Unsere Tour nach Sizilien

27.03.2009 - 10.04.2009


Teilnehmer und Motorräder in Tourreihenfolge:

Clemens HD BMW R 1150 GS
Lutz und Martina LB Honda NT650V Deauville
Egbert MK Yamaha FJR 1300
Steffen MK BMW K 1200 GT
Christoph AG (Schweiz) Honda NT700VA Deauville
Burkhard CE Honda NT700VA Deauville
Jens BS BMW R 1200 RT


Trinacria - Name und Symbol Siziliens


1.Tag 27.03.2009

Die Vorhersage hat nichts wirklich Gutes gehabt. Kurzfristig wurde der erste Tag umgeplant und auch das Hotel umgebucht, um so weit wie möglich an die Schweiz heran zu kommen. Somit startete ich ab 8 Uhr an meiner Garage in Braunschweig um in Sillium (kurz vor Bockenem) den Burkhard aus Celle zu treffen. Von dort aus ging es gemeinsam los. Erst einmal im Regen und gerade einmal 2 km. Da musste ein Sportwagenfahrer die Knautschzonen seines Fahrzeuges an der Mittelleitplanke testen - er hat aber verloren! Weiter ging es zur ersten Rast in Guxhagen. Von dort aus die A7 und A5 zum zweiten Stop in Wetterau. Hier legte sich Burkhard mit einem Bordstein an und da er den kürzeren zog machte er eine gekonnte Rolle nach Rechts. Das Motorrad wieder aufgerichtet und nichts passiert, außer sein Ärger über die Showeinlage vor Publikum. Weiter an Frankfurt vorbei auf der A5 bis Hardtwald West. Dort machten wir Rast bei Sonnenschein. Die Anfahrt war mehr durch aufwirbelndes Wasser feucht als von Oben. Die letzte Etappe ging bis Freiburg im Breisgau. Dort bezogen wir unser kurzfristig gebuchtes Hotel (aufgrund einer Messe ein Abenteuer) und wir warteten Abends auf Clemens bei einem Italiener, als Vorgeschmack auf die nächsten Tage.

Tiefsttemperatur 4,5 Grad Höchsttemperatur 12,5 Grad


2.Tag 28.03.2009

Abfahrt ab Hotel Freiburg schon 7 Uhr, da wir uns am ersten Treffpunkt um 8 Uhr in Pratteln/Schweiz verabredet haben. Clemens muss kurz vorher Tanken und da überholen uns Egbert und Steffen. In Basel haben wir sie eingeholt um dann die letzten Teilnehmer in Pratteln zu treffen. Mit vollem Tank geht es Richtung Gotthard mit Stop kurz vorher. Einige überlegen ob sie die Regensachen ausziehen, aber unser erfahrener Schweizer sagte sie sollen warten bis nach dem Tunnel. Was für eine Vorhersage, denn nach dem Tunnel fiel die Temperatur auf 5 Grad ab und es regnete dauerhaft. In Italien wurde das Wetter besser und somit verliessen wir die A7 bei Serravalle Scrivia um weiter kleine Strassen zu nutzen. Spontan waren wir in einer Bikerhochzeit, die wir aber "rechts liegen liessen" um unseren ersten italienischen Cappuccino zu verzehren (es sollten noch sehr viele folgen...). Unterwegs in einem kleinen Laden das Nötigste für den Abend eingekauft und weiter zur Fähre. Gegen 18 Uhr angekommen und während der Wartezeit die Vorräte verzehrt. Leider regnete es immer wieder und wir suchten Schutz hinter einem Container. Pünktlich 20 Uhr dann die Verladung. Wir durften als eine der Ersten ins Schiff und dann bezogen wir unsere Kabinen. Abends gab es noch ein paar Kaltgetränke bis die Nachtruhe einkehrte.

Tiefsttemperatur 5 Grad Höchsttemperatur 17,5 Grad Tunnel Gotthard 29 Grad


3.Tag 29.03.2009


Die Nacht war eine Stunde kürzer, da die Sommerzeit umgestellt wurde. Einige wunderten sich, das ihre Funkuhren in Italien nicht automatisch umstellten, aber das ist wohl so.
Es gab ein nettes kleines Frühstück auf dem Schiff mit super Mini-Brötchen. Geschätzte 500 Personen waren auf der Fähre, die im Sommer 3000 Personen aufnehmen kann. Gut das wir jetzt da waren. Den Vormittag erkundeten wir das Schiff und Clemens bekam einen Zumo-Grundkurs von unserem Schweizer am Netbook. Leider fehlten die Treiber, so das die Aktion durchaus als gescheitert betitelt werden durfte. Mittags machten dann fast alle einen Mittagsschlaf zur Entspannung.


Nachmittags machte der Kapitän eine Durchsage über Temperatur, Geschwindigkeit und der geplanten Verspätung von 2 Stunden. Wie gut das mir jemand im RT-Forum sagte wir sollen den Abend in Palermo bleiben und erst am nächsten Tag aus der Stadt fahren. Sein Rat sollte eine wirklich gute Entscheidung sein. Kurz vor 20 Uhr kamen wir in Palermo an bei sehr stürmischem Wind. Wir fuhren den knappen Kilometer zum Hotel und die Zumo geführte Gruppe sollte etwas länger benötigen, als der Rider. Nach dem Bezug des Hotels dann schnell eine Trattoria aufgesucht und hervorragend gespeist mit selbstgemachtem Sorbet zum Dessert.


Temperatur laut Kapitän 15 Grad


4.Tag 30.03.2009


Nach einem nicht so tollen Frühstück die Abreise Richtung Monreale. Gleich zu Anfang riss die Gruppe auseinander. Christoph und ich sind dann alleine durch Palermo bis und das Ende einer asphaltierten Strasse in Monreale stoppte. Nach dem Wenden kam uns plötzlich Clemens entgegen, der den Rest seiner Gruppe auch verloren hatte. Monreale musste Ausfallen, da ein Erdrutsch die Anreise unmöglich machte. Also auf den Weg nach Cefalu und die anderen via Handy dort auch hingelotst. Auf dem Weg dorthin tolle kleine Strassen mit wahnsinnigen Temperaturen (im Vergleich zu den Vortagen). In Cefalu das erste Eis und bald war die Gruppe wieder komplett. Nun ging es gemeinsam weiter Richtung Castelbuono und dann Richtung Gangi. In Sperlinga am Fusse des Castells ein lecker Panini und mal wieder ein Cappu. Abends im Hotel eingebucht für die nächsten 6 Nächte. Noch schnell in einem Restaurant bei Mama Maria auf Empfehlung gegessen und das werden wir noch einmal wiederholen!

Tiefsttemperatur 17,5 Grad Höchsttemperatur 27 Grad


5.Tag 31.03.2009


Wir einigten uns auf 8 Uhr Frühstück und danach gab es einen kleinen Spaziergang am Meer. Unser Hotel war nur knapp 50 Meter von der Promenade weg. Von meinem Balkon aus konnte ich das Meer sehen. Wir liessen es langsam angehen, denn schliesslich waren wir im Urlaub. 10 Uhr wollten wir dann nach Taormina starten, aber der Ort wurde weiträumig abgesperrt durch die Polizei wegen den vielen Touristen. Kurzerhand wurde der erste Berg gestürmt um dort ein paar nette Fotos zu schiessen und dann weiter nach Castelmola. Dort kostete der Cappu gleich das 3-fache weil die Aussicht anscheinend mitbezahlt werden muss.


Die Suche nach einer anderen Abfahrt vom Berg erforderte einige Wendemanöver, da die Strassen oft endeten. Als wir endlich den Weg gefunden hatten, ging es weiter nach Francavilla zur Mittagspause. Von dort starteten wir einen Versuch zum Ätna zu kommen und fuhren querfeldein nach Giarre. Bei einem weiteren Cappu klinkte ich mich aus und startete einen neuen Versuch den Ätna zu sehen. Es sollte die Tour zum Rifugio Citelli auf 1741 Metern werden. Jedoch kurz davor bekam ich die blödsinnige Idee ein Foto vor dem Schnee machen zu wollen. Da die Strasse zu abschüssig war, gab es für mich kein zurück und ich musste durch den Schnee. Natürlich legte ich meine RT auf Eis um dann festzustellen, das ich sie alleine hochheben kann. Leider sackte sie immer wieder ein und die knapp 20 Meter durch den Schnee wurden eine schweißtreibende Angelegenheit. Zum Glück ist nichts weiter passiert. Dann noch ein paar Fotos und zurück zum Hotel. Dort erfuhr ich das Clemens leider Egbert reingefahren ist, da er ein Auto an einer Kreuzung übersehen hat. Nichts weiter passiert, alles kann durch die Versicherung bezahlt werden und den Tank der GS haben wir vor dem Hotel auch wieder korrekt montiert bekommen. Dank einer meiner Ersatzbirnen konnte die GS auch wieder Blinken.

Tiefsttemperatur 14 Grad Höchsttemperatur 23,5 Grad


6.Tag 01.04.2009


Zum Tourstart dann noch eine Bemerkung von Burkhard:

Zitat: "nicht wieder so kleine Strassen, ich bin doch keine Bergziege"

Tourstart heute 9:30 Uhr Richtung Francavilla und dann weiter die SS 185 in den Norden der Insel. Kurz vor Novara setzte Regen ein, so das wir in Novara di Sizilia mal wieder spontan eine Cappu Pause einlegten. Weiter ging es bis Terma Vigliatore um dort die Villa Romana S. Biagio zu besichtigen Foto rechts). Die erste Ausgrabungsstätte auf unserer Tour. Danach Mittagspause bei Lasagne in einem italienischen Lokal genannt Il Folletto welches innen mehr einem Diner glich. (Foto ganz rechts)

Weiter geht es die Nordküste Richtung Westen bis zur Sp 128. Auf dieser Strasse hatten wir dann alle Wetterkapriolen von Regen über Nebel bis Sonnenschein. Kurz vor Polverello tauchte eine Baustelle auf, an der wir auf unbefestigter Strasse zwischen Baumaschinen durch die hiesigen Bauarbeiter gelotst wurden. Diese Fahreinlage hinterließ dann an allen Motorrädern den Eindruck wir waren beim Schlammcatchen. Später führte uns die Tour dann über Randazzo am Nordrand des Ätna vorbei zur Küstenstrasse zurück nach Letojanni. Dort standen wir aber wieder eine Ewigkeit vor den verschlossenen Schranken der Bahnlinie.




Tiefsttemperatur 13,5 Grad Höchsttemperatur 19,5 Grad


7.Tag 02.04.2009


Heute starten wir zur Südtour, also die Autobahn nach Siracusa. Dort angekommen geht es kreuz und quer durch die City zur Halbinsel. Die Motorräder stellen wir an einem Platz hinter Ketten ab. Von dort aus erkunden wir die Altstadt und natürlich wieder Cappu am Platz der Fontana die Diana (Foto links). Nach einem Rundgang durch den Ort und der Besichtigung des Tempio de Apollo geht es weiter zum Cava Grande del Cassibile (dem Grand Canyon von Sizilien - Foto rechts). Nun führt uns die Tour durch Noto Antica und die einheimischen Endurofahrer schauen uns Tourenfahrer dort sehr erstaunt an.

Jetzt geht es nach Noto, weil wir einen Gruß über die dortige Webcam nach Hause schicken wollten. Was keiner wusste das ausgerechnet an diesem Tage ein neuer Bischof ernannt wurde und somit empfing uns eine starkes Polizeiaufgebot. Wenigstens die dortigen hatten RT´s. Von Noto aus mussten wir Egbert einfangen, der dachte er wäre hinter uns und somit testete er einmal die Tauglichkeit der Autobahnen auf Höchstgeschwindigkeiten. In Siracusa Süd wartete er aber auf uns, da wir ihm eine Nachricht auf dem Handy hinterlassen hatten. Auf dem Rückweg dann, genau wie auf dem Hinweg, auf der Autobahn ein Unfall. Manchmal hilft es doch auf Schilder zu achten...



Tiefsttemperatur 16,5 Grad Höchsttemperatur 21,5 Grad


8.Tag 03.04.2009


Heute sollte der Wecker schon um 4:30 Uhr zu tun bekommen, denn wir wollten 5 Uhr starten zum Sonnenaufgang auf den Ätna. Zuerst fuhren wir im Dunkeln auf der Autobahn und dann die Berge hoch. Es ist schon anstrengend wenn du nicht siehst wohin du fährst. Leider bekam das auch ein Hase zu spüren, der leider jetzt im Hasenhimmel ist. Kaum angekommen auf dem Parkplatz des Monte Conca, beschlossen 4 von 6 Personen weiter zu fahren zum Rifugio Citelli. Dort war einfach der bessere Blick Richtung Osten, als die Sonne aufging (Foto ganz links). Später dann ein sehr schönes Bild als der Ätna im Morgenrot erstrahlte (Foto links). Es waren nur 2 Grad dort oben und später bei der Abfahrt fiel die Temperatur sogar noch auf Null Grad. Dafür haben wir aber noch den Ätna Dampf speien gesehen (Foto rechts). Ein wirkliches Schauspiel was das frühe Aufstehen auf jeden Fall belohnt hat. Diesen Morgen hatte ich Martina als Sozia dabei, da sich die Kupplung von Lutz immer mehr zu verabschieden drohte.

Zurück am Hotel gab es erst einmal Frühstück. Danach rief unser Hotelier bei Honda in Catania an und wir sollten gleich kommen, damit die Kupplung repariert werden kann. Es war ja Freitag und somit blieb keine Wahl. Kurz mit Lutz nach Siracusa, das Motorrad abgegeben und wieder zurück zum Hotel. Dann von dort mit den Anderen einen neuen Versuch Taormina zu Besichtigen. Wir sind also ins Parkhaus, da sogar schon die Strasse in den Ort gesperrt war. Zum Glück war in dem utopisch teuren Parkhauspreis der Pendelbus in die Stadt enthalten. Endlich konnten wir das Teatro Greco besichtigen und die tolle Aussicht genießen. Später ging es weiter durch den Ort und dort entdeckten wir auch einen tollen Stand mit den gewaltigen Früchten der Insel. Nachmittags dann zurück nach Letojanni und Lutz und ich holten sein repariertes Motorrad wieder in Catania ab. Darauf gab es an der Hotelbar erst einmal ein paar Biere.


Tiefsttemperatur 0 Grad Höchsttemperatur 21,5 Grad


9.Tag 04.04.2009


Heute sollte unsere Runde um den Ätna sein. Zuerst geht es zur Talstation der Seilbahn am Rifugium Sapienza und dort besichtigen wir den Krater Silvestri. Natürlich wieder ein Cappu zwischendurch und dann später weiter durch die Lavafelder Richtung Westen durch Adrano und Bronte. Ein drohendes Gewitter hat mich von der Gruppe getrennt und ich starte alleine zum Nordpunkt am Monte Conca. Dort besuche ich eine Berghütte mit Cappu und selbstgebackenen Kuchen (Bild links). Danach beobachte ich die Italiener wie sie am Ätna Rodeln und Skifahren. Ich will dann noch das versunkene Haus sehen, aber nachdem aus Regen sogar Hagel wird drehe ich um und fahre zurück nach Letojanni. Abends geht es zu unserem bestellten Essen ins Mezza Luna bei Mama Maria (Foto rechts) und später werden die ersten Sachen gepackt.


Tiefsttemperatur 4,5 Grad Höchsttemperatur 19 Grad


10.Tag 05.04.2009


Heute war also die Abreise in Letojanni und es ging zuerst Richtung Inselmitte. Auf dem Weg dorthin gab es von Egbert eine kurze Verwechslung der Farben blau und grün für Landstrasse und Autobahn, was unsere Gruppe für knapp 50 km trennte. Nach einer schönen Rundtour durch das Bergdorf Piazza Armerina ging es dann zur Villa Romana del Casale. Diese Ausgrabungsstätte wurde selbstverständlich auch besichtigt, denn hier gab es unter anderem die berühmten Bikinimädchen zu sehen (Foto links). Nach der Besichtigung fuhren wir knappe 300 Meter um ausnahmsweise mal eine Cappu-Pause einzulegen. Diesmal gab es selbstgebackene Mandelteilchen dazu, die sehr lecker waren. Nach der Pause sollte also der letzte Step nach Agrigento über Gela gehen, damit wir am Mittelmeer entlang fahren. Kurz vor Agrigento trennten sich Burkhard und ich von der Gruppe, da wir heute noch das Tal der Tempel sehen wollten.


In Agrigento angekommen zuerst im Hotel eingecheckt und die Koffer entleert. Dann runter zum Tal der Tempel, die Motorräder abgestellt und ab zur Besichtigung. Zuerst läuft man auf den Concordia-Tempel zu (Bild ganz links). Dann später weiter zum Hera-Tempel (Bild links). Der Himmel wurde immer klarer und die Sonne brannte auf der Haut. Auf dem Rückweg nun der Herakles-Tempel (Bild rechts im Hintergrund) und vom Zeus-Tempel der riesige (liegende) Gebälkträger (Bild rechts). Als letztes noch der Castor-und-Pollux-Tempel um dann doch recht geschafft zum Hotel zurückzukehren. Die anderen waren auch eingetroffen und wir gingen in die Stadt zum letzten gemeinsamen Essen. In der Stadt war wohl verkaufsoffener Sonntag, denn die Strassen waren überfüllt. Nach dem Essen noch ein Blick auf die Abends beleuchteten Tempel und dann ins Bett.

Tiefsttemperatur 14,5 Grad Höchsttemperatur 21,5 Grad


11.Tag 06.04.2009

Nach dem Frühstück verabschiedeten sich Burkhard und ich vom Rest, der Abends in Palermo auf die Fähre ging. Wir starteten die Fahrt nach Messina, da wir den Rückweg nach Deutschland den Stiefel hoch geplant hatten, Agrigento über Enna und Catania nach Messina zur Fähre. Die Fähre verkehrt alle 20 Minuten und es braucht keine Bestellung. Wir hatten nur 5 Minuten Wartezeit bis zur Verladung und dann ging es die knapp 7 km in 20 Minuten nach Villa San Giovanni. Von dort aus führte uns der Weg nach Sapri, unser heutiges Ziel, aber 100 km vor dem Ziel kamen wir in ein Unwetter in den Bergen mit Regen, Gewitter und Nebel der nur 50 bis maximal 100 Meter Sicht zugelassen hat. Endlich im Hotel angekommen ging es direkt in eine Pizzeria und die Sachen wurden vor der Heizung getrocknet.


Tiefsttemperatur 9 Grad Höchsttemperatur 21 Grad


12.Tag 07.04.2009

Nach einem recht guten Frühstück ging es los zum Tagesziel Vesuv. Die knapp 200 km Anfahrt liefen gut und ruhig. Das Wetter war wieder gut und die Sachen trocken. Am Vesuv angekommen die Schaar von Bussen bewundert und einen Parkplatz gesucht. Danach der Eintritt und auf ging es im ZickZack zum Kraterrand ungefähr 200 Höhenmeter. Oben angekommen war der Krater im Nebel, jedoch siegte einige Male die Sonne, so das uns ein phantastischer Einblick ermöglicht wurde. Hier oben blieben wir bestimmt eine Stunde und genossen die Eindrücke. Die Impressionen und Gefühle auf dem Kraterrand sind schwer zu beschreiben. Ein phantastisches Erlebnis.


Einzig der Blick auf Pompei liess zu wünschen übrig, aber zum Glück war der Nebel wirklich nur am Vesuv. Die Massen von Busladungen verlaufen sich hier oben auch, so das es recht erträglich war. Danach dann wieder runter und auf den Weg in die Toskana gemacht. Unterwegs haben wir sehr viele Feuerwehren und Zivilschutzfahrzeuge (sogar aus Sizilien) überholt, die auf dem Weg in das Erdbebengebiet waren. Das heutige Endziel Chianciano Terme erreichten wir dann bald und wir haben den Abend bei einem guten Essen ausklingen lassen.



Tiefsttemperatur 13 Grad Höchsttemperatur 23 Grad


13.Tag 08.04.2009


Der heutige Tag war zum Fahren sehr wenig, aber dafür jede Menge Impressionen in der Toskana. Morgens wunderschöne Strecken durch die Lande, teils abseits der breiteren Strassen. Erster Stop in Siena um die Piazza del Campo (Bild links) zu bewundern und den teuersten Cappu zu konsumieren (6 Euro je Tasse)! Dieser ovale Platz ist zweimal im Jahr der Austragungsort für das Palio (Pferderennen). Noch den Duomo von aussen besichtigt mit dem schwarzen und weissen Marmor und dann weiter nach San Gimignano (Bild rechts). Dort fallen die Geschlechtertürme der Adelsfamilien ins Auge und die Touristenmassen. Eine kurze Besichtigung der Stadt und dann weiter nach Lucca. Zuerst im Hotel abgestiegen und dann auf zur historischen Stadt. Die komplette Stadt ist mit einer Stadtmauer umgeben. Auf dem Turm des Torre Guinigi wachsen 5 Steineichen. Sehr ungewöhnlicher Anblick. Nach unserem letzten Abendessen in Italien besuchten wir noch den Piazza Anfiteatro (Foto ganz rechts) der auf den Grundmauern eines römischen Theaters entstanden ist.

Tiefsttemperatur 12 Grad Höchsttemperatur 22 Grad


14.Tag 09.04.2009


Katastrophales Frühstück am letzten Tag in Italien. Cappu und trockenes Croissant, mehr nicht. Somit vorverlegter Start zur Rückfahrt nach Deutschland. Spontan festgestellt das die Autobahnauffahrt wegrationalisiert wurde und somit gab es noch eine kleine Zwangsrundfahrt. Später dann auf der Autobahn mussten wir die A15 fahren, die als Autobahn gigantische Kurven hat. Das hat richtig Spaß gemacht diese zu fahren. Um Mailand hatten wir das Glück in die richtige Richtung zu fahren, denn in der Gegenrichtung war kilometerweiter Stau. Die Schweiz passieren wir bei herrlichstem Wetter und der St. Bernardino (Foto links) ist eine wunderbare Strecke. In Sankt Margrethen geht es von der Autobahn runter raus aus der Schweiz, rein nach Österreich. Dort gab es sehr günstigen Sprit, aber dafür war in ganz Bregenz das Verkehrschaos. Wir brauchten für die 8 Kilometer bestimmt 2 gefühlte Stunden. Kaum auf der Autobahn dann eine Baustelle in Wangen Nord, die uns wieder in den Stau stellte. Jetzt war es aber nicht mehr weit bis Altenstadt und dort gab es lecker Zwiebelrostbraten zum Abendessen und wir liessen die Tour langsam ausklingen.

Tiefsttemperatur 10 Grad Höchsttemperatur 24 Grad Tunnel St. Bernardino 17 Grad


15.Tag 10.04.2009


Heute, am Karfreitag, also die letzte Etappe nach Hause. Eigentlich nur die A7 bis fast zum Ziel, aber ein Stau aufgrund eines Unfalles zwingt uns ein bisschen querfeldein. In Rehren am Harz machen wir die letzte gemeinsame Rast um uns zu Verabschieden. Von nun an geht es alleine nach Hause. Es war eine sehr schöne Tour.

Ich danke meinen Mitfahrern (Foto links) für diese erneut phantastische Tour. Es war ein absolutes Erlebnis Sizilien zu erleben, die Vulkane zu besuchen und den "Stiefel" hochzufahren.



Tiefsttemperatur 10 Grad Höchsttemperatur 27 Grad


Noch ein paar Daten für die Interessierten:

Vignette Schweiz  27,50 Euro
Fähre Genua-Palermo 139,50 Euro
Fähre Messina-Villa San Giovanni  10,00 Euro
Maut Italien  71,50 Euro
verbrauchter Sprit 294,24 Liter
bezahlter Sprit 357,66 Euro
Gesamtfahrleistung 5697 km