Tour in den Spessart

01. - 04. Oktober 2015


Meine Tour endete aber planmäßig schon am Samstag


1.Tag Donnerstag 01.10.2015

Wenn zwei Tage Urlaub übrig sind und weg müssen...
Meine Anreise startete planmässig. Zuerst das Motorrad aus der Garage geholt und beladen. Dann zur Tankstelle, denn es war total dreckig von den letzten Fahrstunden im Regen. Nach dem der grobe Dreck beseitigt war wurde noch vollgetankt und die Anfahrt konnte starten. Erst einmal ging es über die A39 zur A7. Kaum die Landesgrenze Hessen erreicht kam der Rastplatz Herkulesblick. Dort konnte ich Wasser trinken, die Aussicht genießen und den Pullover ausziehen, denn die Temperaturen waren mittlerweile Zweistellig geworden. Der Herkules selbst war nicht genau zu erkennen, denn es war leicht diesig. Nach der Pause sollte es weiter gehen Richtung Fulda.

Bis auf ein paar Baustellen an denen es etwas zähflüssiger voran ging kam ich sehr gut bis zur A66 durch. Diese wollte ich später verlassen um dann die Landstrassen zu nutzen. An der Ausfahrt Gelnhausen/Linsengericht verliess ich die Autobahn und dann entdeckte ich ein Schild mit dem Hinweis auf eine historische Altstadt. Also spontan nach Gelnhausen abgebogen. Auf dem Weg in die Altstadt begegneten mir die blauen Schafe. Weiter fuhr ich bis ich einen Parkplatz gefunden hatte. Dann machte ich mich auf den Weg die Innenstadt ein wenig zu erkunden.

Ab Gelnhausen nutzte ich nur noch die Landstrasse, tankte unterwegs und kam dann gegen 16 Uhr im Panorama Hotel an. Zuerst bezog ich mein Zimmer mit wirklich schöner Aussicht und dann wollte ich nach dem Duschen und Umziehen einen Kaffee trinken gehen. Dort begegnete mir Sabine samt Hund und kaum saßen wir am Tisch kam auch noch Gerd dazu. Der Kaffee und mein Käsekuchen waren sehr lecker. Nach der Kaffeepause standen wir alle vor der Tür und begrüßten allen anderen die nach und nach eintrafen. Zum Abendessen waren wir dann 18 Personen. Der Abend klang nach Flädlesuppe und Bandnudeln mit Käsesauce bei einigen Spessart Pils und Plaudereien gemütlich aus.

Tiefsttemperatur        9,5 Grad
Höchsttemperatur      21,0 Grad
Tagesfahrleistung        372 km


2.Tag Freitag 02.10.2015

Das Hauptthema beim Frühstück war der röhrende Hirsch, der einigen eine schlaflose Nacht bescherte. Ich fragte mich zwar "was für ein Hirsch", wollte aber erst abends etwas dagegen tun. Nachdem die morgendliche Kühle verzogen war, starteten wir 10 Uhr mit 10 Motorrädern. Die Wandergruppe mit Hunden winkten uns zu und es wurde sich gegenseitig ein schöner Tag gewünscht.

Gleich im zweiten oder dritten Ort sah ich dann auf dem Gehweg ein Stofftier liegen. Es schaute mich traurig an. Hinter der nächsten Kurve schob eine junge Mutter ihr Kind. Ich gab Egbert Zeichen das er weiter fahren sollte und ich informierte die Mutter. Sie freute sich sehr und drehte gleich um. Eventuell habe ich der Mutter schon mal die Nachtruhe gerettet. Also später nur noch der Hirsch. Die Tour führte uns heute in den Odenwald. Immer wieder mal kamen wie an Orten vorbei die ich von Touren mit Clemens schon kannte. Allerdings fuhren wir diesmal genau anders herum. In Amorbach trafen wir dann zur Mittagspause ein und es wurde geparkt. Martin entschied sich für einen sehr steilen Parkplatz. Da das Essen frisch gemacht wurde, hatte er einfach zu viel Zeit zum Nachdenken, sprang auf und wollte umparken. Seine Beine sind etwas zu kurz gewesen, somit musste ihm geholfen werden die GS wieder aufzurichten.

Weiter ging die Tour bis der Tourguide in einem Ort umkehrte. Lange nicht gehabt, aber die Strasse in die er einbog hatte ein Sackgassenschild. Da Martin sein Spiegel nach dem Umfaller neu fixiert werden musste warteten wir auf das Zurückkommen der Reisegruppe. Da dies nicht passierte folgten wir ihnen. Steffen kam mir entgegen und sagte da ist nur für Landwirtschaft. Da wir beide Tourenmaschinen hatten fehlte die Genehmigung der Durchfahrt und wir fuhren die original geplante Tour. Es gab jetzt also eine Achtergruppe und uns zwei. Unterwegs kamen wir noch an einem Viadukt vorbei und wir fuhren eine Strecke die am Wochenende für Motorräder gesperrt ist. Einfach herrlich. Die Anderen wollten zum Kloster Eberbach, wir entschieden uns aber für Erbach. Dort angekommen wurde ein Parkplatz gesucht und wir machten uns auf den Weg in die Altstadt.

Vom Parkplatz zum Zentrum kamen wir am Lustgarten vorbei, sahen ein Wasserrad das sich munter im Flusslauf drehte und wir kamen an einen großen Platz mit Blick auf das Schloss. Ein Rundgang vor dem Schloss ließ uns eine Statue finden. Wer der nette Mann war, der mit Säge und Axt vor uns stand, bekamen wir nicht geklärt. Erbach ist jedenfalls sehr sehenswert und hat auch ein Elfenbeinmuseum. Das haben wir aber aus Zeitnot nicht besichtigt.




Wir schauten uns das Schloss von vorne an, gingen dann zum Innenhof und bewachten eine Zeit lang den Eingang. Anscheinend waren damals die Menschen deutlich kleiner als ich. Dann genossen wir den Innenhof und ich fand viele unterschiedliche Wappen an den Bauwerken. Nach dem Schlosshof gingen wir durch eine kleine Passage und kamen zum Tempelhaus von 1378 (Foto ganz rechts). Nach dem anstrengenden Marsch erholten wir uns bei einem kleinen Eisbecher uns genossen das Wetter. Leider rochen die Gullis ab und an sehr unangenehm, also besprachen wir von hier aus direkt zum Hotel zurück zu fahren. Spontaner Aufbruch und zu den Motorrädern zurück.

Die Rückfahrt war schön und unspektakulär. Die andere Reisegruppe war schon da und erzählte uns das sie umkehren mussten, uns jedoch nicht mehr gefunden hatten. Zu zweit geht es doch etwas zügiger als zu acht. Trotzdem hatten beide Reisegruppen ihren Spaß und ihre Freude.
Vom Balkon aus die Fachsimpeleien der anderen beobachtet und im Hintergrund die Jäger gehört. Sie sorgen also auch für Ruhe. Trotzdem schnell Umziehen und ab zum Abendessen. Heute waren wir 19 Personen, denn Clemens seine Frau samt Hund kamen dazu trotz ausgefallenem Navi. Zum Essen gab es Wildrahmsuppe und Wildgulasch, na wenn das jetzt nicht für eine angenehme Nachtruhe sorgt weiß ich auch nicht weiter. Nach widerum netten Gesprächen ging es später zur Nachtruhe. Ich schlief wieder wunderbar und ruhig.

Tiefsttemperatur        7,0 Grad
Höchsttemperatur      22,0 Grad
Tagesfahrleistung        222 km


3.Tag Samstag 03.10.2015

Ja, ja, der röhrende Hirsch. Ich hatte alles gegeben, aber er bescherte wieder einigen eine schlaflose Nacht. Nach dem Frühstück musste ich Packen und das Zimmer räumen, denn ich musste ja heute nach Hause. Somit war die Zeit bis zur Abfahrt sehr kurzweilig, auch weil noch zwei weitere Mitfahrer eintrafen. Heute waren es dann 11 Motorräder, denn Heidi schloss sich der Wellnessgruppe an. Auf jeden Fall kam hier jeder auf seine Kosten. Wir durften heute also durch den Spessart fahren. Der Start verlief hervorragend, denn eine 9 km Strecke sorgte für ein déjà-vu bei dem Einen oder Anderen. Mir gefielen diese 9 doppelt gefahrenen Kilometer sehr gut. Dann bogen wir diesmal aber in die andere Richtung ab und es gab eine Kaffeepause in einem italienischen Eiscafe. Eine große Mazda Cabrio Gruppe fuhr an uns vorbei. Diese Gruppe sollte ich noch einmal treffen.

Die Fahrt ging dann weiter durch den Spessart bis in die bayerische Rhön. Nach ganz hervorragenden Strecken (es macht am Ende einer Gruppe sehr viel Spaß) kehrten wir später im Restaurant Roßmühle in Gräfendorf ein. Leider hat mir hier der Fotoapparat einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das stellte ich allerdings erst fest als ich zurück war. Egal, das Essen war super lecker und alles hausgemacht. Der "Fleischklops" mit den Waldpilzen und den hausgemachten Semmelknödel war auch noch recht mächtig auf dem Teller, aber es lag nicht schwer im Magen. Von hier aus war der Weg kurz, denn kaum eine Stunde später endeten wir am Hotel. (Herzlichen Dank an Steffen der mir diese Fotos zur Verfügung gestellt hat)

Es gab für mich noch einen Abschiedskaffee auf der Terasse mit einem Teil der Reisegruppe bevor ich mich verabschiedete um mich auf den Heimweg zu machen. Kaum in Mespelbrunn angekommen hatte ich wieder die Mazda Cabrio Gruppe vor mir. Auch sie genossen die Fahrt durch die herrliche Sonne. Hinter dem Ort trennten sich dann unsere Wege. Ich fuhr auf die Autobahn, da ich dann doch die schnellste Strecke wählte. Einen kleinen Spaß hatte ich noch kurz vor Fulda. Da fuhr links vor mir der ICE und ich dachte mir "den überholst du jetzt mal rechts". Gesagt getan, knappe 200 km/h fuhr er anscheinend nur *grins*.
Nach meinem Tankstopp am Kirchheimer Dreieck fuhr ich dann bis Braunschweig durch. Es war ein wunderschöner Ausflug und ich habe alles richtig gemacht mich kurzfristig dazu zu entschließen. Hoffentlich gibt es 2016 wieder so ein nettes Treffen, da würde ich dann gerne wieder teilnehmen wollen.

Tiefsttemperatur      12,0 Grad
Höchsttemperatur      23,5 Grad
Tagesfahrleistung        614 km


4.Tag Sonntag 04.10.2015

Der Tag an dem das Treffen endet. Aufgrund privater Termine konnte ich leider nicht bis zum Ende bleiben. Ob der Hirsch wieder aktiv war? Allen Anderen eine gute Heimfahrt, egal ob mit viel oder wenig Schlaf.


Hotelkosten 138,00 Euro
verbrauchter Sprit   73,30 Liter
Spritkosten   93,16 Euro
Gesamtfahrleistung    1208 km