Unsere Kraichgau/Odenwald Tour

12.05. - 16.05.2010


19 Teilnehmer und 3 Gäste


Reisegruppe Odenwald (3 Personen fehlen)


1.Tag 12.05.2010 Anreise

Morgens gegen 8 Uhr gestartet zum Treffpunkt bei Wolfgang und Margrit. Auf dem Weg dorthin einen weiteren Tourteilnehmer getroffen. Alle Anderen waren schon vor Ort.
Pünktlich 9:00 Uhr die Abfahrt. Fahrt über die A39 und A7 bis Northeim Nord. Auf dem Weg dorthin gab es leichten Regen. Am Parkplatz angekommen machten wir eine kleine Pause und Gerhard und Birgit kamen bald dazu. Nun war unsere Reisegruppe komplett.
Northeim Nord ging es vorsichtshalber in Regenbekleidung weiter Richtung Kirchheim. Die Fahrt dort hin verlief problemlos und es gab am Kirchheimer Dreieck die nächste Pause mit Kaffee und hinterher Tanken.
Von Kirchheim ging es auf die A5 Richtung Frankfurt bis Butzbach. Ein Transporter der wohl extreme Zeitnot hatte oder einen Krampf im rechten Fuß und Kopf, überholte uns rechts und versuchte mich massivst abzudrängen. Dieser dezente Schock ging schnell vorbei und wir fuhren bis zur geplanten Mittagspause im Café Mack in Butzbach.
Die letzte Etappe ging um Frankfurt herum. Da jedoch die Temperaturen nun auf 15 Grad stiegen gab es den zusätzlichen Regensachenentkleidungsstop. Direkt an der Ausfahrt Heidelberg dann ein Stau und wir fuhren ab um durch Heidelberg nach Meckesheim zu kommen. Kurz vor Ankunft in Meckesheim noch schnell Vollgetankt für die Tour am nächsten Tag.

Im Hotel angekommen wurden die Motorräder geparkt (Foto links). Klaus war schon da und erwartete uns. Zuerst gab es ein kühles Blondes zum Entspannen und wir verbrachten einige Zeit im Innenhof. Nachdem die Zimmer verteilt waren wurden sie Zug um Zug bezogen um sich Umzuziehen. Bald waren alle Teilnehmer da und der Chef des Hauses bereitete den Grill vor. Es gab super lecker Essen und alle waren sehr zufrieden. Zum Ausklang des Abends wurde noch ein bisschen über dieses und jenes gesprochen. Immerhin hatten sich einige ein Jahr nicht gesehen (Foto rechts).

Tagesfahrleistung: 450 km

2.Tag 13.05.2010 Kraichgau, Hohenlohe, Hoffenheim

Einige beschlossen nach dem Frühstück heute die Tour nicht mitzumachen, sondern ins Technikmuseum nach Sinsheim zu fahren.
Wir starteten pünktlich 9:30 Uhr am Hotel mit den "Heimschläfern" und dem Tagesgast Heike. Wir fuhren in Richtung Süden aus Meckesheim heraus und schon bald standen wir vor einer Streckensperrung. Eins der berühmten Wendemanöver auf den Touren mit Clemens und es ging weiter auf kleinen und kleinsten Strassen. Das Wetter sah nicht freundlich aus, aber es war trocken von Oben.
Die Tour führte uns zur Fähre Hassmersheim die unsere Gruppe zu einem spektakulären Preis nutzen durfte (Foto links). Nach der Querung des Neckars wieder von der Fähre herunter.

Nun ging es bergauf zur Burg Hornberg - Burg des Ritters Götz von Berlichingen. (Fotos links und rechts). Dort gab es eine kleine Pause zum Genießen der Aussicht und zum Erkunden der Burg. Nach dem Stop weiter durch die Burg nach Mosbach-Bergfeld in das Lokal Zum alten Schmuggler. Dort feierten einige Gruppen ausgelassen den Vatertag und wir tranken einen Kaffee. Von dieser Pause aus fuhren wir weiter zum Kloster Schöntal. Auf dem Weg dorthin begegneten uns sogar zwei weitere Motorradfahrer.

Das Kloster mit der gewaltigen Klosterkirche (Foto links) schauten wir uns in Ruhe an. Es begann zu Regnen und wir beschlossen auf direktem Weg nach Neckarsulm zu fahren. Dort angekommen wurden die Motorräder geparkt und der Hunger führte uns in das Neckarsulmer Brauhaus. Nach einer ausgiebigen Mahlzeit sollte es gute 200 Meter bergauf zum Deutschen Zweirad- und NSU-Museum (Foto rechts) gehen.

Für die Besichtigung des Museums nahmen wir uns knapp 1,5 Stunden Zeit. Es führt über mehrere Etagen eine Zeitreise der Zweiradgeschichte. Wirklich schöne Exponate, aber auch Unglaubliches, wie einige Weltrekordfahrzeuge.
Aus jeder Epoche eine BMW (Foto links 1926/1931/1949), mehrere Indian, viele heute unbekannte Hersteller und auch die guten alten 60er durften nicht fehlen (Foto rechts). In diesem Museum kam viel Kurzweil auf. Zum Schluß konnte man sich noch auf einem Hochrad versuchen. Das ist wirklich hoch...
Vom Museum aus begaben wir uns auf den direkten Rückweg wobei uns noch ein Trainingszentrum eines recht unbekannten Fußballvereins aus der Region gezeigt wurde. Im Hotel angekommen konnten sich alle Umziehen. Einige kehrten zu einem Bier im Lamm ein und zum verabredeten Zeitpunkt gingen alle gemeinsam zum Italiener Essen.

Tagesfahrleistung: 192 km

3.Tag 14.05.2010 "Überraschungstour"

Heute sollte es eine Odenwald-Erkundungstour in Zweiergruppen geben. Ab 8:50 Uhr wurde im 10 Minuten Abstand gestartet. Die Teilnehmer mussten anhand der Unterlagen den Weg selber finden und Aufgaben lösen. Sehr zeitig kamen wir in Beerfelden zu einer Schikane, denn die Durchfahrt war gesperrt. Der gesuchte Galgen (Foto links) war nur schwer zu erreichen und es bedarf einer gewissen Improvisation. Meine Tourpartnerin Heike sprach zufällig den Besitzer der Güter um den Galgen an und so bekamen wir einen 4-rädrigen kurzfristigen Tourguide durch sämtliche Felder rund um Beerfelden. Beim Eintreffen am Galgen sahen wir Andrea und Michael abfahren.
Vom Galgen aus fuhren wir dann weiter Richtung Krähbergstrecke. Eine ehemalige Rennstrecke die für Motorräder an Wochenende und Feiertagen gesperrt ist. Nun war ja Freitag, aber gesperrt war sie trotz allem, denn die Strasse wurde erneuert. Garmin wollte hier etwas anderes als TomTom so das Heike und ich als Erste beim Kaffeestop auf Clemens trafen. Die Garminfahrer ließen diese Pause schließlich aus.

Nach Kaffee, Tee oder anderen Heißgetränken fuhren wir erst nach Preunschen zum ältesten Bauernhaus im Odenwald. Von dort aus weiter nach Mudau, wo wir ein Foto der dortigen Dampflok machen sollten (Foto links). Von Mudau aus ging es nach Oberhöllgrund um im Landgasthaus zur Mühle einzukehren. Einige saßen schon beim Essen, andere kamen erst an und jeder freute sich die Anderen zu sehen. Es machte viel Spaß trotz dem feuchten Wetter.
Nach dem Essen ging es weiter über den Katzbuckel zum Neckarschleifenblick. Am heutigen Tage fanden wir das gesuchte Schild nicht. Diesmal ging es eine ehemalige Bergrennstrecke entlang nach Eberbach. Langsam führte uns die Tour zurück um zur Technikprüfung zu gelangen.

Am Parkplatz angekommen (Foto links von Dominik) erwarteten uns Fragen und ein Parkour. Alle meisterten die Aufgaben gut oder besser, aber Spaß hatten alle. Der Slalom war schon eine Herausforderung (Foto rechts ebenfalls von Dominik). Von hier aus fuhren wir zurück nach Meckesheim zu Kaffee und Kuchen bei Clemens, Sylvia und Benni. Als kleine Überraschung waren Dirk und Verena nachgekommen und gaben uns die Ehre bis Sonntag.
Ich machte noch einen kleinen Abstecher nach Heidelberg, ging durch die Fußgängerzone bei Sonnenschein und fuhr dann mit Tankstop wieder ins Hotel. Nach dem Umziehen gingen alle ins Lamm zum Essen.

Tagesfahrleistung: 242 km

4.Tag 15.05.2010 Odenwald

Wir starteten in zwei Gruppen. Ich befand mich in der zweiten Gruppe bei Dominik. Zuerst fuhren wir Richtung Langenzell und Neckargemünd. Nachdem wir den Neckar überquert haben ging es die Berge hoch. Nach einer kleinen Pause bei der wir die erste Gruppe wieder trafen, ging es bald weiter. Hier sollte es sich im nachhinein zeigen das wir zu schnell der ersten Gruppe folgten. Vor einer Ortschaft schlossen wir auf und es ging sehr behaglich durch den Ort. Als "Lumpensammler" konnte ich dann beobachten wie im vorderen Teil einige unserer Gruppe von einem Radfahrer überholt wurden - wie peinlich
Weiter ging es bis zur Kreidacher Höhe, wo es eine Kaffeepause gab. Von dort mussten wir ein kleines Stück zurück weil wir wieder an einer gesperrten Rennstrecke waren. Gruppe zwei fuhr etwas anders, so das wir die erste Gruppe erst im Hotel wiedersehen würden. Bei dem Versuch eine schöne Strecke abseits der Wege zu fahren begaben wir uns in eine ausgeschilderte Sackgasse. Die deutlichen Scheibenwischerzeichen einer Dame auf einem Balkon nach zu urteilen sollte mein Navi nicht Recht haben, aber es gab doch einen Weg (Foto links). Dank einer Autofahrerin, die ebenfalls Motorrad fährt, wurden wir über einen Hof und unbefestigte Wege zurück auf unsere Route geschickt. Diese Offroadeinlage machte allen Spaß.

Zum Essen fuhren wir in die Mühle (Foto links). Hier gab es noch den Lacher des Tages als bei der Essenbestellung eine "Tagescremesuppe" bestellt wurde. Die betroffene Person bekam dann aber doch noch seine Spargelcremesuppe. (Bestellt er sich jetzt Abends die Nachtcremesuppe?) Nachdem alle Lachtränen getrocknet waren ging es diesmal zum Neckarschleifenblick (Foto rechts). Die Reisegruppe musste dies dann auch unbedingt im Foto festhalten.

Nach dem Neckarschleifenblick erfolgte langsam der Rückweg zum Hotel. Nachdem alle getankt, geparkt, sich umgezogen hatten, kam dann ein extra organisierter Bus (Foto links) um uns zum Königstuhl oberhalb von Heidelberg zu fahren. Die Tickets (Foto rechts) waren schon reserviert um dann mit der Standseilbahn (Foto ganz rechts) den Berg herunter zum Schloß zu fahren.

Nach der Besichtigung der Schloßaußenanlagen begaben wir uns auf den Weg herunter in die Stadt. Dort hatten wir vor zu speisen. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch einmal das Schloß von unten (Foto links) um dann in ein über 300 Jahre altem Studentenlokal einzukehren (Foto rechts). Ein kleiner Verdauungsspaziergang mit Verena führte uns zu einem amerikanischen Kaffeegeschäft und wieder zurück. Auf diesem Weg kamen uns bestimmt 10 Junggesellenabschiede entgegen. Heidelberg ist anscheindend sehr beliebt zum Heiraten.
Von Heidelberg aus begaben sich alle mit der S-Bahn zurück nach Meckesheim und es gab für einige noch ein Feierabendbier im Lamm bevor es ins Hotel ging.

Tagesfahrleistung: 197 km

5.Tag 16.05.2010 Rückreise

Der Tag begann nicht wirklich gut. Schwachsinnige hatten leider in der Nacht an einigen Motorrädern randaliert. Somit hatten unsere freundlichen Helfer auch gleich einen Einsatz am morgendlichen Sonntag.
Danach gab es das letzte Frühstück auf dieser Tour und die Rechnungen wurden bezahlt. Nach dem Packen und dem allgemeinen Verabschieden fuhren nach und nach alle los. Ich startete 10 Uhr mit Dominik und Fabian noch einmal zum Galgen (Foto links) und dort trennten sich unsere Wege.

Ich plante die komplette Strecke ohne Autobahn und fuhr los Richtung Aschaffenburg. Von dort aus ging es weiter Richtung Bad Orb. Hier durchfuhr ich herrliche Waldstücke und kurvenreiche Gegenden. Kurz vor Bad Orb bog ich ab Richtung Fulda. Ich kam durch die Brüder-Grimm-Stadt Steinau an der Straße (Foto links) und machte in Schlüchtern Mittag. Von dort aus wollte ich weiter Richtung Fulda und passte einen Moment nicht auf. Ein rotes Licht erinnerte mich aber daran wieder aufmerksam zu sein. Nun folgte ich dem Verlauf der B27. In Göttingen entschloss ich mich über den Harz zu fahren.

Das Wetter war heute besonders schön und es waren viele Motorräder im Harz unterwegs. Die Abfahrt nach Bad Harzburg verlief reibungslos und dann entschloß ich mich das letzte Stück bis Braunschweig die A395 zu nutzen. In Braunschweig angekommen fuhr ich durch die Stadt direkt zu meiner Garage wo ich 17:30 Uhr eintraf. Am Motorrad noch der halbe Odenwald (Foto links) und 1559 wunderschöne Kilometer, auch wenn sie nicht immer trocken waren.

Vielen Dank noch mal an alle Teilnehmer und besonders die Organisatoren!

Tagesfahrleistung: 478 km

Noch ein paar Daten für die Interessierten:

verbrauchter Sprit 79,51 Liter
bezahlter Sprit 121,75 Euro
Gesamtfahrleistung 1559 km