Frühjahrstour nach Katalonien und Roussillon

15. - 28. April 2012


8 Teilnehmer mit 5 Motorrädern treffen sich zur diesjährigen Tour.



1.Tag 15.04.2012 Anreise von Braunschweig bis Freiburg im Breisgau


Nachdem es fest stand das dieses Jahr unsere Wohnungsgesellschaft das Bad, die Küche und den Flur macht, wurde der Urlaub geplant. Die letzten Arbeiten in der Wohnung wurden unmittelbar vor der Abreise erledigt. Nun hoffen wir das das Chaos nach der Rückkehr nicht all zu groß sein wird. Heute gab es somit beim goldenen M ein Frühstück für uns.


Von hier aus ging es weiter nach Northeim Nord, wo wir die letzten beiden Mitfahrer trafen. Diesmal musste allerdings etwas mehr Gepäck mit, damit die Sozia zufrieden ist, wie unschwer auf dem Foto zu erkennen ist.
Gemütlich und ohne Hetze oder Stress fuhren wir die erste Etappe. Rast gab es wieder einmal in Butzbach im Café Mack.

Der letzte Step war bis Freiburg im Breisgau. Dort trennten Hotel und Restaurant ganze 20 Meter Gehweg. Der erste Abend im Bären in Freiburg war durchwachsen. Das Essen war klasse, wenn es denn kam. Da reisen 8 Nordlichter in den Süden um festzustellen das dort schnell die Überforderung einsetzt (vielleicht lag es aber auch am 0:0 des Freiburger FC).
Tagesfahrleistung: 607 km

2.Tag 16.04.2012 Weiterfahrt von Freiburg im Breisgau bis Clermont-Ferrand


Wir wussten das wir an diesem Tag an der Regengrenze entlang fahren. Das erste Stück bis Besançon ließ Erinnerungen an eine gewisse Schneetour 2008 aufkommen...
Die erste Hälfte der Tagesetappe wollte gefühlt nicht um gehen. Als es endlich trocken war, ging es auch wieder begeisterter weiter. Bei unseren Pausen begegneten uns eingewachsene Bäume und Tankstellen, die es so bei uns sicherlich nicht gäbe.


Das heutige Etappenziel heißt Clermont-Ferrand. Unser Zimmer war ganz oben links direkt unter dem "ap" der Hotelwerbung, so dass wir einen fantastischen Blick auf den Vulkan Puy de Dôme hatten.

Es gab einen kleinen Spaziergang zum Abendessen auf dem wir die Trams mit einer Schiene entdeckten. Essen gab es im Restaurant "La Boucherie". Dort waren wir den ganzen Abend bis wir die letzten Gäste waren, die das Lokal verließen...
Tagesfahrleistung: 568 km

3.Tag 17.04.2012 Von Clermont-Ferrand bis Perpignan


Der heutige Tag sollte uns den wohl größten Temperatursprung der Tour bringen.
Die Temperatur fiel bis auf 0,5 Grad, da aber die Sonne schien war die gute Laune nicht weg zu bekommen. Es machte allen Spaß obwohl Wintersport fast besser gewesen wäre. Einige Autofahrer schauten aber dennoch skeptisch bis mitleidvoll.


Der nächste Stop sollte dann das "Viaduc de Millau" mit seinen 2,5 km Länge sein. Dort wurde für Motorräder zwar eine Maut von 4,80 € fällig, aber die war es Wert. Einige waren im Vorfeld skeptisch wegen der großen Höhe bei der Überfahrt, aber das war völlig unbegründet. Die Fahrt machte richtig Spaß. Eigentlich war viel zu wenig von der Höhe zu sehen...

Am Mittelmeer in Béziers angekommen, erreichten wir auch den Tageshöchststand an Außentemperatur. Der wunderschöne Tag wurde am Abend mit kulinarischen Genüssen abgerundet. Einzig die Getränkepreise entsetzten etwas (pro Bier 6 € war schon stattlich).
Tagesfahrleistung: 445 km

4.Tag 18.04.2012 Von Perpignan bis L´Escala


Es begann der Weg von Frankreich nach Spanien.
Wir verließen Perpignan, wo die Motorräder in einer Tiefgarage standen, in Richtung Küste. Die Fahrt an der Küste entlang war sehr schön. Allerdings wollte keiner im Hochsommer hier sein, denn dann hat man bestimmt keinen so schönen Blick mehr. Der erste Stop war in Collioure, wo Erinnerungen an die Tour 2007 kamen. Ein Paar aus Hamburg begrüßte uns mit einem "Hummel Hummel". Als wir dann weiter wollten begann leider der angekündigte ... (bei uns heißt das nur noch "das verbotene Wort").


In el Port de la Selva gab es eine Mittagspause im Restaurant Monterrey. Die Weiterfahrt dann endlich wieder trocken. Jetzt ging es in die Berge durch den Nationalpark am Cap de Creus. Diese Fahrt machte so viel Spaß, denn das Ziel lag endlich vor Augen.

Nachdem das Hotel CanCatalá bezogen, die Sachen ausgepackt und die Körper gereinigt und umgezogen waren, wurde die Altstadt des Ortes inspiziert. Abends gab es dann im Cal Galan etwas zu Essen um dann an der Küste auf dem Heimweg noch ein Ständchen zu bekommen. Auf dem Balkon bekamen wir noch von Estrella Damm Besuch und ließen den Abend gemeinsam ausklingen.
Tagesfahrleistung: 136 km

5.Tag 19.04.2012 Kloster Montserrat - erster Versuch


Heute wollten wir zum Kloster Montserrat - wie gesagt, wir wollten...
Zuerst weckten uns die Möwen, dann gab es unser erstes Frühstück hier und wir starteten zuerst zur Tankstelle. Die Freude war groß, denn der Sprit war fast 30 Cent je Liter günstiger als in Frankreich. An dieser Tankstelle gab es auch Waschboxen, aber wir verwarfen diese Gedanken schnell wieder.

Nachdem wir unterwegs eine Rast einlegten, entdeckten wir die "Waschanlage" für Hunde und Katzen. Alleine die Anleitung wann ein Tier nicht in die Waschanlage darf war sehenswert. So etwas hatte noch keiner von uns jemals irgendwo gesehen.

Anschließend kam eine Baustelle von über 70 km auf uns zu. Dort lernten wir unter anderem wie ein Tunnel gebaut wird:
1. Berg weg
2. Tunnelröhre gießen
3. Berg wieder aufschütten
4. Tunnel fertig

Später folgte dann ein ungeplanter Stop, da sich eine Schraube in Ute´s Hinterreifen einnistete. Wie immer passiert so etwas dort wo kein Platz ist. Diesmal im Baustellenbereich mitten auf einer Brücke. Zum Glück hatten wir unseren eigenen McGuyver dabei und es ging bald weiter. Die Reparatur des Hinterreifens war reif für den Formel1 Einsatz.

Irgendwo im Nichts gab es für den geflickten Hinterreifen noch etwas Luft und danach etwas zu Essen. In das Lokal durfte man jedoch nur "ohne Hose" rein. In diesem Lokal stand ein schöner Kicker, wo wir das Finale der Champions League schon mal durchführten. Wer gewinnt, verraten wir hier aber noch nicht.

Auf dem abgekürzten Rückweg fanden wir dann noch beste Schräglagenmöglichkeiten, die dem Reifen auch nichts aus machten.

Kaum im Hotel wurde es etwas finster draußen und ein schönes Schauspiel zeigte sich für uns. Nach einem kurzen Einkauf gab es diesmal Abendessen im Hotel bei Wein und Bier.
Tagesfahrleistung: 286 km

6.Tag 20.04.2012 Kloster Montserrat - zweiter Versuch


Heute sollte es zuerst nach Salt bei Girona gehen um für Ute einen neuen Hinterreifen zu holen. Lustigerweise routete uns das Navi durch kleine Gassen an Schulen vorbei in ein Industriegebiet, wo wir Bikes zum " Mitnehmen" fanden.

Als dieser Reifenhändler nur liefern und nicht montieren wollte, ging es weiter zu Bieemdobbleyou, ebenfalls in Salt. Es waren nur 3 km quer durch den Ort und bei Martin i Conesa wurde uns hervorragend geholfen. Man legte sofort Hand an Ute ihr Motorrad und der richtige Hinterreifen war auch auf Lager. Sollte der zweite Versuch nach Montserrat doch noch klappen?

Nach erfolgreicher Reifenwechselprozedur ging es in ein bekanntes Feinkostrestaurant in die Sonne. Dort ließ es sich aushalten. Nach ausgiebiger Pause mit kulinarischen warmen und kalten Leckereien wurde dann beschlossen das es für Montserrat zu spät war. Wir planten die Tour um und wollten an die Küste. Zuerst fuhren wir durch Blanes, dann Lloret de Mar und zuletzt Tossa de Mar. Der schönste Ort ist letzt genannter.

Hinter Tossa de Mar gab es kleine Fotostopps an schönen Aussichtspunkten, die wir selbstverständlich nutzen mussten. Mittlerweile war es fast zu warm zum Motorrad fahren, aber die Küstenstrasse ist der Hammer. Dirk hatte wohl irgend etwas geraucht, denn er wollte hier bleiben und nur noch rauf und runter fahren.

Bei unserem Erinnerungsfoto wurde wir von einem Einheimischen beobachtet. Was er über uns gedacht hat, wissen wir allerdings nicht. Danach mussten wir die schöne Strasse leider verlassen, denn es kam wieder flacheres Land.

In Sant Feliu de Guixols gab es noch eine Pause mit Café con leche, Wassertemperaturtests und Erinnerungsfotos.

Die Heimfahrt war recht unspektakulär, außer ein paar kleinen Gassen, die das Navi nehmen wollte, denn die kürzeste Strecke war eingegeben. Allerdings nahmen wir nicht alle Hinterhöfe als Abkürzung mit. In L´Escala angekommen gab es dann zum Abendessen einige Spezialitäten und die breite Masse war wieder sehr zufrieden mit dem Tag.
Tagesfahrleistung: 186 km

7.Tag 21.04.2012 Kloster Montserrat - dritter Versuch


Um es vorweg zu nehmen, ja heute klappte es mit Montserrat. Bekanntlich sind ja alle guten Dinge drei! Zuerst einmal reinigte Manuela Teile des Motorrades, denn es hatte eine gewissen Hinterlassenschaft einer Möwe auf der Scheibe. Danach fuhren wir zu unserer Stammtankstelle in Viladamat. Die Spritpreise sind hier sehr stabil! Damit wir mehr von Montserrat haben, geht es diesmal auf die Autobahn. Außerdem muss die hiesige Wirtschaft unterstützt werden.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt sahen wir dann endlich das Bergmassiv in dem sich das Kloster befindet. Die Auffahrt war schon spektakulär, aber die Aussicht von oben noch viel besser!

In der Basilika wurde heute mehrfach geheiratet und die Besucherschlange vor der schwarzen Madonna riss nicht ab. Wir begnügten uns mit einem Foto aus der Ferne.

Auf jeden Fall war heute der bisherige Temeraturhöchstwert mit 25 Grad erreicht. Für die Frauen endlich halbwegs angenehm, für die Männer fast zu warm.

Nach ausgiebiger Besichtigung und Pause begann dann die Heimfahrt. Unterwegs in Santa Perpetua de Mogoda gab es einen Blick auf das Montesa-Hondawerk und die Erinnerung an die Deauville und die Fahrt 2007 kam wieder auf. Zurück in L´Escala gab es einen kleinen Fußmarsch in die Stadt zum Tappas Essen. Danach klang der Abend bekannt gemütlich aus.
Tagesfahrleistung: 349 km

8.Tag 22.04.2012 der letzte Tag in L´Escala


Der letzte Tag hatte am Morgen für uns ein paar wenige Regentropfen, jedoch konnten die uns nicht von einem Fußmarsch durch die Stadt abhalten. Es wurden interessante Gebäude und Bauwerke entdeckt. Zum Mittag gab es eine kleine Erfrischung und danach Leckereien bei Formel1 im TV.

Den Nachmittag nutzte jeder wie er wollte. Einige schliefen, einige packten und einige machten erneute Gewaltmärsche durch den Ort. Jeder machte was er für richtig hielt und zum letzten gemeinsamen Abendessen wurde sich verabredet. Mit neuen Schnürsenkeln lief es sich auch gleich besser in die Altstadt.

Die letzten Anchovis wurden im Werksverkauf erstanden, das letzte Essen mit einem Likör ausgeklungen und Manuela machte die letzten Fotos. Auf dem Balkon das letzte Estella Damm und dann kehrte langsam die Nachtruhe ein.
Tagesfahrleistung: 0 km

9.Tag 23.04.2012 von L´Escala nach Moux


Die Motorräder durften wieder bepackt werden für die Fahrt zurück nach Frankreich. Die heutige Etappe wird nicht sehr lang. Es ging auf der Landstraße von L´Escala bis zur ehemaligen Grenze. Dort herrschte ein Einkaufstourismus, dass die Straße kaum noch zu sehen war.

Nach der ersten Pause fuhren wir an jeder Menge Korkeichen vorbei bis Perpignan. Dort ging es dann Richtung Westen um noch eine Kaffeepause einzulegen. Nach dieser Kaffeepause durften wir dann querfeldein in die Pyrenäen. Am letzten Parkplatz vor der Schlucht war dann Picknick angesagt.

Dann war es so weit. Die Gorges de Galamus Schlucht stand auf dem Plan. Außer uns wusste ja noch keiner was ihn erwarten wird. Die Begeisterung hinterher stand allen ins Gesicht geschrieben. Diese Schlucht ist schon absolut einmalig und sollte von jedem, der hier in die Nähe kommt, durchfahren werden.

Ein paar wenige Impressionen um zu sehen was einen dort erwartet. Wer ganz viel Zeit hat geht hier mal zu Fuß lang, aber diese Zeit hatten wir nicht.

Der Durchschnitt ist in den Pyrenäen auf unter 30 km/h gesunken. Man hatte das Gefühl man fährt Stunden und kommt nicht vorwärts.

Die Ostseite der Pyrenäen sieht wieder ganz anders aus, jedoch die Aussichten sind nicht schlechter. Ständig geht es auf und ab und ohne Navi würde manchmal die Orientierung fehlen wo Norden ist.

Extra für uns wurde die Straße ausgebessert. Das war auch nötig, denn der Belag ist hier nicht der Beste. Sehr rauh und wellig. Da steigt gelegentlich das Adrenalin, wenn die Maschine etwas versetzt.

Diesmal hatten wir uns unseren "Feierabend" mehr als verdient. Das grenzte fast an Arbeit, aber die Impressionen des heutigen Tages waren schon sehr gewaltig. Einzig an der "Wachkatze" kam nicht jeder vorbei. Wer es nicht schaffte, verpasste allerdings das phantastische Essen von Susanne.
Tagesfahrleistung: 204 km

10.Tag 24.04.2012 Carcassonne und Canal du Midi


Die heutige Tour führte uns zuerst nach Carcassonne. Diese alte, wirklich sehr gut erhaltene, Stadt ist sehr beeindruckend. Da kann man sich fast vorstellen, wie es damals gewesen sein mag. Zum Glück war es heute nicht zu voll, so dass wir gut durch kamen und auch etwas sehen konnten. Was muss hier im Sommer los sein...

Selbstverständlich gab es Ritter für jeden Geschmack, Geldbeutel und in jeder Größe zu erwerben. Zum Glück sind unsere Koffer schon voll. Leider gab es keinen Kaffee ohne Essen, also beschlossen wir nach dem Mittag die Stadt zu verlassen.

Nach einem Kaffee-Zwischenstop erreichten wir eine 2-stufige Schleuse am Canal du Midi auf dem gerade drei Schiffe aufwärts transportiert wurden. Es war interessant und wir schauten uns dies in Ruhe an. Der eine Kapitän muss aber noch ein wenig üben.

Anschließend fuhren wir weiter nach Hombs in den kleinen Hafen. Dort gab es außer Fotos noch einen Kaffee und zur Unterhaltung ein paar Echsen an der Hauswand. Ob die sich über uns genau so begeisterten, wie wir über sie?

Zurück im Quartier gab es Entspannung, nette Gespräche mit anderen Gästen und das eine oder andere Getränk zum Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes. Nach einem widerum hervorragenden Essen und netten Plaudereien in den Abend hinein, fanden wir dann einen "kleinen" Nachtfalter auf dem Weg zum Zimmer.
Tagesfahrleistung: 78 km

11.Tag 25.04.2012 Mittelmeertour


Die letzte Tagestour bevor die Rückreise beginnt. Zuerst nach Lézignan, da wir uns den Markt dort nicht entgehen lassen sollten. Leider war gefühlt ganz Frankreich dort, so dass wir es vorzogen aus dem Verkehrschaos wieder zu verschwinden. Danach ging es durch die Weinfelder kreuz und quer Richtung Küste.

Nach Pipipause und Tankstop ging es danach durch Gruissan-Plage um die Ruine herum bis zur Le Cers Bar an einer Surfschule direkt am Meer.

Das Mittelmeer fasziniert schon mal und Teile davon wurden zumindest in digitaler Form mitgenommen. Was wir nicht mitnehmen konnten war ein Artikel aus dem Regal, obwohl die nicht gerade uninteressant aussahen.

Danach ging es weiter nach Narbonne, wo wir zum Dom wollten. Als dies nicht auf Anhieb klappte, bekamen wir eine Eskorte. Trotzdem landeten wir in einem Wohngebiet, aber auch hier fanden wir den Weg zurück. Erstaunlich ist das die Anwohner hier auch mit den Autos fahren. Den Dom sahen wir dann nur in der Vorbeifahrt, denn es war einfach zu voll.

Nach beschlossener Abreise aus Narbonne fuhren wir zuerst ein amerikanisches Restaurant an, aber die Wifi-Zone ließ es nicht zu meine Daten über den FTP Server hochzuladen. Nach kurzer Stärkung ging es vorbei an Flamingos und Fischern an der Küste bis in die Berge. Hier nahmen wir unsere letzten Pässe auf dem Heimweg um den letzten gemeinsamen Abend im Las Clauzes zu verbringen.
Tagesfahrleistung: 189 km

12.Tag 26.04.2012 von Moux nach Mâcon


Bekanntlich geht alles Schöne immer irgend wann einmal zu Ende, somit wurde gepackt und alles fertig gemacht für den ersten Teil der Rückreise. Wir starteten früher um dem heute drohenden schlechten Wetter im Süden auszuweichen.

Das einzig nervige am heutigen Wetter war eigentlich nur der Seitenwind, der teilweise sehr heftig daher kam. Spaß hatten wir auch an den Mautstellen. Zuerst bekam Ute kein Ticket und später ignorierten die Automaten unsere 2 € Stücke. So wurde es immer spannend an den heutigen drei Mautstellen. Als wir dann über die Rhône in das gleichnamige Tal fuhren, ergaben sich landschaftlich sehr reizvolle Bilder.

Das Rhônetal ist wirklich sehr schön und sicherlich eine gesonderte Reise wert. Kurz vor Lyon wurde dann noch einmal ausgiebig Rast bei Kaffee und Baguette gemacht. Der Teil durch Lyon sollte nicht so spannend werden.

Es kam wie erwartet. Wir standen im Stau dank eines liegengebliebenen Fahrzeugs im Tunnel. Die luftgekühlten Motorräder begannen stark zu schwitzen und machten sich entsprechend bemerkbar. Dirk spendierte seinem Motor ein Schluck frisches Öl, damit es dann etwas beruhigter weiter gehen konnte.

In Mâcon angekommen, fanden wir diesmal das Hotel auf Anhieb. Das verwunderte schon sehr. Genau gegenüber war ein Grill, so dass wir uns frisch machten und gemeinsam zum Abendessen bei kulinarischen Leckereien gingen. Auch dieser Tag ging mit viel Spaß und Freude zu Ende. Es folgte eine angenehme Nacht.
Tagesfahrleistung: 485 km

13.Tag 27.04.2012 von Mâcon nach Saarbrücken


Am heutigen Tag fand die Abfahrt eine Stunde früher statt, denn unser persönlicher Wettergott sagte uns ansonsten eine recht nasse Fahrt voraus. Während der Fahrt beobachteten wir die dunklen Wolken, meist hatten wir aber das Glück höchstens ein paar Tropfen ab zu bekommen.

Wir fuhren an vielen Weinproduzenten vorbei. Was würde Frankreich ohne den Wein machen? Beim gemeinsamen Tankstop machten dann Andreas und Petra erst einmal eine ganze Zapfsäule leer. Somit mussten sie in zwei Etappen tanken. Die Fahrt blieb unspektakulär und wir beschlossen kurz vor Deutschland eine letzte Pause einzulegen.

Die Massagesessel hatte heute keiner nötig. Allerdings war die letzte Pause genial geplant. Plötzlich öffnete sich am Himmel ein Ventil...
Nach mehreren Leckereien und dem Onlinecheck unseres Wettergottes, nutzen wir eine kurze Regenpause für die letzten 40 km.

Im letzten Hotel angekommen, stellten wir die Motorräder unter und bezogen selbiges umgehend. Nach einer kurzen Entspannungsphase wurden dann zuerst die Verkehrsbetriebe und später die Gastronomie der Stadt unterstützt. Der Hotelier gab uns einen Plan mit Vorschlägen zur Orientierung mit. Zuerst wurde mit Drachen gekämpft und dann Schlösser erklommen.

Nach der erfolgreichen Besetzung des Saarlandes durch die Nordlichter wurden die Lebensgeister bei Speis und Trank in einer Gasthausbrauerei geweckt. Der abendliche Heimweg wurde dann noch zum Spaß, denn der Hotelier wollte gerne einen Cheeseburger. Am goldenen M nahmen wir je Paar einen mit und im Hotel angekommen erlebten wir einen sprachlosen, aber begeisterten Hotelier. Er aß sie mit Genuss und Freude. Danach versorgte sich jeder noch mit letzten Kaltgetränken und es gab eine entspannende Nachtruhe.
Tagesfahrleistung: 462 km

14.Tag 28.04.2012 von Saarbrücken nach Hause


Das letzte gemeinsame Frühstück hat viel Spaß gemacht und war außerordentlich lecker. Danach wurden in aller Ruhe die Motorräder bepackt, denn der Urlaub sollte nicht im Streß enden. Eigentlich wollten wir vor der Autobahn tanken, aber kaum vom Hotel abgebogen waren wir auf selbiger. An zwei unterschiedlichen Orten wurden die K´s und die RT´s betankt. Warum das diesmal nicht gemeinsam ging ist ein anderes Thema, aber wir trafen uns danach alle wieder. Anschließend ging es bei immer weiter steigenden Temperaturen Richtung Osten weiter. In der Nähe von Mainz gab es dann einen ersten Stop um auch gleich ein Leuchtmittel an einer RT zu wechseln. Einige Arbeiteten, andere Organisierten und alle hatten Leckereien zum Essen und/oder Trinken.

Nach dem Stop, bei dem sich einige von überflüssiger Bekleidung befreiten, ging es weiter an "Mainhattan" vorbei nach Butzbach, wo wir zuerst Nachtankten damit wir bis nach Hause kommen. Die dann folgende Mittagspause wurde sehr ausgiebig gestaltet. Hier planten wir auch die weitere Fahrt ein wenig um, damit sie landschaftlich interessanter wird.

Vorbei an Marburg fuhren wir schöne Landstraßen auf denen uns bei diesem Wetter auch jede Menge anderer Biker begegneten. Die Route führte uns Richtung Kassel. Kurz vor Kassel gab es einen kleinen Stop, da sich Dirk ein neues Haustier unter dem Helm angeschafft hatte. Er wollte sich davon aber wieder trennen. Es wurde am Parkplatz "ausgesetzt"...
Alle Fahrer hatten heute mit den Haustieren zu kämpfen, wobei diese sich meist recht flach auf die Scheiben legten. Das wird eine Arbeit sich zu Hause davon wieder zu trennen.

Auf den letzten 150 km, die wir auf der Autobahn fuhren, erwarteten uns einige Baustellen und ein kurzes, zähflüssiges Stück, da ein Auto im Baustellenbereich liegen bleiben musste. Es gibt ja kaum bessere Möglichkeiten, wie vor Tagen bei Ute´s Reifen. Warum auch soll so etwas passieren, wo ausreichend Platz ist. Die heutige Tagestemperatur war für eine Fahrt der Hammer. Zum Glück habe ich eine Jacke bei der ich die Membrane herausnehmen kann. So ließ es sich gut aushalten. Der letzte Stop war dann auch wieder Northeim Nord, wo wir uns auf dem Hinweg trafen. Zuletzt Verabschiedeten wir uns, denn während der Weiterfahrt löste sich die Reisegruppe nacheinander auf.

Zu Hause angekommen wurde wieder getankt um die "Endabrechnung" machen zu können und danach zur Garage. Dort wurde das Motorrad entladen und alles kam in den Kombi. Was war das aber viel Gepäck...
Zu Hause wurde alles hochgetragen und dann kam der spannende Moment was aus der Wohnung geworden war. Definitiv schön, aber es wartet noch eine Menge Arbeit auf uns. Wir haben es ja so gewollt. Nach der ersten Dusche im neuen Bad ging es Abends zum Essen mit fast allen von der Tour und somit fand die Reise einen schönen Ausklang.
Tagesfahrleistung: 530 km

Das war unsere Tour. Ich hoffe euch hat mein Bericht gefallen.



Noch ein paar Daten für die Interessierten:

verbrauchter Sprit 237,12 Liter
bezahlter Sprit 392,83 €
Maut Frankreich 60,70 €
Maut Spanien 20,76 €
Gesamtfahrleistung 4525 km