahrzeug entgegen. Ab und an stand mal ein Fahrzeug geparkt, aber es war nicht erkennbar wo sich dort jemand befindet. Die Grundstücke waren alle mit dicken Schlössern gesichert. Außer den Tieren und der Natur ist hier oben anscheinend selten jemand.




Mir fiel allerdings auf das die Teilstücke, auf denen wir letztes Jahr keinen Asphalt hatten, jetzt alle neu gemacht waren. Das Fahren war fast immer ein dahingleiten und wir passierten alle freilaufenden Tiere mit entsprechender Geschwindigkeit. Selten ließen sich die Tiere durch die Motorräder aus der Ruhe bringen. Nach 20 genialen Kilometern kam der Abzweig den wir damals genommen hatten. Somit sollte es diesmal der andere Weg sein.




Auf diesem Weg kam dann auch endlich mal wieder ein defektes Teilstück wo wir unsere Offroadfahrweise testen konnten. Die Sozias entlasteten diesmal die Maschinen und schauten sich das im Gehen an. Danach stiegen sie wieder auf und wir bewegten uns Richtung Lago Alto Fumendosa. Das dieser See nicht sehr klein ist, merkten wir beim Umfahren. Der See wollte kein Ende nehmen.




Kurz bevor wir zur Hauptstrasse zurück fuhren hielten wir kurz an und beratschlagten uns. Dabei wurden wir genau beobachtet. Wir passten allerdings auch auf, denn ein Horn im Tank macht sich sicher nicht so gut. Das Tier war allerdings sowas von friedfertig. Wir hatten alles - Schafe, Ziegen, Kühe, Pferde, nur eins nicht - Menschen. Kaum ausgesprochen kam ein Auto vorbei. Da mussten wir doch lachen. Dem Auto folgten wir dann bis zur Hauptstrasse. Von hier aus wollten wir nach Arbatax um die Anderen zu treffen. Das Navi führte uns spannende Wege durch Ilbono mit einem Gefälle von sicherlich deutlich mehr als 20%. In Tortoli sahen wir dann die Motorräder der Anderen am Strassenrand stehen und wir fuhren gemeinsam nach Arbatax. Der spanische Turm war schon für den Giro geschmückt.




Die Felsen wurden diesmal erklommen und es konnten in Ruhe Fotos gemacht werden. Heute sah es wieder total anders aus als vor zwei Tagen. Was Licht ausmacht. Dafür waren auch weniger Touristen da und wir hatten unsere Ruhe. Mit ein paar Österreichern unterhielten wir uns kurz, sie waren aber nicht den kompletten Weg mit ihren Rollern gefahren, sondern hatten sie im Wohnmobil dabei.




Kurz vor dem Ortsausgang von Tortoli lag dann Pinocchio auf der Wiese rum. Andreas und Jens fuhren durch Cardedu zum Hotel und alle Anderen nahmen die Umgehungsstrasse um zum Tanken zu fahren. Wir hatten ja noch unseren extra teuren Sprit, den wir uns gut eingeteilt hatten.

Unser letztes Essen bescherte uns einen sardischen Abend:
Vorspeise: Sardische Vorspeisen
Erster Gang: Sardische Ravioli mit Kartoffel-Käse-Minzfüllung an Tomaten
Hauptgang: Gebratenes Lamm
Beilage: Gebackene Kartoffeln
Dessert: Sardisches Gebäck

Tiefsttemperatur      13,5 Grad
Höchsttemperatur      22,0 Grad
Tagesfahrleistung        159 km


13.Tag Donnerstag 04.05.2017

Heute starteten Dirk mit Jessica und Jens mit Manu vor dem Frühstück, da beide Frauen ihr Flugzeug in Olbia nach Hause bekommen mussten. Die restlichen Tourteilnehmer konnten in Ruhe Frühstücken, packen und bereden wo sie lang wollten.






Gegen 10 Uhr verließen wir dann auch das Hotel Cardedu und es begann eine Fahrt in die Berge. Zuerst wieder nach Gairo und dann weiter auf die andere Seite des Tales. Bianca fuhr bei Norman mit und Andreas mit Petra und Jens mit Manuela. Ich hatte eine nette Fahrt geplant.






In Gairo Taquisara gab es dann auch den ersten Cappu Stopp. Es waren schon einige Motorräder unterwegs heute morgen. In der Bar stand eine XXL Tasse (1 Liter) als Zuckerbehältnis. Das wäre doch mal eine vernünftige Größe für einen Cappu...






Wieder sah der Monti´e Serafinu in dem heutigen Licht ganz anders aus. Diese Fahrt kannten wir zwar schon, aber es war jedesmal wieder schön anzusehen. Die Strassen hier sind einfach ein Traum. Gelegentlich klingelte mein Telefon, aber auch ein geplanter Rückruf blieb erfolglos. Ich konnte die Nummer nicht zuordnen, also dachte ich mir nichts weiter dabei.







Plötzlich kamen wir um eine Ecke gefahren und vor uns wendete gerade ein Motorrad. Der Fahrer sprang vor Begeisterung ab und begrüßte uns. Es war Bernd der einige unserer Touren nachfahren wollte. Er wollte uns vorher Überraschen, verfehlte uns jedoch. Gerade als er aufgeben und weiter fahren wollte, kamen wir um die Ecke. Nach einem kurzen Plausch und Erinnerungsfotos fuhr jeder seine geplante Tour weiter.




Da die freundliche Polizei uns sagte das wir in Seui nicht parken durften, fuhren wir ohne Pause weiter. Auf dem weiteren Weg begegneten wir einem "Haufen" Schafe. Keiner weiß was sie dort gemacht haben. In Aritzo folgte ich dann zum zweiten Mal dem Navi durch die kleinen Gassen, anstatt auf der Hauptstrasse zu bleiben. Das führte zu gewissen Frotzeleien. Mir gefiel die Strecke jedoch außerordentlich gut.




Das eigentliche Ziel, die Bar von Da Gigi, hatte geschlossen. Ich hatte doch extra ein Cap von zu Hause mitgebracht und nun konnte ich es nicht Überreichen. Nach einer kurzen Erholungspause im Schatten fuhren wir weiter mit dem Ziel etwas zum Essen zu suchen. Jetzt wurde es immer wärmer und dann standen plötzlich 29 Grad im Display. Zum Motorrad fahren fast schon zu viel.




Nach ein paar wenigen Kurven und einer steilen Abfahrt sahen wir schon den Stausee. Als wir über die Brücke fuhren entdeckten wir am Ende ein Lokal. Dort saßen Franzosen, Spanier, Tschechen und bald auch wir. Die Bedienung begrüßte uns sehr freundlich mit einem schwäbischen Dialekt. Sie arbeitete mal 6 Jahre in Stuttgart. Hier wurde für das leibliche Wohl gesorgt und geplant wie es weiter gehen soll.




Wenn man ein wenig Abgelenkt ist, dreht man eine Ehrenrunde, aber auch das haben wir problemlos gemeistert. Die Tour durch die Hochebene führte uns dann sehr lange und gerade Strassen, die leider gelegentliche Schlaglöcher aufwies. Je weiter wir gen Nord-Ost fuhren, desto besser wurden dann die Strassen und wir kamen zügig voran. Als dann aus den Bergen Olbia zu sehen war freuten sich alle.




In Olbia tankten alle noch einmal voll und Dirk rief an und sagte uns wo wir ihn und Jens finden. Da wir bei den Beiden vorbei mussten war es kein Problem sie zu finden. Von dort aus fuhren wir zur Fähre, die noch gar nicht eingetroffen war. Einige gingen noch einmal zur Abfertigungshalle zum stöbern und Kleinigkeiten zum Essen kaufen, andere beobachteten das Treiben vor Ort. Endlich kam unsere Fähre, es dauerte jedoch eine ganze Zeit bis sie Entladen war.




Als wir endlich auf die Fähre durften wurden wir herunter bis auf Deck 1 gelotst. Somit parkten unsere Motorräder unter der Wasseroberfläche (hoffentlich ist die Fähre dicht). Der Abend wurde bei einem schnellen Abschlussgetränk beendet, da alle in ihre Kabinen wollten. Ungefähr 1,5 h später als geplant verließen wir Olbia.

Wie schnell doch die Tage vergangen sind. Gefühlt sind wir gerade erst angekommen. Zurück hatten wir übrigens die Fähre (Zeus Palace) die wir letztes Jahr auf der Hin- und Rücktour hatten. Diese war deutlich schöner als die auf der Hinfahrt.




Tiefsttemperatur      16,0 Grad
Höchsttemperatur      29,0 Grad
Tagesfahrleistung        302 km


14.Tag Freitag 05.05.2017

Wir durften knapp 2 Stunden länger schlafen durch die Verspätung. Als wir dann die Fähre verließen lag ein leichter Nebel über der Küste. Die Fahrt nach Pisa ist keine 20 km weit und wir hatten das wahnsinnige Glück ausreichende Motorradparkplätze zu finden. Von hier aus waren es nur wenige Meter bis zum Turm.





Mittlerweile hatte sich der Nebel verzogen und es wurde ein schöner Tag. Einige Erinnerungsfotos wurden geschossen und dann sollte es ein kleines Frühstück geben. Sofort war ein farbiger Bauchladenhändler bei uns der uns Rolex anbot. Sein Text: "Rolex - echt gut nachgemacht". Wir ärgerten uns keinen 30 € Schein gehabt zu haben - echt gut nachgemacht. Das wurde jedenfalls der Spruch des Tages.






Aufgrund der fehlenden zwei Stunden beschlossen wir den direkten Weg nach Bozen zu nehmen. Also zuerst auf die A11 Richtung Florenz und dort auf die A1. Direkt nach dem Kreuz gab es die nächste Rast. Hier wurden einige regionale Leckereien entdeckt. Als die Pause beendet war wurde abgesprochen wie weit es bis zum Tanken gehen soll und dann folgten wir der A1 Richtung Norden.




Als wir erneut den Po überquerten gab es den Tankstopp mit anschließender Pause um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Wir bekamen einen neuen Mitfahrer, den wir aber gerade noch unter bekamen. Danach verließen wir die Po Ebene und es tauchten endlich wieder Berge auf.





Mit der immer schöner werdenden Umgebung stieg auch wieder die Begeisterung des Autobahn fahren. Eine letzte Rast wurde fällig, da die Temperaturen wieder stark stiegen. Zum Glück war es nicht mehr so weit. Die letzten knapp 80 Kilometer sollten folgen und jeder freute sich schon auf das Hotel und das Essen.





Im Hotel angekommen parkten wir nach den Anweisungen des Personals im Innenhof vom Hotel. Die Zimmer wurden bezogen und es wurde sich zum Essen verabredet. Schnell noch den 10 % Gutschein von der Rezeption geholt und dann der kurze Marsch zum Batzen. Diesmal saßen wir sogar draußen. Nachdem alle satt waren ging es zum Hotel zurück. Einige gönnten sich noch ein Eis auf dem Weg. Danach begaben sich alle zur Nachtruhe aufs Zimmer.




Tiefsttemperatur      13,5 Grad
Höchsttemperatur      28,0 Grad
Tagesfahrleistung        470 km


15.Tag Samstag 06.05.2017

Ganz in Ruhe verbrachten wir den letzten Morgen in Bozen. Dirk freute sich über den Brie beim Frühstück und Jens und Andreas hatten beim Bezahlen Spaß. Beide haben eine identische MasterCard, jedoch geht mal nur die Eine oder die Andere. Es war immer spannend. Danach machten wir uns auf den Weg aus Bozen heraus. Wegen dem Stau auf der Autobahn ging es gemütlich über die Landstrasse zuerst immer hinter einem Bulli aus Peine her.




Nachdem wir Überholen konnten kamen auch wieder schöne Kurven. Die Aussicht war noch einmal grandios und der Morgen angenehm warm. Mal abwarten wie es sich beim Brenner mit der Temperatur verhält. An der Auffahrt in Klausen nahmen wir dann wieder die A22. Leider konnten wir nicht zu weit fahren, denn dann kam leider der nächste Stau.





Im Stau hatten wir Zeit ein wenig auf die Berge zu schauen, Musik zu hören oder einfach nur zu Warten. Da es ein wenig Langweilig wurde, beschallte ich mal die Umgebung mit AC/DC´s Hells Bells. Dirk rockte auf dem Motorrad mit, aber Jens war wohl nicht so begeistert. Bald war die Engstelle erreicht und es lief wieder.





Nun versuchten wir noch ein paar Kilometer zu machen bevor es die erste Pause geben sollte. Wir schafften in den ersten zwei Stunden nur 60 Kilometer. Das schmiss unsere Zeitplanung gehörig nach hinten. Bei der Raststätte stand ein Schmidt Bus aus Wolfenbüttel. Die meisten Fahrzeuge waren auf dem Weg nach Deutschland.





Unmittelbar nach der Rast kam die letzte Mautstelle in Italien. Danach dauerte es nicht mehr lange und wir waren in Österreich. Hier mussten wir die Mautstelle für die Brennerautobahn bezahlen und danach folgte freie Fahrt.





In Innsbruck fuhren wir im Tunnel unter der Skisprungschanze durch. Die Temperatur erhöhte sich Kilometer für Kilometer wieder. Es war wieder schön warm geworden. Langsam kamen wir an den Punkt tanken zu müssen. Dirk gab auch schon Zeichen und es wurde der folgende Rastplatz aufgesucht.





Jeder tankte zuerst sein Motorrad voll und danach gönnte sich jeder entsprechende Leckereien. Von Leberkäsbrötchen über Erdbeertörtchen war alles dabei. Manch einer musste sogar beim Essen die Scheibe putzen. Manuela erklärte einigen begeisterten Indern die RT und unsere Motorräder wurden abgelichtet. Nun hofften wir auf eine nicht so lange andauernde Ausreise aus Österreich und wir starten zu dieser Etappe.




Die Grenzkontrolle war entspannt und kostete wenig Zeit. Kurz darauf war aber ein klein wenig Stau, da ein LKW auf der Fahrbahn liegen blieb. Danach wurde kurz ein Parkplatz angesteuert, denn alle leideten unter Konzentrationsmangel. Essen und Wärme sind nicht gut zum Fahren. Später ging es auf der A9 an der Halledauer Hopfenregion vorbei bis nach Nürnberg zu unserem Hotel.




Schnell eingecheckt, Umgezogen und ab zum Essen. Nach dem Essen gingen einige ins Hotel und Jens, Norman, Manuela und ich schauten uns ein wenig die Blaue Nacht in Nürnberg an. Die Stadt war sehr voll und das erklärte auch das ausgebuchte Hotel. Danach war dann der letzte Abend für uns auch vorbei.






Tiefsttemperatur      11,0 Grad
Höchsttemperatur      25,0 Grad
Tagesfahrleistung        450 km


16.Tag Sonntag 07.05.2017

Am allerletzten Tag wurde die Tour über die A9 beschlossen, da wir stressfrei fahren wollten. Als die Route geplant und die Motorräder beladen waren ging es zur nächsten Tankstelle. Von dort aus aus Nürnberg heraus zuerst ein Stück auf die A3 bevor wir auf die A9 wechseln konnten.






Die A9 fuhren wir bei sehr wenig Verkehr. Die Stopps konnten auch ein wenig verzögert werden, denn Bianca nahm den Flixbus nach Hause. Ihre Schmerzen wurden ihr zu stark. Sie konnte so wenigstens während der Fahrt schlafen - wir nicht.






Mit dem Wetter hatten wir absolutes Glück. Kein Regen und auch die Wolken lockerten immer mehr auf. Bis zur A14 waren keinerlei Vorkommnisse. Kein Stau und einfach nur freie Fahrt. Von der A14 dann auf die A2 bis Helmstedt. Diese Autobahn ist nicht wirklich schön. Alle fuhren hier irgendwie aggressiver als vorher. Am Rastplatz in Helmstedt verabschiedeten wir uns kurz, denn alle nahmen unterschiedliche Ausfahrten nach Hause.






Ich habe zuerst Manuela und das Gepäck nach Hause gebracht um dann wieder zu tanken. Somit stand der komplette Spritverbrauch der Tour fest und der Endstand vom Tacho wurde auch festgehalten. Als das Motorrad in der Garage stand musste ich noch schnell ein Foto von der Front machen. Hoffentlich habe ich bald Zeit zum Putzen. Danach schnell nach Hause und frisch machen, denn Abends trafen wir uns alle im KOS zum großen Abschlussabend. Dort waren dann auch Ute und Wolfgang wieder dabei. Es war eine schöne Tour, auch wenn diesmal nicht alles so geklappt hat wie wir uns das gewünscht hatten. Bestimmt sieht Sardinien den Einen oder Anderen von uns wieder.






Tiefsttemperatur      11,0 Grad
Höchsttemperatur      20,0 Grad
Tagesfahrleistung        463 km


2 x Maut Österreich 10 Tage für Motorräder       10,20 Euro
2 x Maut Österreich Brenner       18,00 Euro
Maut Italien       76,60 Euro
Fähre Livono-Olbia und zurück mit Kabine und 1 Motorrad     258,00 Euro
Hotelkosten (teilweise mit Halbpension und Garage)   1303,00 Euro
verbrauchter Sprit     249,92 Liter
Spritkosten     381,76 Euro
Gesamtfahrleistung        5090 km