Emslandtour im September 2012

08.09. - 11.09.2012


2009 im Altmühltal geplant und endlich durchgeführt...

...Anlass war ein die Werft verlassendes Schiff und somit stand der Termin dann fest.

Die Planungen wurden um den Termin herum gelegt und einiges ergab sich dann erst nach und nach. Positives und auch Negatives sollte uns aber von der Tour nicht abbringen.

Die Vorfreude wurde mit den Berichten vom Schiff aus Papenburg in Zeitungen und Internet immer größer.



07.09.2012 Der Tag vor unserer Tour


Am Freitag fuhren Andrea, Michael und Beau schon nach Papenburg in das Hotel und ergründeten die Umgebung. Ich musste noch bis in den Abend arbeiten und somit wurde diesmal spät wie nie gepackt. Trotz allem sollte der Start am Samstag morgen klappen.


1.Tag 08.09.2012 Anreise und Werftbesuch


Die Tickets für die Besichtigung hatte uns Helmut schon vor langer Zeit reserviert und somit stand fest das es der Samstag sein würde. Da an diesem Tag auch ein Festival an der Werft stattfinden würde kamen noch leichte Probleme auf uns zu. Dazu aber später mehr.
Heute war es dann endlich soweit und wir starteten morgens um 8 Uhr ab Braunschweig mit 8 Personen auf 5 Motorrädern. Der erste Stop war schon nach kurzer Zeit am Rastplatz Lehrter See, wo wir Ute und Wolfgang auf ihren Motorrädern aufsammelten. Weiter ging es die Autobahn 2, 7, 27, 1 und 28 um möglichst schnell am Ziel zu sein. An der Kleinraststätte Hasbruch machten wir dann einen Kaffeestop. Zwei Mitfahrer tankten zur Sicherheit noch voll. Danach ging es weiter die A 28 und 31 Richtung Ziel. Kurz vor unserer Abfahrt dann eine Baustelle und in der Baustelle ein Unfall. Somit ein kleiner Stau mit einigen Minuten Verlust. Als es endlich weiter ging und wir die Autobahn verlassen konnten, kam die Erkenntnis das Dank des Festivals eine Brücke über die Ems gesperrt ist und wir somit einen etwas größeren Umweg fahren mussten.



Gegen Mittag erreichten wir dann endlich unser Hotel. Martin, als heutiger Tagesgast, war auch schon da. Schnell bezogen alle ihre Zimmer und machten sich fertig. Pünktlich gingen wir alle los um uns an der Touristinfo mit Helmut zu treffen. Ein Mißverständnis in der Kommunikation sorgte dann dafür das Helmut noch gar nicht vor Ort war. Selbstverständlich nutzten wir diese Zwangspause für ein Eis, Kaffee oder sonstiges für das Wohlergehen.




Endlich traf Helmut ein, der noch Wolfgang dabei hatte. Nun war die Besichtigungsgruppe komplett und wir konnten zum Shuttlebus. Da es heute sehr voll war, kamen sogar zwei Busse zum Einsatz die aufgrund des Festivals durch die Werft fuhren. Mit 14 Personen starteten wir die Besichtigungstour. Da Beau nicht mit in die Werft durfte opferte sich Andrea und leistete ihm Gesellschaft.






Die Besichtigung startete und wir erhielten jede Menge Informationen. Es war auch mit einem Fußmarsch durch die Werft verbunden, aber das störte wohl niemanden. Immerhin konnten wir uns alle vorher noch umziehen und keiner musste in Motorradsachen laufen. Sehr geschickt waren die gläsernen Brücken zu den Hallen gebaut worden, damit die Gäste gut, sicher und ohne Probleme für die Werftarbeiter zu den Fertigungshallen kommen können.





Alle, teils gewaltigen, Impressionen kann ich gar nicht darstellen. Wen das interessiert, dem empfehle ich einen Besuch vor Ort. Es lohnt sich sicherlich.
Viele Modelle der ganzen Anlage oder der erbauten Schiffe sind hier sehr detailliert zu betrachten. Zum Größenvergleich hat sich Uwe einmal geopfert.




Zwischendurch immer wieder ein Blick aus der Halle heraus auf die Celebrity Reflection (Foto links). Dies Schiff ist so groß, dass man es innerhalb der Werft gar nicht komplett auf ein Foto bekommt. In der einen Halle die Norwegian Breakaway (Foto rechts) die man hier schon erkennen kann. In der anderen Werfthalle die AIDAstella (auf dem Foto ganz rechts).




Langsam kam das Ende der Besichtigung und der kleine Hunger kam vorbei. Wir fuhren zurück mit dem Bus nach Papenburg und suchten uns ein Lokal in dem wir leider heute nicht Essen konnten. Trotz allem wurde im Roskamp´s ein Tisch für den nächsten Tag reserviert, Platz genommen und ein paar Kaltgetränke bei netten Gesprächen verbracht. Als dann das Bellini öffnete wechselten wir die Kanalseite zum Essen. Nachdem alle Satt und Zufrieden waren verabschiedete sich Martin von uns und machte sich auf den Heimweg. Wir gingen langsam ins Hotel um dort zu beschließen auf eine Plauderei in das Wirtshaus am Zeitspeicher zu gehen. Dort liessen wir den schönen Tag ausklingen bevor wir uns zur Nachtruhe begaben.

Tagesfahrleistung: 315 km

2.Tag 09.09.2012 Tour in die Niederlande


Nach einem guten Frühstück wurden langsam die Motorräder gepackt. Einzelne fuhren schnell noch Tanken um Startklar zu sein wenn unser Tourguide eintraf. Dies passierte etwas verspätet, da er verschlafen hatte. Die längere Nachtruhe sei ihm gegönnt gewesen, wir hatten keine Langeweile. Alle die Sonntag abreisen mussten zahlten oder holten erst noch Geld, denn im Hotel war nur "Bares Wahres" ;-)
Mit ein wenig Frotzeleien traf dann Helmut ein und es konnte ein sehr schöner Tag beginnen.




Wir fuhren kleine Straßen auf dem Weg in die Niederlande. In Bourtange angekommen wurden die Motorräder auf einem Bauernhof abgestellt und der kleine Fußmarsch in die Festung begann. Nachdem alle den wahnsinnig hohen Betrag zum Eintritt des Herbstmarktes geleistet hatten, ging es in die schöne Festungsstadt. Diese Stadt ist aufgebaut wie ein 5-zackiger Stern.



Kaum auf dem Markt eingetroffen teilte sich die Gruppe. Einige genossen hiesige kalte oder warme Spezialitäten, andere schauten sich den Markt oder die Festungsanlage an. Auf dem Foto ganz rechts die damaligen Toilettenanlagen :-)
Eine wirklich beeindruckende und schöne Anlage aus dem Jahre 1742 die einen Besuch Wert ist.





Als es danach weiter ging trennten sich einige Wege. Andrea, Michael und Beau machten sich auf den Weg zurück nach Kalkar. Dirk, Jessica und Thomas begleiteten uns noch ein Stück über Landstraßen bis wir die Autobahn kreuzten wo sie sich winkend verabschiedeten. Wir fuhren weiter Richtung Delfzijl. Dort angekommen stellten wir die Motorräder ab und wir begaben uns auf die Suche nach etwas Essbaren in die City.




Selbstverständlich fanden wir wieder etwas für das leibliche Wohl im Café Ziel. Danach folgte ein Fußmarsch durch die Fußgängerzone zum Strand. Auf dem Weg dorthin sahen wir in einem Geschäft "Henry und Harry". Dies erinnerte uns an unser erstes Hotel auf der Frühjahrstour in Freiburg.




Am Strand angekommen führte uns Helmut in das Eemshotel, damit der Spruch auf Andreas seinem T-Shirt endlich wahr wird. Nach lecker Kaffee begann dann die Heimfahrt, da wir unseren Tisch zum Abendessen für 18:30 Uhr gebucht hatten.




Auf der Rückfahrt ging es am Deich entlang. Die Straßen waren schmal und wenig befahren. So machte die Rückfahrt doppelt so viel Spaß. Zurück in Deutschland verabschiedete sich auch Uwe von uns, da er ebenso nach Hause musste. Somit fuhren wir in einer überschaubaren Gruppengröße Papenburg entgegen.




Kurz vor dem Ziel ging dann Wolfgang sein Motorrad kaputt. Wie sich später herausstellte war es das Radlager hinten. Wir fuhren zum Hotel an der Werft vorbei. Diesmal war die Brücke nicht mehr gesperrt, so das wir das Schiff noch einmal in voller Größe bewundern konnten. Pünktlich kamen alle im Roskamp´s an und Helmut brachte auch seine Helga mit. Nach hervorragendem Essen gab es vom Haus ein kleines Dessert.



Manuela machte mit Helga noch einen Abstecher zur Werft um das Schiff bei Nacht zu fotografieren. Alles ohne Stativ, aber dennoch gut. Danach endete unser toller Tag mal wieder im Wirtshaus am Zeitspeicher. Von hier aus waren es ja nur ein paar Meter bis zum Hotel.





Tagesfahrleistung: 146 km

3.Tag 10.09.2012 Tour durch Ostfriesland


Ein schöner Morgen begrüßt uns, denn heute soll es nach Greetsiel gehen. Wir starten diesmal pünktlich mit unserem Tourguide. Nur Wolfgang bleibt zurück, da er sich um den Rücktransport seines Motorrads kümmert und danach will er Papenburg näher ergründen. Auf dem Weg nach Greetsiel steuern wir zuerst das Emssperrwerk an.




Selbstverständlich stand uns unser Tourguide Helmut mit Informationen stets zur Verfügung. Ist schon toll einen eigenen Reiseführer dabei zu haben. Hier durch diese Passage müssen die Schiffe der Meyer Werft. Nach ein paar Auskünften über unsere Motorräder von Ute an Schaulustige ging es für uns weiter.



Der nächste Stop sollte schon der "Otto Leuchtturm" sein. Einmal falsch abgebogen und wir standen vor dem Campener Leuchtturm. Egal, wird der auch "mitgenommen". Danach dann weiter zum Pilsumer Leuchtturm. Leider wird der von den vielen Touristen total beschmiert, so das er nur aus der Ferne gut aussieht.





Greetsiel - Nabel der Welt (siehe Foto links) - ist ein hübscher kleiner Ort. Wir gingen durch den Ort um im "Zum alten Siel" Fisch zu essen. Leider klappte nicht alles und wir mussten über eine Stunde auf das Essen warten. Dafür war es aber sehr lecker und sehr gute Portionen. Nach dem Essen gab es ein leckeres Eis und es wurden Mitbringsel eingekauft. Als die wichtigen Dinge erledigt waren ging es zum Kaffeegenuß über. Jetzt waren wieder alle zufrieden und die Rückreise konnte beginnen. Helmut versprach uns noch eine Überraschung.



Mühlen gibt es genug. Ab und an kann man sich sogar eine kaufen. Was es auch gibt sind Kurven. Wir wurden dort hin geführt und dann kam sogar noch eine echt gewaltige Brücke.





In Amdorf führt über die Leda die mit 182 cm Durchfahrtsbreite schmalste Straßenbrücke in Deutschland. Zuerst mussten wir halten, denn es war Rot. Bei Grün dann die Fahrt über die Brücke. Sie ist wirklich klasse zu fahren. Gut das es Dank der Ampelsteuerung keinen Gegenverkehr gab.
Am Abend dann mit Wolfgang die Tageserlebnisse beim Essen im Wirtshaus am Zeitspeicher ausgetauscht. Helmut hat sich als Tourguide von uns hoffentlich nicht zu sehr "verfolgt" gefühlt. Jedenfalls war es ein gelungener Ausflug bei bestem Bikerwetter. Da am nächsten Tag wieder das immer noch "verbotene Wort" kommen sollte, planten wir am Abend die Rückreise etwas um. Danach wurde sich von Helmut verabschiedet und das Hotel für die letzte Nacht aufgesucht.

Tagesfahrleistung: 187 km

4.Tag 11.09.2012 Heimfahrt


Beim letzten Frühstück eine kleine Überraschung. Helmut gab uns noch einmal die Ehre. Die letzten Gespräche und dann das Packen und Auschecken. Die Heimreise konnte beginnen. Wolfgang wartete noch etwas auf seinen Transport und wir fuhren schon los. In Leer auf die Autobahn, da wir möglichst trocken fahren wollten. Bis Bremen-Hemelingen gab es außer einem Tankstop und einer ganz kurzen Zähflüssigkeit nichts erwähnenswertes. In Hemelingen gab es ausnahmsweise mal einen Kaffee und wir warteten einen Regenguß ab.

Die Weiterfahrt verlief unspektakulär. Dank einer Vollsperrung in Lehrte fuhren wir im großen Bogen durch Burgdorf nach Equord. Nach einem Kaffee bei Ute ging es dann für die verbliebenen Vier gemütlich zurück nach Braunschweig. Das Motorrad in der Garage verstaut und die Sachen nach Hause gebracht konnte die Tour in Ruhe beendet werden. Abends gab es dann einen fürchterlichen Regenguß, aber deshalb sind wir ja schneller und direkter nach Hause gefahren. Ute hat ihren Wolfgang zwischenzeitlich mit dem Auto vom Motorradhändler abgeholt und alle waren zu Hause.

Tagesfahrleistung: 322 km



Noch ein paar Impressionen aus Papenburg die vielleicht Lust auf einen erneuten Besuch machen.







Das war unsere Tour. Ich hoffe euch hat mein Bericht gefallen.



Auf dem Foto fehlen: Beau (schnüffelte woanders), Martin (war schon zu Hause), Uwe (stand hinter dem Fotoapparat), Helga und Wolfgang (waren an dem Tag nicht dabei)


Spritverbrauch 51,07 Liter
Spritkosten 88,34 €
Gesamtfahrleistung 970 km