Nordfrieslandtour im Juli 2013

19.07. - 21.07.2013


Ein freier Termin und schon wurde eine kleine Tour geplant.

Es sollte Richtung Nordsee gehen und es ging los mit der Vorplanung. 6 - 8 Interessenten waren wir und es fand sich bald ein Hotel, jedoch wurde die Gruppe immer größer, wie auf dem Foto unschwer zu erkennen ist.



1.Tag 19.07.2013 Anreise in mehreren Gruppen


Die Anreise erfolgte in mehreren Gruppen. Einige starteten schon Vormittags, die Anderen im Laufe des Tages. Wir konnten erst 17 Uhr starten, da die Arbeit vorher rief.

Die Anreise ging Anfangs sehr entspannt. Die erste Etappe bis Uelzen und dort ein Tankstop. Von dort aus bis hinter Hamburg zur letzten Pause. Jetzt sollten es nur noch 35 Minuten sein, nur das Navi konnte noch nicht wissen das wir 2 Minuten später im Stau standen.




Endlich angekommen gab es noch Pizza, Flammkuchen und Kaltgetränke. Zimmer waren zum Glück ebenfalls vorhanden. Nach einem gemütlichen Abend ging dieser Tag zur Neige und Familie Müller hatte noch viel Spaß mit einem nachgebenden Lattenrost.

Tagesfahrleistung: 252 km

2.Tag 20.07.2013 Rundfahrt an der Nordsee


Eigentlich wollten wir Frühstücken "wie immer", aber einige waren schon sehr zeitig wach. Somit gab es schon früh morgens nette Gespräche auf der Terasse bei herrlichstem Ausblick. Ein Schwalbenpaar drehte Runde um Runde um den Nachwuchs zu versorgen. Dann ging es diesmal sogar eine halbe Stunde früher los und alle freuten sich auf den Tag.





Wir fuhren nicht nur die "Hauptstrassen", sondern auch die netten kleinen Nebenstrassen durch viele Kohlfelder hier im Dithmarscher Land. Die Aussicht unterwegs war schön und wir bekamen viel von der Region zu sehen. Ausserdem war sehr wenig auf den Strassen los.






In Friedrichskoog angekommen steuerten wir zuerst die Seehundstation an. Dort ist das Parken für Motorräder kein Problem. So weit es ging wurden Helme und Jacken verstaut. Wir kamen sogar als Gruppe rein. Ein kurzer Einblick in die Station sollte folgen.






Das Glück war auf unserer Seite, denn kaum eingetroffen durften wir der Fütterung beiwohnen. Diese Tiere sind nicht nur intelligent, sondern auch sehr schnell und ein wenig verspielt. Es macht immer wieder Spaß ihnen zuzusehen.





Jetzt folgte die wohl längste Etappe des Tages. Eigentlich wäre es sinnvoller gewesen zu laufen...

Trotz allem gab es lecker Essen egal ob Fisch oder nicht.
Matze war noch auf dem Weg zu uns, musste aber dem Urlaubsverkehr Tribut zollen, denn NRW hatte Ferien bekommen. Wir verabredeten uns somit am nächsten Etappenziel.



Einen kleinen Tankstop gab es auf dem Weg. Tankstellen sind nicht so oft hier im Norden. Einige tarnten sich mit farblich passenden Motorrädern, andere suchten verzweifelt den Eingang zum Topcase ;-)



Bald kamen wir dann am Eidersperrwerk an. Hier sollte eine etwas größere Pause kommen, denn hier warteten wir auf Matze.



Das Sperrwerk ist schon ein imposantes Bauwerk. Zeit zum Besichtigen hatten wir genug. Endlich traf dann auch Matze bei uns ein. Er war sichtlich erfreut uns zu sehen. Uns erging es ebenso. Warum wir aber an der Imbissbude eine Möwe futtern sollten ist uns nicht wirklich klar geworden.





Gemeinsam wurde beschlossen die Tour abzuändern und von hier aus zur Kaffeepause (hoffentlich im Schatten) zu fahren. Wir starteten also "durch das Sperrwerk" mit nun 12 Motorrädern. Eine nicht so leicht zu übersehende Gruppe.






Auf dem Weg trafen wir immer wieder auf schöne Oldtimer und auf eine lustige Autorallye. Sogar die Blues Brothers waren dabei. Nach einer erneuten Pause startete Matze zum Tanken durch und wir holten ihn dort ab. Weiter über den Nord-Ostsee-Kanal zum Café Beldorfer Mühle.




Gut das ich die Adresse im Navi hatte, denn sonst hätten wir das Café wohl kaum gefunden. Diese Pause wurde sehr ausgiebig, denn hier gab es den ersehnten Schatten für Mensch und Maschine, lecker Kaffee, Kuchen und auch Eis!





Kurz vor dem Hotel trennten sich die Wege. Einige wollten "offroad" zum Tanken, was allerdings misslang. Die automatisierte Tankstelle mochte uns nicht. Somit führte der Weg noch einmal in den nächsten Ort, während andere es sich schon gut gehen ließen und für manche gab es sogar ein Betthupferl ;-)





Tagesfahrleistung: 246 km


3.Tag 21.07.2013 Rückreise mit Fährfahrt


Alles Schöne ist sowieso immer zu schnell vorbei und somit gab es schon wieder das letzte Frühstück. Danach machten sich alle fertig und packten die Motorräder. Alles wartete auf den Start, der sich verzögerte, da ich das Navi vergaß. Als es endlich montiert war, wollte es wohl ebenfalls ein schönes Wochenende verbringen und verweigerte den Dienst.





Den Weg zum ersten Punkt fand ich auch ohne Navi und wir besuchten die tiefste Landstelle Deutschlands. Es ist erstaunlich wie tief das ist. Als Anhaltspunkt sieht man Hartmut unter dem Normalnull und auf dem anderen Foto ist Manuela vor den Hochwasserständen erkennbar.






Dirk hat uns mal schnell im ausliegenden Gästebuch (bzw. Ordner) eingetragen. Dann die Vorbereitungen für ein Gruppenfoto. Dank Jannik hatten wir sogar ein Stativ zur Verfügung. Während ich versuchte mein Navi zu reaktivieren, kühlten sich andere die Getränke oder den Nacken des Partners...




Wolfgang bekam die Route von mir auf das Navi und somit konnte es in leicht veränderter Reihenfolge weiter gehen. Auf dem Weg zur Fähre kamen wir durch den schönen Ort Wilster und wir trafen auf eine Demonstration gegen Atomkraft mit einer riesigen Teilnehmerzahl ;-)





Kaum an der Fähre Glückstadt nach Wischhafen angekommen, konnten wir auch schon auffahren. Als Reisegruppe bekamen wir auch hier einen Gruppenpreis. Sehr freundlich und entgegenkommend sind sie hier im Norden zu uns Motorradfahrern! Die Überfahrt dauert ungefähr 25 Minuten und machte bei dem Wetter auch richtig Spaß.




Auf der Niedersachsen Seite wartete schon Sabrina auf uns und erzählte von ihrer Anreise. Von hier an waren wir also mit 13 Motorrädern unterwegs. Die Tour führte uns über Nebenstraßen nach Stade. Dort wollten wir eigentlich ins Freilichtmuseum. Dies verfehlten wir aber. Vermutlich mochte Wolfgang sein Navi meine Datei nicht so sehr. Danach irrten wir an der hoffnungslos überfüllten Elbe entlang bis zu einer Tankstelle. Hier wurde ein amerikanisches Feinkostrestaurant im Navi programmiert und es ging ein wenig zurück.




Nach dem Parken gab es erst einmal Essen. Das machte diesmal doppelt Freude, denn die Räumlichkeiten waren klimatisiert. Keiner wollte so richtig raus ins Warme, außer die Raucher und der Jüngste, der unbedingt Rutschen wollte ;-)

Sehr lobenswert war in diesem Lokal das schöne und praktische Helmregal!






Von Stade aus fuhren wir auf direktem Weg nach Schneverdingen. Die Tour wurde jetzt abgekürzt, da die Wärme fast unerträglich wurde. In Schneverdingen angekommen lotste uns Sabrina zu ihrer Stammeisdiele. Wie gut für uns das nur sie dort jeden Tag vorbei kommt...

Nach der ersten Verabschiedungszeremonie fuhr also Sabrina nach Hause und Gerhard und Birgit nahmen die Autobahn.





Die restliche Gruppe wollte ebenfalls direkt nach Hause und es gab nur noch je einen Stop in Bergen und in Celle. Mittlerweile ließen die Kräfte bei allen nach. Einzig unsere jüngste Fahrerin (hatte zu diesem Zeitpunkt gerade einmal den 5. Tag ihren Führerschein) war immer noch topfit und ließ sich nicht abschütteln ;-)

Ute, Wolfgang, Tanja, Hartmut und Matze verabschiedeten sich dann hier und verließen uns unterwegs.




Die restliche Gruppe fuhr noch bis zum letzten Stop kurz vor Braunschweig. Olga und Michael machten sich auf den Weg Richtung Helmstedt und die üblichen Verdächtigen trennten sich dann nach und nach in Braunschweig. Das viele Gepäck musste noch nach Hause und dann war Duschen eine Pflichtveranstaltung zum akklimatisieren!

Vielen Dank an alle Teilnehmer. Ohne euch wäre das Wochenende nur halb so schön gewesen. Ich freue mich auf die nächsten Touren.


Tagesfahrleistung: 268 km


Spritverbrauch 36,91 Liter
Spritkosten 57,18 €
Gesamtfahrleistung 766 km