Sizilientour im Frühjahr 2014

11. - 27. April 2014


Trinacria - Name und Symbol Siziliens


Teilnehmer mit folgenden Motorrädern:

Manuela und Jens BMW R 1200 RT
Bianca und Dirk BMW R 1200 RT
Ute BMW R 1200 RT
Wolfgang BMW K 1200 GT
Petra und Andreas BMW K 1300 GT
Jannik Honda SW-T 600


1.Tag Freitag 11.04.2014

Kurzfristig haben Manuela und Jens beschlossen schon am Freitag Abend zu starten.

Nach Feierabend also nach Hause und langsam das Motorrad beladen. Zeit hatten wir ausreichend, denn erstens war ein Unfall auf unserer Strecke und zweitens hatten wir das Hotelzimmer sicher.

Nach dem Start noch kurz bei Manuela´s Firma einen Brief eingeworfen und dann auf die Autobahn Richtung Süden. Der heutige Weg sollte uns bis in das B&B Hotel Frankfurt-Nord führen.

Hier wurde dann endlich auch die Sommerzeit am Motorrad eingestellt und es gab noch kleine Köstlichkeiten einer nicht gerade unbekannten Kette.

Tiefsttemperatur      10,5 Grad
Höchsttemperatur      13,0 Grad
Tagesfahrleistung        325 km


2.Tag Samstag 12.04.2014

Ganz gemütlich machten wir uns fertig und gingen danach zum Frühstück.

Frisch gestärkt wurde alles gepackt und Jens fuhr zum Tanken. Manuela vertrieb sich zwischenzeitlich die Zeit mit Fotos.

Dann ging es auf direktem Weg nach Freiburg. Wir überholten so einige Braunschweiger die auch nach Freiburg wollten. Genau 95 km vor Freiburg gab es dann noch einmal eine kleine Pause für die menschlichen Bedürfnisse. Das Wetter wurde immer besser und der Rastplatz war fest in Braunschweiger Hand.



Im Hotel angekommen, schnell das Zimmer bezogen, die Motorradsachen gewechselt und runter zum Essen. Selbstverständlich saßen wir draußen. Die Käsespätzle mit oder ohne Fleisch waren super lecker.





Von dort aus fuhr Jens mit der Straßenbahn zum Fußball. Das Ergebnis entsprach leider nicht dem Wunsch, aber ist nicht zu ändern. Hoffnung besteht immer noch. Der Abend wurde dann draußen gemütlich und lecker beendet.




Tiefsttemperatur      13,5 Grad
Höchsttemperatur      23,0 Grad
Tagesfahrleistung        277 km


3.Tag Sonntag 13.04.2014

Zuerst gab es ein leckeres Frühstück um dann gestärkt Richtung Freiburg City aufzubrechen. Einige Meter gingen wir zu Fuß bevor wir in die Straßenbahn stiegen. Es ging bis zur Schwabentorbrücke, die seit dem Mittelalter der wichtigste Dreisamübergang ist. Beim Queren der Fahrbahn begegneten uns weitere Braunschweiger die zum Fußball vor Ort waren. Danach führte uns der Weg zum Fahrstuhl auf den Berg.



Oben angekommen erkundeten wir die Gegend. Es war dann das Ziel den Aussichtsturm zu erreichen. Auf dem Weg dort hin hatten wir genug zu lesen und zu lernen. Hier oben war ich zuletzt auf der Tour 2001, da gab es den Aussichtsturm noch gar nicht.





Die morgendliche Trübe verzog langsam und es wurde immer wärmer. Die Jacken war schon 10 Uhr völlig überflüssig. Auf dem Hinweisschild welches Manuela gerade fotografiert, stand dann wo wir weiter gehen mussten. Ein Blick nach oben zeigte uns die 288 Stufen die uns zum Turm führen sollten. Dort angekommen standen wir 431,6 Meter über dem Meeresspiegel.



Die 30 Meter bis zur Turmspitze konnten wir nicht erkunden, da der Turm gesperrt ist. 2002 erst errichtet ist er baufällig wegen irgendwelcher Tiere in den Holzpfeilern. Somit begannen wir den Abstieg.




Am Kastaniengarten legten wir eine Pause ein bei Brezel und Salat. Bei so viel Natur mussten wir doch gesund leben. Den letzten Rest zum Ort stiegen wir diesmal zu Fuß hinab.






Die Altstadt von Freiburg ist sehr sehenswert. Stadttore durch die die Straßenbahn fährt, sehr alte Gebäude und eine aufwändige Straßenpflasterung (erkennt ihr die Nähmaschine?).






Zuletzt noch ein Besuch des Freiburger Münsters (viel zu groß für ein Foto) und überall die kleinen Bäche in den Straßen. Nach einer Kaffeepause begann langsam der Rückweg zum Hotel um die Reisegruppe Jannik in Empfang zu nehmen. Der Abend klang dann gemeinsam gemütlich unter freiem Himmel aus.



Temperatur unbeschreiblich
Tagesfahrleistung nur mit der Straßenbahn


4.Tag Montag 14.04.2014

Zuerst das gemeinsame Frühstück, das diesmal sogar seinen Namen verdient hat, denn unsere Langschläfer waren mit uns gemeinsam dort. Danach dann die übliche Prozedur von Umziehen, Packen, Motorrad beladen und endlich sollte es los gehen. Morgens schon sonnig, aber noch kühl, starteten wir Richtung Schweiz. Es sollte nicht Jannik sein großer Tag werden, denn gleich zu Beginn war das Abblendlicht defekt.
Am ersten Rastpunkt in Pratteln-Süd angekommen wurde getankt und Jannik sein Licht ersetzt. Manchmal benötigt Wolfgang sogar eine Anleitung, die diesmal aber nicht wirklich weiter half. Fummeln und Basteln ohne etwas zu sehen war angesagt. Danach ging es reibungslos weiter.


Auf der Fahrt zum Gotthard sprang dann irgendwo ein leerer Kanister über die Autobahn. Ich konnte gerade so rechts herum ausweichen, durch den Luftzug änderte sich aber die Flugrichtung und somit war wieder Jannik der Leidtragende. Auf dem Rastplatz angekommen wurden die Zweiräder ordnungsgemäß geparkt und die mobile Werkstatt hatte den zweiten Großeinsatz am heutigen Tag. Nach der großen Pause inklusive Reparatur, Essen, Trinken, Toilette, Gespräche mit anderen Reisenden und Motorradfahrern aus Katar ging die Reise weiter.

Nun erwartete uns bald der 16.942 Meter lange Gotthardtunnel. Die Alpen sind schon sehr beeindruckend und es macht Spaß hier bei diesem Wetter zu fahren. Unmittelbar vor dem Tunneleingang wurden wir sehr freundlich von der Schweizer Polizei nach Rechts gebeten um die Vignettenkontrolle durchzuführen. Selbstverständlich gab es keinerlei Beanstandungen und danach hielt die Polizei den Verkehr auf der Autobahn an, damit wir weiter fahren konnten. Ein wirklich netter Service, der anscheinend in den 33 Euro enthalten ist, denn wir mussten nichts extra bezahlen.


Jetzt kamen also die endlos gefühlten 17 Kilometer. Das erste Mal das wir uns nicht über die Temperatur im Inneren erfreuten, denn es war sowieso schon warm heute. Als dann endlich der Ausgang kam wurde es nicht wirklich angenehmer, denn hier herrschten 26 Grad bei herrlichstem Sonnenschein. Mittlerweile war fast jedes Kleidungsstück am Körper zu viel. Somit steuerten wir den nächsten Rastplatz in Bellinzona an. Kurz vor der Ausfahrt flog ein roter Müllsack dem Jannik vor den Roller, aber diesmal hat er ihn nicht mitgenommen. Für Jens kamen die Erinnerungen an das EWS von 2008 wieder, aber dies Mal ging alles gut - war ja auch ein anderes Motorrad, Die Biker aus Katar kamen wieder dazu, mehrere andere Reisende sprachen uns wieder an und wir versuchten unsere Kleidung auf das Nötigste zu reduzieren.

Die Schweiz zu verlassen bedeutete ein wenig Stau. Es war aber innerhalb von 10 Minuten erledigt und somit sind wir schon einmal in unserem Zielland angekommen. Hier begeistert sich Jannik auch gleich für die schönen Mautstationen. Gleich die erste war so begeisternd, das wir sofort danach eine Rast einlegten. Nach diesem Stopp ging die Tour gemütlich an Mailand vorbei Richtung Genua. In Stazzano verließen wir dann die Autobahn um den Rest der Strecke durch die kleinen Dörfer zu fahren. In Arquata Scrivia fanden wir eine Tankstelle mit Service und einen U2 Supermercato um für die Weiterfahrt und das Leben auf der Fähre gerüstet zu sein.

Auf den letzten Kilometern bis Genua fehlte nur noch etwas Essbares wie zum Beispiel eine Pizzeria. Irgendwie war unterwegs alles wie ausgestorben. Knappe 10 Kilometer vor unserem Ziel fanden wir dann einen ganz kleinen Pizza-Laden. Besser eine Pizza am Motorrad im Stehen als hungern, dafür war sie aber super lecker und exzellent belegt! Der Chef war ganz stolz auf seine Arbeit und das zu Recht. Nun sollten die letzten 10 Kilometer folgen, was aber eher einer Stadtirrfahrt glich. Irgendwo falsch abgebogen und dann den Weg zum Fährterminal nicht gefunden. Nun kennen wir Genua in Hafennähe recht gut, besonders die "Wendestelle" die wir nur drei Mal nutzten. Die dort postierte Polizistin schaute schon verwundert.

Als wir endlich doch noch ankamen, war die Beladung in vollem Gange. Nachdem unsere Tickets kontrolliert wurden durften wir uns noch ein wenig gedulden und der Beladung zusehen. Dann war es endlich soweit und wir wurden aufgefordert. Langsam ging es bis ins Unterdeck und dort durften wir die Motorräder in der hinteren Ecke abstellen. Allerdings war der Boden dort sehr nass und schmierig, so dass es gefährlich war zu rangieren. Jeder half mit das alle sicher einparken konnten.



Jetzt durften wir mit dem Gepäck in die oberen Regionen, wo die Zimmer auf uns warteten. Unsere Suite auf Deck 8 gefällt uns sehr gut und nach den ersten Fotos kamen die Koffer in den Schrank, die Klamotten wurden gewechselt und es ging auf Erkundungsrundgang. Die Bar wurde um EIN Kaltgetränk erleichtert und danach waren die Flaschen ausverkauft - diesmal waren wir nicht Schuld!!! Zur Abfahrt noch auf das Deck und mit vielen Anderen die Ausfahrt aus dem Hafen angesehen. Nach einer kleinen gemütlichen Plauderrunde war dann der Tag für alle vorbei und wir zogen uns in unsere Kabinen zurück.



Tiefsttemperatur      13,0 Grad
Höchsttemperatur      26,0 Grad
Gotthardtunnel      37,0 Grad
Maut Italien     10,60 Euro
Tagesfahrleistung        551 km


5.Tag Dienstag 15.04.2014

Unsere Mini-Kreuzfahrt durch das Mittelmeer mit ungefähr 43 km/h laut Navi. Einige konnten gemeinsam zum Frühstück, andere mussten Ausschlafen. Trotz allem war es gut die Vorräte eingekauft zu haben. Das Essen in unserer Suite machte auch viel Spaß.





Den Tag über machte jeder auf was er Lust hatte. Manche wollten einen Sonnenbrand, andere pflegten Tourberichte, aber fast alle waren permanent müde. Das Schaukeln auf dem Schiff hatte anscheinend einschlafende Wirkung. Auf dem rechten Foto habe ich einmal unsere Suite markiert und den Standort der Motorräder.



Zu 17 Uhr mussten dann die Kajüten geräumt werden und das Warten auf die Ankunft begann. Das Schiff legte pünktlich 18:30 Uhr an und danach wurden in einem nicht wirklich durchschaubaren System die Menschen zu den Fahrzeugen gebeten. Es begann eine kurze, aber intensive Abenteuertour durch Palermo. Nachdem Jannik mit einem Einheimischen ein paar Roller verrückt hatte, passten auch alle Motorräder in die Parkplätze.




Nach dem Bezug des Hotels machten sich alle schnell fertig, damit wir zum Essen kamen. Unser Hotelier reservierte uns einen Tisch und somit war auch dies sicher. Nach einem sehr guten Essen gab es noch ein ganz klein wenig Kultur auf dem Rückweg zum Hotel bevor dieser Tag ausklang.




Tagestemperatur laut Kapitän absolut unverständlich
Tagesfahrleistung        3,5 km


6.Tag Mittwoch 16.04.2014

Der Tag begann mit einem guten Frühstück bei dem es sogar Milchkaffee ohne Kaffee gab,,,
Nach dem Beladen der Motorräder führte uns dann der Weg aus Palermo heraus. Hupen ist hier absolut erwünscht und gehört dazu. Ansonsten fährt oder läuft jeder wie er will doch irgendwie funktioniert das doch recht gut. In einer Umleitung sperrten zwei Polizistinnen sogar die Vorfahrtstraße damit wir fahren konnten.



Auf dem Weg zum Kap San Vito fuhren wir durch die Stadt des Marmor, Hier waren alle Straßen weiß, aber der Beweis kommt später. Am Kap gab es lustig aussehende Katzen, Feigenkakteen, die als Partymeile für Schnecken dienten und viele andere Eindrücke die aufgenommen wurden.





Nach der Abfahrt am Kap wurde beschlossen das wir uns irgendwo etwas essbares kaufen und eine Pause machen. Ein kleiner Laden am Wegesrand belegte unsere Brötchen nach Wunsch und es gab ein lecker Picknick am Straßenrand. Kaum fertig mit Essen tauchten ein paar Tropfen auf. Also fertig machen und weiter fahren.




Der Regen war nur kurz und bei der nächsten Pause sahen wir dann den Marmorstaub an den Motorrädern. Ob jetzt der Wert des Fahrzeugs gestiegen ist, wissen wir aber nicht. Die letzten Kilometer bis zum Quartier waren mit verwirrenden Verkehrszeichen gespickt und alle scheinen nur für Touristen zu gelten, oder wir kennen die wahre Bedeutung nicht.




Das Hotel erreichten wir durch eine abenteuerliche Eisenbahnunterführung, die einem Fußgängertunnel glich. Nach Einchecken und Umziehen gingen wir in die Altstadt und suchten uns etwas Essbares. Danach noch einen Blick auf den beleuchteten Tempel bevor die Nachtruhe begann.





Tiefsttemperatur      13,0 Grad
Höchsttemperatur      19,5 Grad
Tagesfahrleistung        327 km


7.Tag Donnerstag 17.04.2014

Das Hotel wurde nach dem Frühstück und dem Tourbericht verlassen mit Ziel Tal der Tempel. Hier angekommen zuerst festgestellt das der Parkplatz von 2009 weg war, also einen anderen angesteuert. Nach dem Abstellen und Sichern begann für einige der Aufstieg zu den Tempeln.





Der erste Tempel ist von dieser Seite kommend der Hera-Tempel. Dort wurden die ersten Fotos zur Erinnerung geschossen. Die Aussicht und das Wetter waren einfach grandios. Selbstverständlich ist das ein Touristenmagnet und somit war es sehr schwer Fotos zu schießen ohne andere Personen darauf zu haben. Trotz allem ist es ab und an gelungen.




Nachdem der Hera-Tempel besucht wurde, ging es weiter Richtung Concordia-Tempel. Die Aussicht dort hin ist schon unbeschreiblich. Wie haben die damals mit ihren Mitteln solche Monumente auf solchen Höhen bauen können? Der Weg zum nächsten Tempel war gesäumt mit alten Brunnen, Grabkammern und jede Menge für uns teils exotische Pflanzen. Der Anblick war sehr erstaunlich.




Der Concordia-Tempel zog natürlich die Massen an, denn er soll der besterhaltene und wohl auch schönste Tempel sein. Urteilen darf jeder selbst, aber uns gefiel er auch sehr gut. Hier hatten alle ihren Spaß, auch wenn einige Fotos der Zensur zum Opfer fielen. Die Stimmung und das Wetter waren jedenfalls auf Höchststand.




Es wurden noch Touristen abgelichtet die sogar größte Höhen nicht scheuten um einen besseren Blick auf das Objekt der Begierde zu bekommen. Einer der vielen Olivenbäume steht hier anscheinend schon länger herum. Zum Größenvergleich stellte ich mich einmal daneben. Obwohl noch weitere 3 Tempel folgen, begannen wir mit dem Rückweg. Das diese Entscheidung richtig war zeigte sich wenig später nach der Abfahrt. Da kam doch wieder dieses nasse Zeugs vom Himmel.



Da die Wolke unseren Weg nur gelegentlich kreuzte, gab es immer wieder kurze Phasen die Nass waren und dann auch wieder trockene Phasen. Erstaunlich dabei die Temperatursprünge von fast 10 Grad. Was sie auf jeden Fall hier ausreichend haben sind Baustellen mit teilweise unerklärlichen Verkehrszeichen. Die 30-10-30 Schilderkombination auf nicht einmal 100 Meter musste man genau so wenig verstehen wie das Überholverbot das anscheinend nur für Touristen zählt.




In Caltanissetta wurde eine Pause eingelegt bei einem nicht unbekannten großen Buchstaben. Lustig war eigentlich die Zufahrt zum Parkplatz direkt durch den Kreisverkehr. Hier gab es Stärkung, Toiletten- und Rauchbedürfnisse die gestillt werden konnten. Die Weiterfahrt führte uns an Enna oben auf einem Berg vorbei, aber leider wirkte das bei der Wetterlage nicht so gewaltig wie es sonst ist. Die Weiterfahrt war dann recht unspektakulär da der Ätna fast komplett in Wolken gehüllt war.



Die letzte Kurve vor dem Hotel brachte uns eine etwas längere Pause wegen zwei Zügen. Das hatte ich auch aus 2009 noch so in Erinnerung das der mehr geschlossen als geöffnet ist. Danach sind es keine 300 Meter Fahrt mehr gewesen bis wir die Motorräder vor unserem Hotel parken konnten. In Ruhe das Hotel bezogen, die Sachen hoch geschleppt und nach einem Feierabendbier den Tag ausklingen lassen.




Am frühen Abend dann ein Rundgang durch den Ort. Vom Hotel aus keine 100 Meter bis zum Strand mit Blick auf Taormina. Die Promenade entlang zum Geldautomatenbesuch und unterwegs die Lokale begutachtet. Als die Entscheidung auf ein Restaurant gefallen war, wurde es erfolgreich eingenommen obwohl wir die ersten Gäste waren. Dies änderte sich schlagartig, denn als wir satt und zufrieden wieder gingen war das Lokal rappel voll.




Auf dem Rückweg noch einen Blick in die Kirche wo gerade das Abendmahl gereicht wurde. Von hier aus gingen wir den direkten Weg zum Hotel und genehmigten uns noch Eis zum Abschluss. Ab heute fahren wir unbeladen, denn für die nächsten fünf Nächte sind wir hier.






Tiefsttemperatur        8,5 Grad
Höchsttemperatur      19,0 Grad
Maut Italien       1,70 Euro
Tagesfahrleistung        217 km


8.Tag Freitag 18.04.2014

Der heutige Tag begann feucht, also wurde der Bustrip nach Taormina angesetzt. Der Weg zur Haltestelle war gigantisch, denn er hielt direkt hinter unseren Motorrädern. Hin und Zurück für 3 Euro ist sinnvoller als teures Parkhaus und den ganzen Tag in Motorradsachen herumlaufen.





Der Bus hält direkt in der Altstadt von Taormina, wo wir uns dann erst einmal für eine Nebenstrecke entschieden. Danach folgte dann der Besuch des Teatro Antico. Auf Sizilien kosten Personen unter 18 und über 65 Jahren gar nichts und die bis 25 Jährigen zahlen nur die Hälfte. Leider fällt bis auf Jannik keiner in diese Regelung, also volle Preise. Im Theater sind sogar Bestuhlung und Bühne aufgebaut.



Der Himmel riss zwischendurch immer wieder auf, aber der Ätna hielt sich heute sehr bedeckt. Die Aussicht drumherum sowie das Theater selbst sind aber auch so beeindruckend. Einen schönen Blick hatten wir auf unseren Urlaubsort Letojanni. Es war wiederum nicht einfach Fotos ohne Touristenmengen zu machen, aber auch das ist eine Herausforderung.



Einige Erinnerungsfotos wurden geschossen, denn ob man hier noch einmal hin kommt? Erstaunlich mal wieder was damals an Material bewegt wurde und wie das alles erbaut wurde. Ein witziges Bild ergab sich beim nächsten kurzen Regenschauer, wo sich fast alle irgendwo einen kleinen Schutz suchten.






Nach dem Theater wurde die Stadt noch erkundet. Es gab viel zu sehen wie nette Nebenstraßen, irre Obststände mit unglaublichen Zitronen und Geschäfte mit Waren die manchmal nicht Jugendfrei waren.





Wie versprochen wurde ab Mittag das Wetter immer besser. Somit wurden die Fotos auch immer schöner. Die Kirchen sind schon alle für Ostern vorbereitet und als dann alle langsam Fuß lahm wurden gingen wir zurück zum Bus. Auf dem Weg dort hin sahen wir die Massen die nun ins Theater wollten. Wie gut das wir am Vormittag dort waren. Der Bus zurück war sehr voll, so dass nicht alle sitzen konnten, aber es machte trotzdem Spaß den Busfahrer bei der Fahrt durch die Straßen zu beobachten.



Zum Essen ging es diesmal in ein Strandlokal, wo Dirk einen Stuhl zerlegte. Ob es am Essen lag wissen wir nicht, aber das ganze Lokal inklusive der Bedienung musste lachen. Der Rückweg zum Hotel führte uns noch zu einer kleinen Wein und Likörprobe bei der einige sich für zu Hause eindeckten. Abends zog dann noch eine Prozession am Hotel vorbei bevor die Nachtruhe begann.




Temperatur laut Bus Hinfahrt      21,0 Grad
Temperatur laut Bus Rückfahrt      25,0 Grad
Tagesfahrleistung nur mit dem Bus


9.Tag Samstag 19.04.2014

Der erste Blick aus dem Fenster zeigte einen fast strahlend blauen Himmel. Somit wurde einstimmig beschlossen heute die Ätna Rundfahrt zu machen. Zwei mit Bauchkneifen kamen auch mit, waren sich aber nicht einig ob es das Essen oder das Trinken war. Startklar fuhren wir durch den Ort um festzustellen das die geplante Eisenbahnüberquerung nicht klappte weil zurückgebaut. Somit gab es eine Rundfahrt über die komplette Promenade. Kaum auf der Autobahn ertönte im ersten Tunnel ein Hupenlied und aus dem Tunnel heraus der erste Blick auf den sehr freien Ätna.


An der Mautstelle hatte Jannik zwar leichte Probleme mit dem Automat, aber er meinte das Jens ihn kaputt gemacht hätte. Davon hat er aber nichts gemerkt. Danach ging die Fahrt durch einige teils abenteuerlich wirkende Straßenführungen Richtung Vulkan. Die Tour durch die Lava hatte schon eine beeindruckende Wirkung auf alle. Erst wenn man Ewigkeiten durch die Lava fährt wird einem bewusst wie gigantisch dieser Vulkan ist. Jetzt wurde auch allen klar weshalb die 160 Kilometer laut Navi über 5,5 Stunden dauern sollten.



Am ersten Punkt, Ätna Nord, stehen wir vor dem Krater von 2001. Den Weg weiter nach oben über Seilbahn, Fußmarsch, Jeep oder Esel ersparen wir uns. Trotzdem ist es hier schon mächtig gewaltig und die Sicht ist extra gut für uns. Den gewaltigen Fußmarsch von 100 Meter zum Krater Silvestri, der 1986 ausbrach, den nahmen wir allerdings in Angriff.




Der Ätna hat ja keinen "Hauptkrater", sondern ganz viele einzelne. Nach diesem Erlebnis nutzten einige noch gewisse Örtlichkeiten bevor die Fahrt weiter ging. Nun sollte das versunkene Haus kommen. Der Stopp nach den Navidaten zeigte uns allerdings nur Lava. Davon war hier sowieso genug.





Kaum weiter gefahren tauchten Touristen am Straßenrand auf und da war es dann doch noch. Wir waren einfach eine Kurve zu früh. Wenn man das Haus sieht, fragt man sich weshalb doch immer wieder auf dem Vulkan gebaut wird. Die weitere Tour ging zum Westen des Vulkans auf teils abenteuerlichen Straßen bis nach Bronte, wo wir einen Tank- und Verpflegungs-Stopp einlegten.




Nun begann die Nordrunde mit einer geplanten Kaffeepause an einer Skihütte. Die Fahrt dort hin hinterließ wieder viele Fragezeichen wegen der Geschwindigkeitsvorgaben. Zum Glück war der Belag nicht halb so schlimm wie in einigen Reiseführern angedroht. Vielleicht lag es aber auch am trockenen Wetter. Den italienischen Motorradtreff sahen wir auch Unterwegs.




Es gab Kaffee Latte, Cappuccino oder grünen Tee. Es machte einfach Spaß hier in der Sonne zu sitzen und zu relaxen. Gelegentlich kamen Skifahrer vorbei. Von hier aus waren es nur noch 45 Kilometer zurück zum Hotel. Die nahmen wir dann in Angriff da ein Magenleidender nun doch ins Bett wollte.





Der letzte Tunnel vor unserem Zielort wurde durchfahren, die Motorräder vor dem Hotel geparkt, ein "Tourendebier" getrunken, ins Museum gegangen, eingekauft oder einfach nur ins Bett gelegt bei Wasser und Brot. Dem Kranken wünschen wir alles Gute und die Anderen ließen den Abend beim Essen gemütlich ausklingen.




Tiefsttemperatur am Ätna        8,0 Grad
Höchsttemperatur im Tal      19,0 Grad
Maut Italien       1,70 Euro
Tagesfahrleistung        197 km


10.Tag Sonntag 20.04.2014

Heute kam die Nordrunde durch die Berge. Zuerst durch Letojanni auf die Autobahn für ein kurzes Stück und dann Richtung Francavilla. Die SS185 führt durch ein Nationalreservat und um einige Berge herum. Die Auffahrten sind für uns spannend und interessant, aber für Einheimische anscheinend kein Problem bei dem Fahrstiel.




Die komplette Fahrt durch die Berge war ein einziges Rechts nach Links nach Rechts nach Links. Man konnte fast Seekrank werden, so schaukelte es durch die Kurven. Es war wohl kein zusammenhängender Kilometer geradeaus dabei. Diese 47 Kilometer dauerten deshalb auch fast 3 Stunden reine Fahrzeit.





Ab und an kam ein Ort. In dem größten Ort Novara war wohl heute jeder auf den Beinen, denn schließlich war Ostern. Was wir nicht heraus bekommen haben, ob man mit kurzen Röcken auch in die Kirche geht. Wir mussten leider weiter und konnten diese Frage somit nicht klären.





Nach dieser wunderbaren Bergtour kamen wir an der Nordküste an und suchten uns einen Platz in Terme Vigliatore zum Rasten. Eine kleine Bar hatte geöffnet und es gab hiesige Spezialitäten.





Manche mochten keine Kurven und Berge mehr, so dass sich die Gruppe aufteilte. Manuela, Jens und Jannik fuhren also weiter und kamen als erstes zu der Santuario Maria SS Del Tindari. Der Weg dort hin war schon wieder ein einziges Kurvenparadies.





Nach dem Besuch also wieder in die Berge Richtung Heimat. Diesmal sahen die Straßen vollkommen anders aus. Mitten im gefühlten Nichts begegnete uns sogar eine Tankstelle. Autos kamen uns die folgenden zwei Stunden nur drei Stück entgegen. Eine schöne, aber einsame Gegend und einig waren wir drei uns in dem Punkt das von uns keiner hier wohnen möchte.




Spontan wurde noch eine Lehrstunde eingeschoben. Lieber Jannik, das hier ist ein Kaktus ;-)
Auf einem Plateau ein erneuter Foto Stopp mit kurzer Pause. Die Bar haben wir nicht besucht, da der Kaffeepegel noch hoch genug war. Weiter führte uns der Weg über die Brücken auf dem rechten Bild. Dort störten wir nur einige Vögel beim Mittagsschlaf.




Auf dem weiteren Weg kamen wir dem Ätna immer näher. Beim nächsten Stopp sahen wir das die Entscheidung richtig war am Vortag zum Ätna zu fahren. Heute war er komplett im grauen Himmel verborgen, aber man konnte gut den Rauch aus dem Schlund erkennen. Jetzt wurde noch beschlossen die Rücktour etwas auszuweiten und dann fuhren wir zum nächsten Etappenziel weiter.




Dort oben thront das Castelmola und dort wollen wir hin. Hier sind teilweise abenteuerliche Steigungen und Spitzkehren aber trotz Verkehr und Trockenkupplung alles kein Problem. Die Auffahrt lohnt allemal denn der Ausblick ist sehr beeindruckend.





Die Abfahrt war gar nicht so schlimm wie befürchtet und zurück am Hotel freuten wir uns über einen reservierten Tisch im Lokal, damit auch dieser Abend gemütlich ausklingen konnte.





Tiefsttemperatur      18,5 Grad
Höchsttemperatur      26,0 Grad
Maut Italien       0,50 Euro
Tagesfahrleistung        197 km


11.Tag Montag 21.04.2014

Der letzte Tourtag auf der Insel begann mit einem Suchspiel.

Wo ist der Ätna hin?

Da wir heute an den südlichen Teil der Insel wollten nutzten wir die Autostrada. In Höhe Catania standen wir das erste Mal im Stau. Hätten wir da schon gewusst wie die Sizilianer ihren Ostermontag verbringen, wir hätten wohl den ganzen Tag anders geplant. Kurz vor Sylesia drehten wir dann um und planten ein neues Ziel.

Da die Autostrada hier noch neue Anschlussstellen bekommt, fuhren wir leider etwas fehlgeleitet durch die Schilder. Als wir wieder dem Navi vertrauten bedeutete das dann einmal Umdrehen. Es war einfach zu tief und zu glatt um dort durch zu fahren. Wieder zurück fuhren dann kurz vor der Autostrada Ute und Wolfgang heim, der Rest beschloss den Tag zu genießen.




Der Weg führte uns nach Floridia zu einer kleinen Bäckerei, Dort kauften wir leckere neue Sachen und wir erregten so viel Aufsehen das es weitere Wegzehrung zum Mitnehmen gab. Dafür wurden wir auch mehrmals fotografiert. Das Bier mussten wir allerdings ablehnen. Nachdem Jens schnell tanken war, sollte es in die durch ein Erdbeben versunkene Stadt Noto Antica gehen.




In Noto Antica wurde uns dann klar was die Sizilianer alles am Ostermontag machen - Familienausflug mit Picknick. Kaum ein Quadratmeter der nicht benutzt wurde. Die Fahrzeuge parkten die schmalen Straßen zu und wir mussten aufpassen das wir schadlos durch kamen. Von hier aus gaben wir unser Hotel als Ziel ins Navi ein, damit wir zum Essen zurück sein konnten.




Unglaublich das in so kurzer Zeit der Ätna auf der Nordseite komplett Schneefrei war. Kurz vor Letojanni wollten wir noch tanken. Bei Dirk war nach 1,7 Litern die Tankstelle alle. Später stellten wir beim Gang durch den Ort fest das auch der Geldautomat alle war. Ebenso das Pistazieneis und das Messina Bier im Hotel. Es war wohl das Zeichen das wir Abreisen sollten. Teilweise wurden Abends noch die Motorräder bepackt und dann war auch dieser Tag vorbei.



Tiefsttemperatur      21,0 Grad
Höchsttemperatur      27,0 Grad
Maut Italien       3,40 Euro
Tagesfahrleistung        329 km


12.Tag Dienstag 22.04.2014

Nach dem letzten Frühstück, dem letzten Packen und einer überaus herzlichen Verabschiedung führte uns der Weg zurück auf das Festland. Die Autostrada war unspektakulär, aber Messina um so spannender.





Zuerst wurden am Fähranleger die Tickets gekauft und plötzlich sollten wir uns beeilen. Kaum auf der Fähre wurde die Ladeluke geschlossen und die Überfahrt begann. Das war eine so genannte Punktlandung. Auf der ehemaligen dänischen Fähre dauerte die 7 Kilometer Überfahrt gute 20 Minuten bei knapp 20 km/h. Es war sogar möglich das Deck recht stressfrei zu besuchen.




Auf dem Festland angekommen ging es fast sofort auf die Autostrada. Zum Glück waren schon viele Teilstücke der neuen Streckenführung fertig, sonst hätten wir noch länger gebraucht.





Irgendwann tauchte dann endlich der Vesuv am Horizont auf. Unser heutiges Etappenziel sollte Pompeji sein. Die Fahrt durch den Ort zum Hotel ließ uns noch nicht glauben was uns erwarten würde. Das Hotel übertraf dann doch die Erwartungen und alles wurde inspiziert. Mal sehen wie es am Tage wirkt. Der Abend war jedenfalls sehr schön und hinterließ viele Eindrücke.





Tiefsttemperatur      18,5 Grad
Höchsttemperatur      29,5 Grad
Maut Italien       4,00 Euro
Fähre Messina-Villa San Giovanni    13,00 Euro
Tagesfahrleistung        500 km


13.Tag Mittwoch 23.04.2014

Nach einem reichhaltigen und sehr abwechslungsreichen Frühstück ging es in die Hotelanlage um ein gemeinsames Foto zu erstellen. Schnell das Stativ geholt, Fotoapparat eingestellt und mit Selbstauslöser das Foto gemacht. Ich denke das es ganz gut gelungen ist und eine schöne Erinnerung bleibt.





Die Gruppe teilte sich in zwei Teile. Ein Teil der mit den Motorrädern zuerst zum Vesuv und dann nach Pompeji fuhr und der andere Teil der den Hotelshuttle nutzte um nach Pompeji zu kommen. Wir waren bei der Gruppe mit Vesuv und somit begann die Fahrt dort hin. Am Parkplatz angekommen bekamen wir einen zugewiesen und der Aufstieg konnte beginnen.





Am Kraterrand angekommen bot sich ein imposantes Bild. Egal ob der Blick auf den Weg, auf Neapel oder den Krater fiel. Alles ließ uns in Ehrfurcht erstarren, denn das der Vesuv einer der größten und gefährlichsten Vulkane weltweit ist, ist allgemein bekannt. Es war zwar friedlich hier oben, aber es war kaum vorstellbar wo wir stehen.





Der Abstieg war ebenso anstrengend wie der Aufstieg und dann fuhren wir nach Pompeji, wo wir etwas Essen wollten und versuchten die Anderen zu treffen. Nach dem Essen sahen wir sie dann über die Straße kommen. Zum Schluss gingen Jannik, Andreas, Manuela und Jens in die versunkene Stadt, die anderen wollten zurück ins Hotel.




Pompeji - bisher nur in der Schule gehört oder im Fernsehen gesehen. Nun waren wir also dort vor Ort. Zuerst sind wir in das Amphitheater gegangen und dann weiter eine alte Straße durch den Ort. Wenn man bedenkt das dies hier teilweise 2000 Jahre und älter sein kann, dann kann man sich das wieder überhaupt nicht vorstellen.




Noch ein paar Impressionen die jeder auf sich einwirken lassen kann. Wir konnten nur einen Teil der Stadt sehen und trotzdem waren wir dann irgendwann fertig mit dem Aufnehmen von Wissen. Nur die "Gipsleichen" wollten wir gerne noch sehen.




Als wir schon fast aufgeben wollten, fanden wir sie dann doch noch wohlbehütet hinter Glas. Es sind Abdrücke aus den gefundenen Hohlräumen, die nach der Verwesung entstanden sind, Sie sehen so echt aus, als ob sie schlafen.




Auf dem Heimweg sahen wir erst noch irre Zitronen neben Orangen liegen und dann mit den Motorrädern zurück zum Hotel. Der letzte Abend hier sollte beginnen. Alle gingen zum Essen, nur Manuela und Jens aßen noch einmal im Hotel. Heute sollte der Abend etwas früher zu Ende gehen.





Tiefsttemperatur      11,5 Grad
Höchsttemperatur      23,0 Grad
Maut Italien       4,00 Euro
Tagesfahrleistung        62 km


14.Tag Donnerstag 24.04.2014

Heute trennen wir uns nicht nur von diesem doch recht außergewöhnlichen Hotel, sondern auch von Dirk und Bianca, die aus familiären Gründen abreisen mussten. Wir wünschen ihnen eine gute Fahrt, hätten sie aber lieber weiter bei uns gehabt.





Dieser Tag der Rückfahrt soll uns also in ein Land bringen, in dem noch niemand von uns vorher gewesen ist. Wir müssen die Seite wechseln und somit geht der Weg von der Westküste durch die Berge zur Ostküste. Unterwegs ungefähr alle 100 Kilometer beziehungsweise alle Stunde eine Pause. In den Bergen zog jedoch der Himmel immer mehr zu.




Als wir dann aus dem 10,2 Kilometer langen Gran Sasso-Tunnel kamen wurde es etwas feucht von oben. Ein kurzer Stopp mit Absprache das wir einfach weiter fahren. Es wurde mal etwas mehr, mal etwas weniger, aber nie so viel das es unerträglich wurde. Was keinen Spaß machte, war der damit verbundene Temperatursturz weshalb sich einige Pullover oder Innenfutter anzogen. Bei einer Rast hatte Jannik dann einen kleinen Spatz als neuen Freund gewonnen. Er schaute so freundlich und ohne Angst zu dem riesigen Ungetüm neben sich auf. Sein herzzerreißendes Betteln hatte Erfolg, da Jannik nachgegeben hatte und ihm von seinem Brot abgab. Die Freundschaft hielt allerdings nur bis zum Ende des Essens.



Irgendwann waren wir dann endlich Rimini-Süd, wo wir die Autostrada verlassen konnten. Die gestiegenen Temperaturen und die wieder aufgetauchte Sonne hatten alle feuchten Stellen abgetrocknet. Nur sauber sind die Motorräder dabei wieder nicht geworden. Sie sehen mittlerweile aus als wären wir durch einen Sandsturm gefahren. Die letzten 23 Kilometer bis San Marino waren dann auch bald erledigt und das Hotel wurde bezogen.



San Marino war die Überraschung für alle. Eine super schöne Stadt an einem Berg gelegen mit Aussichten die seines gleichen suchen. So konnten wir auf dem Weg in die Altstadt die Sonne untergehen sehen nur leider gab es nicht mehr so viele Fotos der Altstadt da es nun dunkel wurde. Nach einem sehr guten Essen und mal wieder etwas Gelati gab es auf dem Rückweg zum Hotel noch einen Schaufensterbummel. Morgen reisen wir wohl etwas später ab. Den beiden Heimreisenden ging es auch gut, sie sind bis Deutschland gekommen. Wir wünschen ihnen weiterhin alles Gute.



Tiefsttemperatur      11,5 Grad
Höchsttemperatur      25,0 Grad
Maut Italien     33,80 Euro
Tagesfahrleistung        548 km


15.Tag Freitag 25.04.2014

Der Blick am Morgen aus dem Hotelfenster lässt die Vorfreude auf den Tag aufkommen. Hätten wir das vorher gewusst wie schön es hier ist, wären wir sicherlich mehr als nur eine Nacht hier geblieben. Bestimmt hat uns San Marino nicht das letzte Mal gesehen. Nun werden wir uns fertig machen und zum Frühstück gehen. Danach wird dann von einigen noch etwas eingekauft bevor wir abfahren. Die Versuchung ist wohl doch zu groß.




Gut das wir die Tour nach Maranello kurzfristig auf die Autostrada verlegt haben. Was wir erst unterwegs erfuhren, das heute in Italien ein Feiertag ist und alle wollten an die Küste. Die Anfahrt zum Hotel führte uns am Ferrari Werk vorbei. Zuerst eine Ehrenrunde durch den Kreisverkehr mit dem Ferrari Pferd und dann vor das Werkstor ein paar Erinnerungsfotos machen.




Das Hotel bezogen und ein Taxi organisiert, da wir noch ins Ferrari Museum wollten. Die freundliche Organisation vom Hotel hat hervorragend funktioniert und somit kamen wir zu unserem Museumsbesuch. Hier tobte das Leben und viele waren nur zum Präsentieren hier. Trotz allem lohnt sich ein Besuch.





Im Museum gab es so viele Ferrari zu sehen wie ich noch nie auf einmal gesehen hatte. Wir besuchten auch die Sonderausstellung zur Formel 1. Nach 2 Stunden waren dann alle so kaputt das wir nach dem Erkunden des Ferrari Store die Anlage wieder verließen.




Alles Schöne geht irgendwann zu Ende und wir warteten auf unser Taxi zum Hotel, denn wir hatten einen Tisch zum Abendessen bestellt. Nach leckeren regionalen Köstlichkeiten, die uns alle satt und zufrieden machten, ging dann jeder auf sein Zimmer. Morgen früh wollen wir nämlich nicht zu spät starten.





Tiefsttemperatur      23,0 Grad
Höchsttemperatur      28,0 Grad
Maut Italien     10,20 Euro
Tagesfahrleistung        186 km


16.Tag Samstag 26.04.2014

Heute startete die Vierländertour (Italien-Schweiz-Österreich-Deutschland). Nach der morgendlichen Prozedur die Abfahrt aus Maranello. Schnell noch Erinnerungsfotos vor der Mühle, eine Tankstelle für Jannik und ab auf die Autostrada Richtung Mailand.





Gegenüber dem ersten Stopp eine nicht unbekannte Firma. Es gab im weiteren Verlauf noch einen Stopp in Italien um dann endlich die letzte Mautstelle des Urlaubs zu erreichen. Das erfreute alle. Mit dem Motorrad nervt das mehr als mit dem Auto (Handschuh aus-Ticket und Geld raus-Wechselgeld wieder rein-Handschuh wieder an).




In Bellinzona Süd danach die letzte Rast vor dem Bernardino. Gut das wir hier lang fahren denn vor dem Gotthard sind mindestens 3 Kilometer Stau. Den Bernardino Pass hoch kam Jannik an die Grenzen seines Rollers (zumindest derzeit im noch gedrosselten Zustand). Eine einzige Wolke gab ein paar Tropfen frei, aber das war nichts schlimmes. Vor dem Tunnel noch ein kurzer Foto Stopp und dann weiter den Berg hoch.




Die 6,6 Kilometer durch den San Bernardino Tunnel waren recht entspannt, denn die Temperatur war gut. Kaum raus aus dem Tunnel ein weiterer Foto Stopp. Hier gab es Kaffee, Haschi, Toblerone und andere Spezialitäten.





Im weiteren Verlauf fuhren wir Richtung Bodensee. Um hier nicht wegen weniger Kilometer Autobahn die österreichische Vignette kaufen zu müssen fahren wir durch Bregenz. Der Verkehr war heute sehr übersichtlich, so dass wir relativ schnell in Deutschland waren. Hier gleich auf die Autobahn die letzten Kilometer bis Altenstadt. Dort angekommen schnell alle vollgetankt und Verpflegung für den Sonntag eingekauft. Nach einem hervorragend gut bürgerlichen Essen begann die Nachtruhe mit einem schönen Gewitter.



Tiefsttemperatur      16,0 Grad
Höchsttemperatur      30,5 Grad
Maut Italien     16,70 Euro
Tagesfahrleistung        588 km


17.Tag Sonntag 27.04.2014

Nach zwei Wochen Frühstück im Ausland freute sich jeder über die Brötchenauswahl und den Kaffee. Nachdem alle gut für den letzten Tag gerüstet waren, wurden alle möglichen Regenbekleidungen angezogen. Die ersten 100 Kilometer im Regen ließen dann Ute eine super Idee haben. Wir ziehen einfach Dieselhandschuhe unter die Handschuhe bzw. darüber.




Nach weiteren 50 Kilometern war es dann endlich wieder trocken von oben. Alle ließen die Regensachen an und die Pausen wurden recht kurz bemessen, damit wir früh genug zu Hause sind. Es klappte ganz hervorragend bis kurz vor den Rastplatz Harz. Dann wurde es wieder feucht von oben. Am Rastplatz angekommen die diesjährige Verabschiedung und danach kamen nur noch recht kurze Etappen bis jeder zu Hause war.




Zu Hause angekommen alles nach oben geschleppt, das Motorrad vollgetankt und in die Garage gebracht. Manuela hat schon einmal die Reiseandenken ausgepackt und überprüft ob alles heile angekommen ist. Danach etwas relaxen und fertig machen für einen gemeinsamen Abend mit Dirk und Bianca. Es gibt sicherlich genug zu erzählen wo die beiden nicht mehr dabei sein konnten.







Tiefsttemperatur        6,5 Grad
Höchsttemperatur      22,5 Grad
Tagesfahrleistung        559 km


Vielen Dank nochmals an alle Teilnehmer!!!


Vignette Schweiz    33,00 Euro
Maut Italien    86,60 Euro
Fähre Genua-Palermo  282,29 Euro
Fähre Messina-Villa San Giovanni    13,00 Euro
Hotelkosten  983,00 Euro
verbrauchter Sprit      246,10 Liter
Spritkosten      423,27 Euro
Gesamtfahrleistung          4866 km